Veränderungen der Natriumkonzentration nach kristalliner Kardioplegie bei herzchirurgischen Eingriffen: Eine retrospektive Analyse Changes in Sodium Concentration Following Crystalloid Cardioplegia in Cardiac Surgery: A Retrospective Analysis

Autor:innen

N. Misevski 0009-0007-1102-5501 Universitätsklinikum Heidelberg, Abteilung der Perfusiologie, Herzchirurgie Hochschule Furtwangen Universität, Technical Physician Master, Villingen-Schwenningen

Hauptautor:in

Nikolas Misevski, M. Sc., ECCP Universitätsklinikum Heidelberg Chirurgische Klinik Im Neuenheimer Feld 420 69120 Heidelberg Telefon: 06221 / 56 – 36118 E-Mail: Nikolas.Misevski@med.uni-heidelberg.de Misevski N.1,2, Riesterer D. M.1, Demuth M.1, Adam H.1, Wenzel F.2, Turra J.1

Schlüssel­wörter

Custodiol®-Kardioplegie, Hyponatriämie, Natrium, Hämoglobin, Basenexzess, extrakorporale Zirkulation, Delir

Zusammen­fassung

Einleitung: Im Kontext kardiochirurgischer Eingriffe stellt die Myokardprotektion einen kritischen Schritt dar, wobei die Applikation von Custodiol®-Kardioplegie zur temporären und reversiblen Herzstilllegung ein häufig angewandtes Verfahren ist. Die chemische Zusammensetzung von Custodiol® kann jedoch zu relevanten systemischen Veränderungen führen, insbesondere zur Induktion einer Hyponatriämie, einer signifikanten Verschiebung des Basenexzesses (BE) oder einer akuten Anämie durch Hämodilution der Kardioplegie. Diese Veränderungen bergen das Risiko sekundärer Komplikationen, welche die Entstehung einer metabolischen Azidose, eine Zelldestabilisierung sowie potenziell schwerwiegende neurologische Komplikationen umfassen, die sich klinisch in einem postoperativen Delir manifestieren können. Material und Methodik: Die vorliegende Untersuchung wurde als retrospektive, monozentrische Studie konzipiert, in die 40 Patienten eingeschlossen wurden, die sich einer aortokoronaren Venenbypass-Operation (ACVB) oder einer kombinierten Prozedur aus Aortenklappenersatz und ACVB unterzogen haben. Bei allen Patienten erfolgte die Myokardprotektion während der extrakorporalen Zirkulation (EKZ) mittels der kardioplegischen Lösung Custodiol®. Es wurden die Konzentrationen von Natrium, der Hämoglobinwert und der BE zu sechs vordefinierten Messzeitpunkten im perioperativen Verlauf analysiert: (T0) nach Patientenintubation, (T1) nach Initiierung der EKZ, (T2) unmittelbar nach Applikation der Kardioplegie, (T3) 20 Minuten nach Applikation der Kardioplegie, (T4) während der Reperfusionsphase und (T5) bei Aufnahme auf der Intensivstation (ITS). Darüber hinaus wurde das neurologische Outcome der Patienten mittels der Intensive Care Delirium Screening Checklist (ICDSC-Score) zur Delir-Detektion und der Glasgow Coma Scale (GCS-Score) zur Beurteilung des Bewusstseinszustands bis zum dritten postoperativen Tag systematisch erfasst. Das primäre Ziel dieser Studie ist es, die Dynamik der Natriumkonzentration, des Hämoglobinwerts und des BE nach Applikation von Custodiol® zu analysieren und deren potenziellen Einfluss auf das gemessene neurologische Outcome der Patienten zu evaluieren. Ergebnisse: Die mittlere Natriumkonzentration fiel signifikant von 137,6 ± 2,42 mmol/l bei T0 auf 126,5 ± 3,05 mmol/l bei T2 (p < 0,001) und stieg auf 133,3 ± 2,61 mmol/l bei T5 an. Die mittlere Hämoglobinkonzentration fiel signifikant von 12,3 ± 1,69 g/dl bei T0 auf 8,7 ± 1,11 g/dl bei T2 (p < 0,001) und stieg auf 10,1 ± 1,16 g/dl bei T5 an. Der mittlere BE fiel signifikant von – 2,3 ± 1,99 mmol/l bei T0 auf – 6,1 ± 1,60 mmol/l bei T2 (p 0,05). Der GCS-Score stieg vom OP-Tag mit 11,5 ± 4,5 auf 14,0 ± 2,75 am Post-OP-Tag 1 (p < 0,001) auf 14,5 ± 0,82 am Post-OP-Tag 2 (p < 0,001) auf 13,8 ± 2,90 am Post-OP-Tag 3 (p < 0,05). Schlussfolgerung: Die Applikation von Custodiol® resultierte in einem signifikanten Abfall der Natriumkonzentration, des Hämoglobinwerts sowie des BE. Diese Reduktionen persistierten über den intraoperativen Verlauf hinaus bis zur Ankunft der Patienten auf der ITS. Trotz der beobachteten Hyponatriämie konnte kein negativer Effekt dieser Elektrolytverschiebung auf das neurologische Outcome der Patienten, gemessen anhand des ICDSC- und GCS-Scores, nachgewiesen werden.

Keywords

Custodiol® cardioplegia, hyponatremia, sodium, hemoglobin, base excess, extracorporeal circulation, delirium

Abstract

Introduction: In the context of cardiac surgery, myocardial protection is a critical step, and the use of Custodiol® cardioplegia for temporary and reversible cardiac arrest is a commonly used procedure. However, the chemical composition of Custodiol® can lead to relevant systemic changes, particularly the induction of hyponatremia, a significant shift in the base excess (BE), or acute anemia due to hemodilution caused by cardioplegia. These changes carry the risk of secondary complications, including the development of metabolic acidosis, cell destabilization, and potentially serious neurological complications, which can manifest clinically as postoperative delirium. Methods: This study was designed as a retrospective, single-center study involving 40 patients who underwent an aortocoronary vein bypass graft (ACVB) procedure or a combined aortic valve replacement and (ACVB) procedure. In all patients, myocardial protection during extracorporeal circulation (ECC) was achieved using the cardioplegic solution Custodiol®. Sodium concentrations, hemoglobin levels, and BE were analyzed at six predefined measurement points during the perioperative period: (T0) after patient intubation, (T1) after initiation of ECC, (T2) immediately after application of cardioplegia, (T3) 20 minutes after application of cardioplegia, (T4) during the reperfusion phase, and (T5) upon admission to the intensive care unit (ICU). In addition, the neurological outcome of the patients was systematically recorded using the Intensive Care Delirium Screening Checklist (ICDSC score) for delirium detection and the Glasgow Coma Scale (GCS score) for assessing the state of consciousness until the third postoperative day. The primary objective of this study is to analyze the dynamics of sodium concentration, hemoglobin level, and BE after administration of Custodiol® and to evaluate their potential influence on the measured neurological outcome of patients. Results: The mean sodium concentration dropped significantly from 137.6 ± 2.42 mmol/l at T0 to 126.5 ± 3.05 mmol/l at T2 (p < 0.001) and increased to 133.3 ± 2.61 mmol/l at T5. The mean hemoglobin concentration dropped significantly from 12.3 ± 1.69 g/dl at T0 to 8.7 ± 1.11 g/dl at T2 (p < 0.001) and increased to 10.1 ± 1.16 g/dl at T5. The mean BE fell significantly from – 2.3 ± 1.99 mmol/L at T0 to – 6.1 ± 1.60 mmol/L at T2 (p 0.05). The GCS-score increased from surgery day at 11.5 ± 4.5 to 14.0 ± 2.75 on post-op-day 1 (p < 0.001) to 14.5 ± 0.82 on post-op-day 2 (p < 0.001) to 13.8 ± 2.90 on post-op-day 3 (p < 0.05). Conclusions: The administration of Custodiol® resulted in a significant decrease in sodium concentration, hemoglobin level, and BE. These reductions persisted beyond the intraoperative period until the patients arrived at the ICU. Despite the observed hyponatremia, no negative effect of this electrolyte shift on the neurological outcome of the patients, as measured by the ICDSC and GCS scores, could be demonstrated.

Einleitung

Herzchirurgische Interventionen erfordern zur Durchführung präziser operativer Maßnahmen die temporäre kardioplegische Stilllegung des Myokards. Hierfür hat sich die hypotherme, kristalloide Bretschneider-Kardioplegielösung, bekannt unter dem Handelsnamen Custodiol®, als ein etabliertes Verfahren zur Myokardprotektion bewährt. Durch die einmalige Applikation dieser Lösung wird der myokardiale Sauerstoffverbrauch signifikant reduziert, wodurch Zellschäden und Nekrosen auch bei verlängerten Ischämiezeiten von bis zu 180 Minuten effektiv präventiert werden können [1]. Die myokardiale Protektion wird primär durch die spezifische Ionenkonzentration der Lösung gewährleistet. Neben Kaliumchlorid und Mannitol ist die niedrige Natriumkonzentration von 15 mmol/l ein wesentlicher Bestandteil der Bretschneider-Kardioplegie, welche zur Stabilisierung des Zellvolumens und der Ionenhomöostase des Myokards beiträgt [1, 2]. Die initiale Stilllegung erfolgt durch den schnellen Natriumeinstrom in die Zellen, der das elektrochemische Ruhepotenzial aufhebt; es folgt

ein Einstrom von Calcium bei gleichzeitigem Kaliumausstrom. Die anschließende Repolarisation der Membran wird durch einen erneuten Kaliumeinstrom induziert [1]. Allerdings impliziert die hyponatriämische Zusammensetzung der Custodiol®-Kardioplegie potenzielle Auswirkungen auf den systemischen Natriumhaushalt des Patienten. Veränderungen der Serum-Natriumkonzentration können physiologische Konsequenzen wie eine iatrogene Hyponatriämie, osmotische Dysbalancen oder schwerwiegende neurologische Komplikationen nach sich ziehen [3]. Insbesondere ein rascher Abfall des Serumnatriums kann die Entwicklung eines Hirnödems begünstigen, was mit einer erhöhten Morbidität und Mortalität assoziiert ist [4,5]. In dieser retrospektiven Studie werden daher die Auswirkungen der Custodiol®-Kardioplegie auf die Natriumkonzentration, den Hämoglobingehalt und den BE im perioperativen Verlauf untersucht. Primäres Ziel ist die Analyse, ob ein Zusammenhang zwischen intraoperativen Natriumspiegelschwankungen und postoperativen neurologischen Komplikationen, insbesondere der Entwicklung eines Delirs, besteht.

Material und Methodik

Ethik

Vor Studienbeginn wurde das Studienprotokoll S-489/2025 der Ethikkommission der medizinischen Fakultät Heidelberg zur Begutachtung vorgelegt. Diese hatte keine Bedenken gegenüber dem Forschungsvorhaben geäußert, sodass mit der Analyse der Patientendaten begonnen werden konnte.

Studiendesign

Die vorliegende Untersuchung basiert auf einer retrospektiven, monozentrischen Datenanalyse, in deren Rahmen 40 Patienten erfasst wurden, die im Zeitraum von September bis November 2024 behandelt wurden. Die Einschlusskriterien umfassten volljährige Patienten, bei denen entweder eine ACVB oder ein Aortenklappenersatz durchgeführt wurde und bei denen die Myokardprotektion mittels Custodiol®-Kardioplegie erfolgte. Ausgeschlossen wurden hingegen Patienten mit einem Notfallstatus, Patienten mit einer schweren, chronischen Niereninsuffizienz sowie solche, bei denen intra- oder postoperativ ein Hämofilter zum Einsatz kam. Die Datenerhebung erfolgte mithilfe des Patientendatenmanagementsystems Copra©. Die Blutgase wurden mit dem Blutgasanalysegerät RapidPoint© 500e von Siemens® analysiert. Dabei wurden die Parameter Natrium, BE und Hämoglobin zu sechs verschiedenen Zeitpunkten untersucht: Nach Intubation des Patienten in der Einleitung (T0), nach Start der Herz-Lungen-Maschine (HLM) (T1), nach Gabe der Custodiol-Kardioplegie (T2), 20 Minuten nach Gabe der Custodiol-Kardioplegie (T3), in der Reperfusion (T4) und auf der ITS (T5). Zudem wurden der ICDSC-Score und der GCS-Score bis drei Tage postoperativ erhoben, um ein mögliches Delir bei den Patienten zu analysieren. Der ICDSC-Score erfasst acht Symptome (Desorientierung, Halluzinationen etc.), die jeweils mit einem Punkt bewertet werden. Bei einer Summe von ≥ 4 Punkten wird davon ausgegangen, dass ein Delir besteht. Der GCS-Score umfasst eine Punktzahl von 3 bis 15 Punkten und berücksichtigt die verbale und motorische Reaktion des Patienten. Bei einer niedrigen Punktzahl wird von einer Bewusstseinsstörung ausgegangen. Es

erfolgte eine Erfassung der gesamten verabreichten Menge an Kardioplegie und 8,4 % Natrium-Bicarbonat (NaBic 8,4 %), der intraoperativen Volumengaben sowie der Aufenthaltsdauer auf der ITS. In Tabelle 1 sind die Bestandteile der Bretschneider-Kardioplegie angegeben.

Statistisches Design

Die statistische Analyse erfolgte mit Microsoft Excel©. Zunächst wurde mithilfe von ANOVA-Tests die Signifikanz der einzelnen Parameter untereinander zu den sechs Messzeitpunkten untersucht. Lag eine allgemeine Signifikanz vor, so wurde als nächstes der Scheffé-Test angewendet, um eine paarweise Signifikanz der Parameter zu den Messzeitpunkten zu erhalten. Diese wurde anschließend durch T-Tests bestätigt. Das Signifikanzniveau lag bei α = 0,05. Zudem wurden die Mittelwerte und die Standardabweichungen der ausgewerteten Parameter berechnet.

Ergebnisse

Demographische Daten

In der Tabelle 2 sind neben den demografischen Daten die durchschnittliche Menge an Custodiol®-Kardioplegie, der intraoperativen Volumengaben und die Anzahl an Patienten, die Volumen erhielten, die Menge an NaBic 8,4 %, die HLM-Zeiten sowie die

durchschnittliche Dauer des Aufenthaltes auf der ITS angegeben. 25 Patienten erhielten aufgrund einer Hyponatriämie und eines negativen BE im Durchschnitt 75,0 ± 66,86 ml einer 8,4 %igen NaBic-Lösung.

Verlaufskurven der Parameter Natriumkonzentration, Basenexzess und Hämoglobin

Der Verlauf der Natriumkonzentration über die definierten Messzeitpunkte ist in Abbildung 1 visualisiert. Die Gesamtdurchschnittskonzentration über alle Messzeitpunkte betrug 132,8 ± 4,68 mmol/l. Bei T0 betrug die Natriumkonzentration 137,6 ± 2,42 mmol/l,

Abb. 1: Verlaufskurve der Natriumkonzentration in mmol/l
Abb. 1: Verlaufskurve der Natriumkonzentration in mmol/l
Tab. 1: Bestandteile der Custodiol®-Kardioplegie [6]
Natriumchlorid
15,0
Kaliumchlorid
9,0
Magnesiumchlorid-Hexahydrat
4,0
Calciumchloriddihydrat
0,015
Histidin
180,0
Histidinhydrochlorid-Monohydrat
18,0
Tryptophan
2,0
Mannitol
30,0
Kalium-hydrogen-2-oxopentandioat
1,0
Tab. 2: Mittelwerte mit Standardabweichungen der gesamten analysierten Parameter
Alter [Jahre]
66,78 ± 10,26
Geschlecht
5 Frauen (12,5 %),
35 Männer (87,5 %)
Körpergröße [cm]
174 ± 8,14
Körpergewicht [kg]
82 ± 12,86
Pathologie
KHK
37 (92,5 %)
AI/AS
3 (7,5 %)
Bretschneider-Plegie [ml]
1472,5 ± 496,48
Intraoperative Volumengaben [ml]
875 ± 501,76
Kristalloide: Sterofundin ISO (B. Braun) (12 Patienten)
796 ± 448,36
Kolloidale: Hydroxyethylstärke (HES) (4 Patienten)
500 ± 0
Erythrozytenkonzentrate: (13 Patienten)
554 ± 159,88
NaBic 8,4 % [ml]
75,0 ± 66,86
HLM-Zeiten:
EKZ-Zeit:
115 ± 22,57
Aortenklemmzeit:
76 ± 18,55
Reperfusionszeit:
29 ± 9,22
ITS-Aufenthalt [Tage]
1,93 ± 1,99

bei T1 137,2 ± 2,10 mmol/l, bei T2 126,5 ± 3,05 mmol/l, bei T3 130,8 ± 3,06 mmol/l, bei T4 131,3 ± 2,75 mmol/l und bei T5 133,3 ± 2,61 mmol/l. Die statistische Analyse ergab einen signifikanten Unterschied der Natriumkonzentration zwischen dem Ausgangswert (T0) und dem niedrigsten Wert nach Kardioplegie-Applikation (T2) sowie zwischen T0 und dem Wert bei Ankunft auf der ITS (T5) (p < 0,001).

Die Verlaufskurve der Natriumkonzentration ist in Abbildung 2 dargestellt und wurde nach der Gabe von NaBic 8,4 % in Subgruppen unterteilt. Fünfzehn Patienten erhielten keine Applikation von NaBic 8,4 %, wohingegen bei 25 Patienten NaBic 8,4 % verabreicht wurde. Die statistische Analyse ergab keinen signifikanten Unterschied in der Natriumkonzentration zwischen den Patientengruppen mit und ohne NaBic 8,4 %-Applikation über die Messzeitpunkte hinweg (p > 0,05).

In Abbildung 3 ist die Verlaufslinie des BE zu den verschiedenen Messzeitpunkten visualisiert. Durchschnittlich betrug dieser – 3,6 ± 2,65 mmol/l von T0 bis T5. Bei T0 betrug der BE im Durchschnitt – 2,3 ± 1,99 mmol/l, bei T1 – 5,0 ± 1,60 mmol/l, bei T2 – 6,1 ± 2,23 mmol/l, bei T3 – 3,1 ± 2,49 mmol/l, bei T4 – 3,1 ± 2,71 mmol/l und bei T5 – 1,9 ± 1,97 mmol/l. Zwischen T0 und T2 lag ein signifi-

kanter Unterschied vor (p < 0,001), zwischen T0 und T5 jedoch nicht (p > 0,05).

Wie bereits für die Natriumkonzentration dargestellt, erfolgte die Analyse des BE ebenfalls in Subgruppen, basierend auf der Applikation von NaBic 8,4 %, deren Verläufe in Abbildung 4 präsentiert sind. Die statistische Auswertung zeigte einen signifikanten Unterschied im BE zwischen den beiden Subgruppen zum Zeitpunkt T4 (p < 0,05).

In Abbildung 5 ist die Verlaufslinie der Hämoglobinkonzentration zu den verschiedenen Messzeitpunkten dargestellt. Im Durchschnitt betrug diese 10,1 ± 1,66 g/dl. Bei T0 betrug der Hämoglobingehalt im Durchschnitt 12,3 ± 1,69 g/dl, bei T1 9,9 ± 1,31 g/dl, bei T2 8,7 ± 1,11 g/dl, bei T3 9,6 ± 1,07 g/dl, bei T4 9,7 ± 1,06 g/dl und bei T5 10,1 ± 1,16 g/dl. Hier konnte zwischen T0 und T2 so-wie T0 und T5 ein signifikanter Unterschied festgestellt werden (p < 0,001).

ICDSC-Score und GCS-Score

Bei dem ICDSC-Score konnte kein signifikanter Unterschied zwischen dem OP-Tag und den Post-OP-Tagen nachgewiesen werden (p > 0,05). Bei dem GCS-Score hingegen konnte ein sig-

Abb. 2: Verlaufskurve der Natriumkonzentration in mmol/l mit und ohne Gabe von NaBic 8,4 %
Abb. 2: Verlaufskurve der Natriumkonzentration in mmol/l mit und ohne Gabe von NaBic 8,4 %
Abb. 3: Verlaufskurve des BE in mmol/l
Abb. 3: Verlaufskurve des BE in mmol/l

nifikanter Anstieg des Scores vom OP-Tag zum Post-OP-Tag 1 (11,48 ± 4,48 vs. 14,00 ± 2,75, p < 0,001), vom OP-Tag zum Post-OP-Tag 2 (11,48 ± 4,48 vs. 14,47 ± 0,82, p < 0,001) und vom OP-Tag zum Post-OP-Tag 3 (11,48 ± 4,48 vs. 13,75 ± 2,88, p < 0,05) nachgewiesen werden. Der GCS-Score zeigte keinen signifikanten Unterschied innerhalb der Post-OP-Tage (p > 0,05).

Diskussion

Der Referenzbereich der Natriumkonzentration im Blut liegt zwischen 135 mmol/l und 145 mmol/l [8,10,12]. Die Applikation der Custodiol®-Kardioplegie führt bei Patienten zu einer Hyponatriämie, Anämie und einer metabolischen Azidose. Die applizierte Kardioplegiemenge wurde vom Chirurgen festgelegt und betrug im Durchschnitt 1472,5 ml. In dieser Studie fiel die Natriumkonzentration im Durchschnitt signifikant von T0 auf T2 ab, sodass von einer klinisch relevanten, moderaten Hyponatriämie gesprochen werden kann. In der Literatur werden Natriumkonzentrationen von unter 135 mmol/l bzw. 130 mmol/l als Hyponatriämie definiert [5,9 – 13]. Bis T5 stieg die Natriumkonzentration auf ein Level der milden Hyponatriämie bzw. auf ein niedriges Normallevel an. Dieser Abfall des Natriumspiegels nach Applikation der Custodiol®-Kardioplegie und dessen anschließender Anstieg konn-

ten auch in der Studie von Matzelle et al. (2014) nachgewiesen werden. In dieser Studie wurde die Applikation der Custodiol®-Kardioplegie bei 100 Patienten im Rahmen der minimalinvasiven Mitralklappenchirurgie mit der Applikation von Blutkardioplegie bei 113 Patienten im Rahmen von Mitralklappeneingriffen mit medianer Sternotomie verglichen. Dabei konnte ebenfalls ein signifikanter Unterschied in der Natriumkonzentration nach Gabe der Custodiol®-Kardioplegie im Vergleich zum präoperativen Wert festgestellt werden (p < 0,001). Die Natriumkonzentrationen waren zu allen Messzeitpunkten statistisch signifikant niedriger als der präoperative Wert, befanden sich jedoch postoperativ in einem klinisch adäquaten Bereich [7]. Auch Mehrabanian et al. (2018) stellten nach Applikation der Custodiol®-Kardioplegie eine Hyponatriämie fest (Na = 129,58±4,43 mEq/L), die sich beim Eintreffen auf der ITS behoben hatte (Na = 137,26 ± 5,27 mEq/L) [8]. Diese Ergebnisse korrelieren mit den Ergebnissen der vorliegenden Studie. Matzelle et al. behandelten den Zustand der Hyponatriämie ausschließlich durch die Hämofiltration, die in dieser Studie nicht zum Einsatz kam. Sie kamen zu dem Entschluss, dass die Hyponatriämie in ihrer Studie nur vorübergehend auftrat und keine offensichtlichen Nebenwirkungen verursachte [7]. In der vorliegenden Studie wurde die metabolische Azidose mit einer 8,4-prozentigen Natriumbikarbonat-Lösung ausgeglichen,

Abb. 4: Verlaufskurve des BE in mmol/l mit und ohne Gabe von NaBic 8,4 %
Abb. 4: Verlaufskurve des BE in mmol/l mit und ohne Gabe von NaBic 8,4 %
Abb. 5: Verlaufskurve von Hämoglobin in g/dl
Abb. 5: Verlaufskurve von Hämoglobin in g/dl

was zu einem minimalen Anstieg der Natriumkonzentration führte. Die Entscheidung darüber traf der Perfusionist nach eigenem Ermessen. Abbildung 2 zeigt dies: Durch die Gabe von NaBic 8,4 % wurde kein signifikanter Unterschied in der Natriumkonzentration erzielt. Dies ist auf die Pufferwirkung des Bikarbonats in der Lösung zurückzuführen [18]. Eine Hyponatriämie kann durch die intravenöse Bolusgabe einer 3-prozentigen NaCl-Lösung oder durch Erhöhung der Diurese des Patienten behoben werden [10]. Durch die Normalisierung der Natriumkonzentration verkürzt sich der Krankenhausaufenthalt, und die Mortalität sinkt [4]. Die Korrektur sollte jedoch unter ständiger Kontrolle der Blutgase durchgeführt werden, um eine CO2-Retention oder eine Überkorrektur zu vermeiden. Eine Gabe von einer 3-prozentigen NaCl-Lösung oder Na2+, um das Natrium anzuheben, fand in dieser Studie nicht statt, da durch die Diurese des Patienten der Natriumspiegel angehoben wurde und die Hyponatriämie sich spontan aufhob. Van Houte et al. untersuchten in ihrer Studie auch die Hyponatriämie nach Applikation der Custodiol®-Kardioplegie mit Berücksichtigung der Osmolalität. Die Osmolalität stieg leicht an, da die Custodiol®-Kardioplegie hyperosmolar ist (310 mOsm/kg) und es sich damit um eine isotonische Hyponatriämie handelt [19]. Anders als bei einer hypotonischen Hyponatriämie, wäre die Behandlung einer isotonischen Hyponatriämie mit hypertonischen Lösungen mit negativen Folgen behaftet und sollte daher vermieden werden, um das Auftreten eines paradoxen hyperosmolaren Zustands zu verhindern [19].

Der BE betrug im Durchschnitt vor Beginn der Operation – 2,3 ± 1,99 mmol/l, fiel nach Applikation der Kardioplegie auf – 6,1 ± 2,23 mmol/l und stieg nach der Operation auf – 1,9 ± 1,97 mmol/l. Lindner et al. (2012) erzielten in ihrer Studie ähnliche Ergebnisse, mit einem BE von – 6 (Q1: – 7, Q3: – 5) (p < 0,01) nach Applikation der Bretschneider-Kardioplegie. Der Abfall des BE lässt sich durch die schnelle Applikation der bicarbonatfreien Custodiol®-Kardioplegie erklären. Diese führt innerhalb weniger Minuten zu einem schnellen Volumenanstieg beim Patienten, wodurch Bicarbonat verdünnt wird und es zu einer metabolischen Azidose kommt [15,19]. Ein signifikanter Unterschied im BE (p < 0,05) zwischen Patienten, welche NaBic 8,4 % erhielten und die, die es nicht erhielten konnte zum Zeitpunkt T4 festgestellt werden, vgl. Abbildung 4. Dies lässt sich durch die Pufferwirkung und die damit einhergehende pH-Regulation durch das 8,4 % NaBic erklären [19].

In der vorliegenden Untersuchung wurde nach der Applikation von circa ein bis zwei Litern Custodiol®-Kardioplegielösung ein signifikanter Abfall der durchschnittlichen Hämoglobinkonzentration im Vergleich zum präoperativen Ausgangswert festgestellt. Dieser Unterschied persistierte über den intraoperativen Verlauf hinaus und war auch zum Zeitpunkt der Ankunft auf der ITS (T5) statistisch signifikant niedriger. Ähnliche Ergebnisse wurden auch in den Studien von Emara et al. (2024) und Abdelmajeed et al. (2021) erzielt. Emara et al. erreichten in ihrer Studie einen präoperativen Hämoglobinwert von 14,6 ± 2,04 g/dl und einen postoperativen Hämoglobinwert von 10,4 ± 1,2 g/dl. Abdelmajeed et al. erzielten präoperative Hämoglobinwerte von 12,19 ± 1,651 g/dl und postoperative Hämoglobinwerte von 10,35 ± 0,843 g/dl [5]. Dieser Abfall des Hämoglobingehaltes lässt sich vor allem durch die Hämodilution bei der Aufnahme der EKZ sowie durch die Verabreichung der Custodiol®-Kardioplegie erklären. Der Anstieg der Hämoglo-

binkonzentration nach T2 ist auf die Diurese des Patienten oder den Einsatz von Erythrozytenkonzentraten zurückzuführen.

In dieser Studie konnte der ICDSC-Delir-Score keine signifikanten Änderungen zwischen dem OP-Tag und den Post-OP-Tagen aufzeigen (p > 0,05). Der GCS-Score zeigte hingegen einen signifikanten Unterschied zwischen dem OP-Tag und den Post-OP-Tagen (p < 0,05), jedoch nicht zwischen den Post-OP-Tagen (p > 0,05). Die Beobachtung eines niedrigen GCS-Scores am Operationstag kann durch den postoperativen Status der Patienten erklärt werden. Die verzögerte Extubation, die oft erst am späten Operationstag oder am Folgetag erfolgt, sowie die persistierenden Effekte der Narkosemittel können die Gestik und Mimik der Patienten limitieren und somit zu einem niedrigeren GCS-Wert führen. Im Kontext der Literatur zum postoperativen Delir untersuchten Shirvani et al. (2022) 90 Patienten nach ACVB mittels der Neecham Confusion Scale. Das Kollektiv umfasste 43 Patienten in der Delirium-Gruppe und 47 Patienten in der Nicht-Delirium-Gruppe. Die Autoren kamen zu dem Ergebnis, dass postoperativ ein niedriger pH-Wert, eine niedrige Kaliumkonzentration und ein niedriger BE mit der Entwicklung eines Deliriums assoziiert waren. Hinsichtlich der Natriumkonzentration zeigte die Delirium-Gruppe zwar numerisch höhere Werte im Vergleich zur Nicht-Delirium-Gruppe, dieser Unterschied erreichte jedoch keine statistische Signifikanz (143,15 ± 3,83 mEq/l vs. 140,96 ± 6,26 mEq/l, p = 0,25). Zudem sind ein höheres Alter und eine längere Beatmungszeit Prädiktoren für ein Delirium [16]. Othman et al. (2024) kamen in ihrer Studie zu dem Ergebnis, dass neben dem höheren Alter auch eine längere Aortenabklemmzeit Prädiktoren für ein Delirium sein können [17].

Limitation

Die vorliegende Analyse unterliegt verschiedenen Limitationen. Aufgrund des retrospektiven Studiendesigns war es nicht möglich, die exakten Zeitpunkte der Applikation von NaBic 8,4 % oder die Verabreichung von Erythrozytenkonzentraten präzise zu dokumentieren. Dies könnte eine konfundierende Variable in der Interpretation der hämatologischen und Säure-Basen-Parameter darstellen. Des Weiteren ist nicht auszuschließen, dass Messschwankungen der erfassten Laborparameter durch gerätespezifische Kalibrationsabweichungen der Blutgasanalysegeräte bedingt waren. Eine weitere methodische Einschränkung betrifft die Erfassung des neurologischen Outcomes: Die Erhebung des ICDSC-Scores erfolgte nicht kontinuierlich, was zu einer reduzierten Datenmenge und einer potenziell erhöhten Datenstreuung in der Analyse des Delir-Outcomes führte.

Schlussfolgerung

Die vorliegende Studie untersuchte die Auswirkungen der Custodiol®-Kardioplegie auf den systemischen Kreislauf und den Metabolismus der Patienten. Die Applikation der Kardioplegie führte zu einem signifikanten Abfall der Natriumkonzentration, des Hämoglobingehalts sowie des BE. Trotz der induzierten kurzzeitigen Hyponatriämie traten in dieser Patientenpopulation keine neurologischen Komplikationen wie beispielsweise ein Delirium auf, basierend auf den erhobenen ICDSC- und GCS-Scores. Diese Ergebnisse legen nahe, dass der Einsatz der Custodiol®-Kardioplegie im Rahmen der untersuchten Prozeduren als sicher und effektiv beurteilt werden kann.

Transparenzhinweis

Zur Korrektur der Rechtschreibung und Grammatik wurde die Online-Schreibsoftware DeepL Write verwendet.

Interessenkonflikt

Die Autoren erklären, dass keine Interessenskonflikte bestehen.

Kurzer Wissenschaftlicher Lebenslauf

Nikolas Misevski ist seit September 2024 als Perfusionist am Universitätsklinikum Heidelberg tätig. Er vollendete sein Bachelorstudium Medizintechnik – Klinische Technologien (B. Sc.) und in diesem Jahr auch sein Masterstudium Technical Physician (M. Sc.) an der Hochschule Furtwangen.

Danksagung

Vielen Dank an alle Autoren und Mitwirkenden, die maßgeblich zur Veröffentlichung dieser wissenschaftlichen Arbeit beigetragen haben.

Literatur

Literatur

  1. Lück, S.: Intraoperative Myokardprotektion mittels Bretschneider-Kardioplegie. Ein Update. Kardiotechnik, 2016.
  2. Ghiragosian, C. et al.: Theoretical and Practical Aspects in the Use of Bretschneider Cardioplegia. Journal of Cardiovascular Development and Disease, 2022, 9, 178.
  3. Mujtaba, B. et al.: Hyponatremia in Postoperative Patients. Gen Med (Los Angel) 2016 4: 224.
  4. Schwarz, C. et al.: Konsensusempfehlungen zur Diagnose und Therapie der Hyponatriämie der Österreichischen Gesellschaft für Nephrologie 2024. Wiener klinische Wochenschrift (2024), 136 (Suppl 1): S. 1 – S33
  5. Abdelmajeed, A.M. et al.: Custodiol versus extracellular crystalloid cardioplegie in mitral valve replacement in patients with low ejection fraction. The Egyptian Journal of Surgery (2021) 40: 375 – 379
  6. o.A.: Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels. Custodiol® Kardioplegische Lösung/Organkonservierung, 2020.
  7. Matzelle, S. J. et al.: Minimally Invasive Mitral Valve Surgery using Single Dose Antegrade Custodiol Cardioplegia. Heart, Lung and Circulation (2014) 23: 863 – 868
  8. Mehrabanian, M. J. et al.: Clinical Outcomes and Electrolyte Balance Factors in Complex Cardiac Operations in Adults; Del Nido®Versus Custodiol® Cardioplegia Solutions: A Randomized Controlled Clinical Trial. Iran Red Crescent Med J. (2018) 20(4)
  9. Stelfox, H. T. et al.: Characterization of intensive care unit acquired hyponatremia and hypernatremia following cardiac surgery. Canadian Journal of Anesthesiologists 2010. 57: 650 – 658
  10. Adrogué, H. J. et al.: Diagnosis and Management of Hyponatremia. JAMA. 2022: 328(3): 280 – 291 doi:10.1001/jama.2022.11176
  11. Crestanello J. A. et al.: Does preoperative hyponatremia potentiate the effects of left ventricular dysfunction on mortality after cardiac surgery? The Journal of Thoracic and Cardiovascular Surgery, 2013: 145(6): 1589 – 1594
  12. Sahay, Manisha; Sahay, Rakesh.: Hyponatremia: A practical approach. Indian Journal of Endocrinology and Metabolism, 2014: 18(6): 760 – 771
  13. Leong, X. F. et al.: Sodium Abnormalities in Cardiac Surgery With Cardiopulmonary Bypass in Adults: A narrative Review. Journal of Cardiothoracic And Vascular Anesthesia 35 (2021) 3374 – 3384
  14. Emara, A. S. et al.: Clinical Outcomes of the Use of Custodiol versus Warm Blood Cardioplegia during Coronay Artery Bypass Grafting in Patients with Significant Left Main Coronary Artery Disease. The Egyptian Cardiothoracic Surgeon, 2024: 6(4): 77 – 86
  15. Lindner, G. et al.: Acute hyponatremia after cardioplegia by histidine-tryptophaneketoglutarate – a retrospective study. Journal of Cardiothoracic Surgery, 2012, 7:52
  16. Shirvani, F., Sedighi, M., Shahzamani, M.: Metabolic disturbance affects postoperative cognitive function in patients undergoing cardiopulmonary bypass. Neurological Sciences, 2022, 43: 667 – 672
  17. Othman, S. M. A. et al.: Identification of early delirium and its outcomes after cardiopulmonary bypass among adult patients with cardiovascular disease: a prospective observational study. Indian Journal of Thoracic and Cardiovascular Surgery, 2024, 40(2): 151 – 158
  18. o.A. Fachinformation: Natriumhydrogencarbonat 8,4 % B. Braun Infusionslösung, 2014.
  19. Van Houte, J. et al.: Acute isotonic hyponatremia after single dose histidine-tryptophanketoglutarate cardioplegia: an observational study. Perfusion, 2021, Vol 36(5) 440 – 446

Das Fachwissensquiz Mai ’26 ist online!

Das Fachwissensquiz von Mai ’26 zum Thema „Fragen aus der klinischen Routine (Teil 1)“ ist online!

Jeden ersten Montag im Monat bietet dir die DGPTM die Gelegenheit, dein Fachwissen auf den Prüfstand zu stellen und aufzufrischen.

Für jedes absolvierte Quiz erhältst du einen halben Punkt zur EBCP-Akkreditierung. Mit regelmäßiger Teilnahme kannst du so bis zu sechs Punkte im Jahr erreichen. Achtung: Hierfür musst Du eingeloggt sein! Den Fortbildungsnachweis findest Du im Mitgliederbereich.

Das DGPTM-Fachquiz ist mehr als nur ein Wissenstest – es ist deine spannende Chance zur Fortbildung.

Viel Freude beim Rätseln!

Das Fachwissensquiz April ’26 ist online!

Das Fachwissensquiz von April ’26 zum Thema „Left Ventricular Assist Device Teil II“ ist online!

Jeden ersten Montag im Monat bietet dir die DGPTM die Gelegenheit, dein Fachwissen auf den Prüfstand zu stellen und aufzufrischen.

Für jedes absolvierte Quiz erhältst du einen halben Punkt zur EBCP-Akkreditierung. Mit regelmäßiger Teilnahme kannst du so bis zu sechs Punkte im Jahr erreichen. Achtung: Hierfür musst Du eingeloggt sein! Den Fortbildungsnachweis findest Du im Mitgliederbereich.

Das DGPTM-Fachquiz ist mehr als nur ein Wissenstest – es ist deine spannende Chance zur Fortbildung.

Viel Freude beim Rätseln!

Das Fachwissensquiz März ’26 ist online!

Das Fachwissensquiz von März ’26 zum Thema „Left Ventricular Assist Device Teil I (Teil 1)“ ist online!

Jeden ersten Montag im Monat bietet dir die DGPTM die Gelegenheit, dein Fachwissen auf den Prüfstand zu stellen und aufzufrischen.

Für jedes absolvierte Quiz erhältst du einen halben Punkt zur EBCP-Akkreditierung. Mit regelmäßiger Teilnahme kannst du so bis zu sechs Punkte im Jahr erreichen. Achtung: Hierfür musst Du eingeloggt sein! Den Fortbildungsnachweis findest Du im Mitgliederbereich.

Das DGPTM-Fachquiz ist mehr als nur ein Wissenstest – es ist deine spannende Chance zur Fortbildung.

Viel Freude beim Rätseln!

Das Fachwissensquiz Februar ’26 ist online!

Das Fachwissensquiz von Februar ’26 zum Thema „Künstliche Intelligenz in der Perfusiologie (Teil 2)“ ist online!

Jeden ersten Montag im Monat bietet dir die DGPTM die Gelegenheit, dein Fachwissen auf den Prüfstand zu stellen und aufzufrischen.

Für jedes absolvierte Quiz erhältst du einen halben Punkt zur EBCP-Akkreditierung. Mit regelmäßiger Teilnahme kannst du so bis zu sechs Punkte im Jahr erreichen. Achtung: Hierfür musst Du eingeloggt sein! Den Fortbildungsnachweis findest Du im Mitgliederbereich.

Das DGPTM-Fachquiz ist mehr als nur ein Wissenstest – es ist deine spannende Chance zur Fortbildung.

Viel Freude beim Rätseln!

Das Fachwissensquiz Januar ’26 ist online!

Das Fachwissensquiz von Januar ’26 zum Thema „Künstliche Intelligenz in der Perfusiologie (Teil 1)“ ist online!

Jeden ersten Montag im Monat bietet dir die DGPTM die Gelegenheit, dein Fachwissen auf den Prüfstand zu stellen und aufzufrischen.

Für jedes absolvierte Quiz erhältst du einen halben Punkt zur EBCP-Akkreditierung. Mit regelmäßiger Teilnahme kannst du so bis zu sechs Punkte im Jahr erreichen. Achtung: Hierfür musst Du eingeloggt sein! Den Fortbildungsnachweis findest Du im Mitgliederbereich.

Das DGPTM-Fachquiz ist mehr als nur ein Wissenstest – es ist deine spannende Chance zur Fortbildung.

Viel Freude beim Rätseln!

Bitte im Mitgliederbereich einloggen – es gibt Neuigkeiten für euch

Daten aktualisieren

Im geschützten Mitgliederbereich könnt ihr ab sofort eure persönlichen Angaben prüfen und aktualisieren. Bitte schaut nach, ob Adresse, E-Mail und weitere Kontaktdaten noch stimmen und ergänzt bei Bedarf eure akademischen Titel, damit wir euch künftig korrekt ansprechen können.

Gehaltsumfrage

Außerdem läuft weiterhin unsere Gehaltsumfrage. Eure Teilnahme hilft, ein realistisches Bild der beruflichen Situation in unserer Berufsgruppe zu zeichnen und Argumentationsgrundlagen gegenüber Kliniken, Politik und Öffentlichkeit zu stärken. Die Umfrage ist anonym und in sehr kurzer Zeit erledigt.

EFN-Barcodes herunterladen

Auf Wunsch könnt ihr euch im Mitgliederbereich auch eure persönlichen EFN-Barcodes anzeigen lassen und ausdrucken. So habt ihr sie für Fortbildungen und Zertifikate jederzeit griffbereit.

Wir freuen uns, wenn ihr euch kurz einloggt, eure Daten auf den neuesten Stand bringt und die Angebote im Mitgliederbereich nutzt.

Preisträger Jahrestagung 2025 und Jubilare der DGPTM

Herzlichen Glückwunsch an die Jubilare der DGPTM und an alle, die einen Preis erhalten haben. Ein ebenfalls großer Dank richtet sich an die Sponsoren der Preise.

Eine Übersicht zu den Abstracts der prämierten Arbeiten befindet sich am Ende des Artikels.

 

Tagungspreis 2025 der DGPTM (Sponsor: free life medical GmbH)

Preisträger: Nicola Kwapil, Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz

Auf dem Foto sind von links nach rechts: Sebastian Tiedge, Nicola Kwapil, Rigobert Schnur (von free life) und PD Dr. Alexander Horke

 

DGTHG-Preis Fokustagung Herz 2025 (Sponsor: Dr. Franz Köhler Chemie GmbH)

Preisträgerin: Dr. Claudia Arenz, Universitätsklinikum Bonn

Auf dem Foto sind von links nach rechts: Sebastian Tiedge, Dr. Claudia Arenz, PD Dr. Alexander Horke und Dr. Stefan Fritz (von Köhler Chemie)

 

Nachwuchsförderpreis der Jungen Foren (Sponsor: Dr. Franz Köhler Chemie GmbH)

Preisträgerin: Gloria Nulchis, Universitätsklinikum Tübingen

Auf dem Foto sind von links nach rechts: Sebastian Tiedge, Gloria Nulchis, PD Dr. Alexander Horke und Dr. Stefan Fritz (von Köhler Chemie)

 

Innovationspreis (Sponsor: Eurosets GmbH Deutschland)

Preisträger: Nicola Kwapil, Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz

Auf dem Foto sind von links nach rechts: Sebastian Tiedge, Nicola Kwapil, Martin Schmidthöfer (von Eurosets), PD Dr. Frank Münch, PD Dr. Alexander Horke

 

Förderpreise (Sponsor: Terumo Deutschland GmbH)

A: bestbewerteter Originalbeitrag

Preisträger: Simon Mayer, Herzzentrum Klinikum Stuttgart

Auf dem Foto von links nach rechts: Dr. Lars Saemann, Simon Mayer und Tilo Barth (von Terumo)

B: beste Erstveröffentlichung

Preisträger: Lukas Fiebig, Hochschule Furtwangen

Auf dem Foto von links nach rechts: Dr. Lars Saemann, Lukas Fiebig und Tilo Barth (von Terumo)

 

Preisträger zum Josef Güttler Stipendium

Preisträger: Jhonathan Torres Mosquera, Universitätsklinikum Magdeburg

Auf dem Foto mit PD Dr. Frank Münch

 

 

Hier die Jubilare aus diesem Jahr, jeweils mit PD Dr. Frank Münch

50 jähriges: Jürgen Witt

40 jähriges: Stefan Kasseckert, Albert Dick

25 jähriges: Olaf Sillmann (Foto anbei), Holger Schulze Schleithoff, Mathias Opitz (Foto anbei), Joachim Naumann (Foto anbei), Frank-Oliver Große (Foto anbei), Markus Fischer, Andreas Behrendt, Johannes Amberger

 

 

Übersicht zu den Abstracts der prämierten Arbeiten

Tagungspreis 2025 der DGPTM

A-168Kompakter ECMO-Trolley – ein Transportsystem für alle MaterialienNicola Kwapil
(Universitätsmedizin Mainz) (DGPTM)

 

DGTHG-Preis Fokustagung Herz 2025

A-158Pulmonalklappendilatation bei frühsymptomatischer Fallot-Tetralogie: Erste palliative Maßnahme und Einfluß ballonbedingter Klappeneinrisse auf die chirurgische StrategieDr. Claudia Arenz (Universitätsklinikum Bonn) (DGTHG)

 

Nachwuchsförderpreis der Jungen Foren

A-174Über die allometrischen Interaktionen der fraktalen Eigenschaften des kardiovaskulären Gefäßsystems und dem Hagen-Poiseuille’schen Gesetz. Erkenntnisse aus einem mathematischen Modell und der Simulaiton per Computational Fluid Dynamics für Bypässe.Gloria Nulchis
(Universitätsklinikum Tübingen)

 

Innovationspreis

A-167Kinder ECMO Fahrtrage 2.0 – eine standardisierte Lösung für DeutschlandNicola Kwapil
(Universitätsmedizin Mainz) (DGPTM)

 

 

Credits der Fotos:

DGPTM/Klindtworth

Der „Maschinist“ im Saal. Die Arbeit von Perfusionist:innen (Zeitungsartikel)

Im Operationssaal gibt es eine Berufsgruppe, die nie direkt am OP-Tisch stehen und doch überlebenswichtig in ihrer Tätigkeit sind: die Perfusionist:innen. Während das Operationsteam am Herzen arbeitet, steuern sie die Herz-Lungen-Maschine, überwachen Blutfluss, Sauerstoffsättigung und zahlreiche Laborwerte und sorgen dafür, dass der Körper des Patienten auch dann optimal versorgt bleibt, wenn Herz und Lunge vorübergehend stillstehen. Ihre Arbeit verbindet hochpräzise Medizin mit komplexer Medizintechnik – entscheidend dafür, dass solche Eingriffe überhaupt möglich sind.

Zeitungsartikel Donaukurier Geschichte aus dem OP Saal

Willkommen zur neuen Webseite

Nach über einem ¾ Jahr der Planung, intensiven Meetings, Codierung und Schreibarbeit ist am 13.01.2025 ist unsere neue Website live gegangen und wir sind stolz, hier ein neues Zuhause für unsere Mitglieder geschaffen zu haben. Zukünftig soll sie zur zentralen Plattform des Austauschs in unserer Community werden. Dafür arbeiten wir im Hintergrund an spannenden Erweiterungen.

Ein Highlight wird ein eigener „News“-Bereich sein, der euch stets über aktuelle Entwicklungen rund um Perfusion und technische Medizin informiert. Schaut regelmäßig vorbei und bringt euch ein – wir freuen uns auf eure Anregungen!

Anmeldung

Bitte verwenden Sie eine der E-Mail-Adressen, die in Ihrem Mitgliedskonto hinterlegt sind. Bei Problemen hilft die Geschäftsstelle: geschaeftsstelle@dgptm.de

oder
Achtung: Mehrfache Anforderungen beschleunigen die Mailzustellung nicht. Ein Login mit Microsoft funktioniert nur, wenn die Microsoft-Email der hinterlegten E-Mail Adresse entspricht.
Als Mitglied der DGPTM können Sie sich mit der bei uns hinterlegten Mailadresse oder Ihrem Benutzernamen ganz einfach mit einem Einmalpasswort einloggen. Dieses bekommen Sie per Mail geschickt. Sie werden danach direkt in den Internen Bereich geleitet.
Ihr Benutzername besteht aus den ersten beiden Buchstaben Ihres Vornamens und Ihrem Nachname (ä=ae ect).