11.Vorstandssitzung der DGPTM 2025
Dienstag, den 21.10.2025, 18:30-19:45 Uhr, online Teilnehmer:innen: PD Dr. Frank Münch, Jasper Heller, Sebastian Melzer, Simon Mayer, Dr. Marcus Hermann, Michael Baumgärtner, Sabine Lange, Madeleine Noack
TOP 1 | Organisatorisches
Der Präsident der DGPTM, Dr. F. Münch, eröffnete die Sitzung und begrüßte die Anwesenden.
Das Protokoll der vorherigen Sitzung wurde thematisiert. Zukünftig wird ein Abstimmungs-Tool für eine vereinfachte digitale Freigabe genutzt.
Bezüglich der Buchhaltung wurde der aktuelle Stand des Jahresabschlusses 2024 vorgestellt. Die Kassenprüfung wird derzeit organisiert. Der Vorstand besprach den Zeitplan für die finalen Abstimmungen mit dem Steuerberater.
Anschließend wurde die interne IT-Struktur sowie die langfristige Planung von Softwarelizenzen und Hardware-Be-schaffungen, auch im Hinblick auf die Neubesetzung des Managing Editors des Journals Die Perfusiologie, erörtert.
F. Münch berichtete über signifikante Fortschritte im Zusammenhang mit der Einheitlichen Fortbildungsnummer (EFN). Das System wird es Mitgliedern zukünftig ermöglichen, Fortbildungspunkte automatisch über die DGPTM zu erfassen. Dieser Prozess wird formal in der Geschäftsordnung verankert.
TOP 2 | Öffentlichkeitsarbeit DGPTM
Der Vorstand beriet über die Neubesetzung des Managing Editors Die Perfusiologie/Öffentlichkeitsarbeit. Die finalen Auswahlgespräche sind terminiert. Der Übergabeprozess für die Redaktion wurde besprochen, um die Kontinuität der Zeitschrift zu gewährleisten und die Arbeitslast im Übergang abzusichern. Das neue News-Tool auf der Website ist technisch umgesetzt und wird nach der Befüllung mit Inhalten in kürze Live geschaltet.
Die Berichte der Arbeitsgruppen (AGs) für den Newsletter liegen vor. Die AG-News werden in einem separaten Newsletter Anfang November veröffentlicht.
Zudem wurden die Vorbereitungen für die Präsentationen der Abteilungsleitersitzung und der Mitgliederversammlung (MVV) getroffen.
TOP 3 | Jahrestagung 2025 Leipzig
Die Vorbereitungen für die Jahrestagung laufen planmäßig. Eine Präsentation des Vorstands wird während der Tagung auf einem Monitor gezeigt. Die Organisation des Tagungsfotografen wurde bestätigt.
Der aktuelle Status der Workshop-Anmeldungen wurde besprochen. Die technische Umsetzung der Online-Buchungen wird finalisiert, um allen Teilnehmern eine reibungslose Registrierung zu ermöglichen.
Die Anwesenheit des Medtronic Trucks wurde bestätigt.
Die Tagesordnung der Mitgliedervollversammlung (MVV), einschließlich der Neuwahl des Schatzmeisters, wurde finalisiert. Da S. Melzer sein Amt niederlegt, stellt sich M. Hermann zur Wahl. S. Melzer rückt auf eine Beisitzer-Position. Die technischen Abläufe und die Präsentationen für die MVV sind vorbereitet.
TOP 4 | Verschiedenes
Der Vorstand berichtete von dem Treffen der AG ECMO am 20.10.2025. Die AG wird neu aufgestellt, um in Leipzig neue Mitglieder zu gewinnen. Kati Obermüller (LMU) und Karsten Osterkamp (Koblenz) werden als neue Sprecher der AG fungieren und auf der Website bekannt gegeben.
Die spezifischen Aufgaben und die Präsenz des Vorstands während des Kongresses werden in der Vorstandssitzung in Leipzig final besprochen, um eine gezielte Mitgliederansprache zu gewährleisten.
Kollegiale Grüße,
Frank Münch, Präsident der DGPTM Simon Mayer, Schriftführer
12.Vorstandssitzung der DGPTM 2025
Donnerstag, den 13.11.2025, 14:00–18:00 Uhr Teilnehmer:innen: PD Dr. Frank Münch, Jasper Heller, Simon Mayer, Christian Klüß (online), Dr. Marcus Hermann, Michael Baumgärtner
TOP 1 | Organisatorisches
Der Vorstand hat ein vereinfachtes Verfahren zur Protokollfreigabe beschlossen. Zukünftig wird das Protokoll nach Erstellung den Vorstandsmitgliedern zur Prüfung vorgelegt. Es gilt eine Widerspruchsfrist von vier Tagen. Erfolgt innerhalb dieses Zeitraums keine Rückmeldung, gilt das Protokoll als genehmigt. Dies dient der Beschleunigung interner Prozesse und der zeitnahen Veröffentlichung relevanter Informationen. Die Termine für die Vorstandssitzungen im Jahr 2026 wurden bestätigt; die vier Präsenztermine werden in Leipzig stattfinden. Der Vorstand informierte über den Umzug der Geschäftsstelle innerhalb der Stadt Leipzig. Es werden nach heutigem Stand neue, zentral gelegene Räumlichkeiten im „Musikerviertel“ (Riemenstraße) angemietet. Diese bieten neben den Büros für die Mitarbeiterinnen auch Kapazitäten für Sitzungen und Gremienarbeit.
Das nächste Abteilungsleitenden-Treffen wird im Juni 2027 stattfinden. Termin und Ort werden Anfang 2026 bekannt gegeben.
Die finanzielle Situation der Gesellschaft wurde erörtert. Aufgrund gestiegener Kosten für Veranstaltungen und IT-Infrastruktur sowie notwendiger Investitionen sind die Liquiditätsmittel derzeit gebunden. Der Vorstand arbeitet an einer Optimierung der Kostentransparenz und einer detaillierten Projektkostenrechnung, um die Wirtschaftlichkeit einzelner Bereiche (z. B. Veranstaltungen) noch genauer steuern zu können. Der Jahresabschluss 2024 wird in Zusammenarbeit mit dem Steuerberater zeitnah finalisiert.
In diesem Zusammenhang wurde das erweitere Leistungsangebot der DGPTM für den Fachbereich und die Mitglieder besprochen. Für Mitglieder gibt es eine kostenlose eigenständige Fachzeitschrift, Rechtsberatung, EFN-Punkte, Geschäftsstelle und Kongressmanagement sowie den Ausbau der digitalen Angebote. Im nationalen und internationalen Vergleich sowie bezogen auf die Größe unserer medizinischen Fachgesellschaft sind wir zukunftsweisend aufgestellt. Diese modernen Möglichkeiten bieten die Chance zur Verbesserung der Kommunikation und Informationsvermittlung.
Prof. Dr. Christian Heim (Bayreuth) wurde von der DGTHG als Tagungspräsident für die Jahrestagung 2027 nominiert. Die Nominierung des/r Tagungspräsident:in seitens der DGPTM erfolgt in der Vorstandssitzung im Mai 2026.
TOP 2 | Zuständigkeitszugänge IT-Struktur
Website und Inhalte: Die Pflege und Aktualisierung der Website werden weiterhin durch das interne Web-Team (Sebastian Melzer, Michael Baumgärtner und Jasper Heller) sichergestellt. Prof. Sven Maier wird zukünftig auf der Website als übergeordneter Ansprechpartner für alle perfusiologischen Belange an der HFU als neuer Kontakt eingepflegt.
Timeline-Projekt: Ein neues Highlight auf der Website ist die historische „Timeline“, die die Geschichte der DGPTM und der Kardiotechnik visuell aufbereitet. Dieses Projekt soll weiter ausgebaut werden, indem historische Dokumente (z. B. Gründungsprotokolle, erste Zeitschriftenausgaben) und Medien interaktiv eingebunden werden, um die Historie der Fachgesellschaft lebendig darzustellen. Hier erhoffen wir uns viele Anregungen unserer Mitglieder.
TOP 3 | Öffentlichkeitsarbeit DGPTM
Personelle Verstärkung: Der Vorstand freut sich, die Einstellung von Frau Antje-Kristin Mosig bekannt zu geben. Sie wird ab dem 5. Januar 2026 die Geschäftsstelle verstärken. Frau Mosig verfügt über einen Bachelor-Abschluss in Buch- und Medienproduktion und einen Master-Abschluss in Medienmanagement sowie umfangreiche Erfahrung in den Bereichen Lektorat, Mediendesign und Hochschuldidaktik. Sie wird primär die Aufgaben als „Managing Editor“ für die Fachzeitschrift Die Perfusiologie übernehmen sowie die Bereiche Öffentlichkeitsarbeit und Website betreuen. Damit werden diese wichtigen Aufgabenbereiche zukünftig intern in der Geschäftsstelle gebündelt. Stellenanzeigen: Der Vorstand wies darauf hin, dass die DGPTM auf ihrer Website eine hochfrequentierte Plattform für Stellenanzeigen bietet. Die Konditionen für Kliniken und Firmen sind im Vergleich zu großen kommerziellen Portalen sehr attraktiv und zielgruppenspezifisch. Mitglieder und Abteilungsleitungen sind eingeladen, offene Stellen aktiv über die Fachgesellschaft auszuschreiben.
TOP 4 | Jahrestagung 2025 Leipzig
Die organisatorischen Vorbereitungen für die Jahrestagung 2025 sind abgeschlossen. Für die Mitgliedervollversammlung (MVV) wurde ein hybrides Abstimmungsverfahren festgelegt, das sowohl den Präsenzteilnehmer:innen als auch online zugeschalteten Mitgliedern eine rechtssichere Stimmenabgabe ermöglicht. Als Ehrengast wird der Präsident der amerikanischen Partnergesellschaft AmSECT Scott Snider erwartet.
Vorstandssitzung mit Gästen
Gäste: Alexander Knappe, Sebastian Tiedge, Prof. Sven Maier, Jan Turra, Mirko Kaluza
TOP 5 | AG Kinder- und Säuglingsperfusion
Sebastian Tiedge berichtete über die erfolgreiche Arbeit der AG. Das Netzwerk umfasst mittlerweile 19 von 22 deutschen Zentren und wurde auf Österreich und die Schweiz ausgeweitet. Für 2026 ist ein erstes Treffen in Bern geplant. Ein wichtiges Anliegen der AG ist die Etablierung von Hybrid-Sitzungen, um auch Mitgliedern, die dienstlich gebunden sind, die Teilnahme an den Treffen zu ermöglichen. Der Vorstand prüft technische Lösungen zur Umsetzung.
TOP 6 | AG Tutoring
Alexander Knappe informierte über den sehr guten Start der Webinar-Reihe für Tutoren, die auf großes Interesse stieß. Die Teilnehmerzahlen werden evaluiert und veröffentlicht. Ein wichtiges Thema ist die Vergabe von Praxissemesterplätzen für Studierende. Um die Transparenz zu erhöhen, soll ein „Ampelsystem“ eingeführt werden, das anzeigt, welche Kliniken aktuell freie Kapazitäten für Praktikanten haben.
TOP 7 | AG Ex-vivo-Organperfusion
Prof. Sven Maier stellte die Aktivitäten der neuen, interdisziplinär besetzten Arbeitsgemeinschaft vor. Ziel ist die Erstellung eines standardisierten Ausbildungsmoduls für die Ex-vivo-Perfusion aller Organe (Herz, Lunge, Leber, Niere). Es besteht eine enge Abstimmung mit der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO). Ein erstes Ausbildungskonzept soll bis April erarbeitet werden. Mittelfristig sind zertifizierte Kurse an verschiedenen Standorten geplant. Die AG sieht in der zunehmenden Bedeutung von „Organ Care Centern“ eine wichtige Chance zur Weiterentwicklung des Berufsbildes.
TOP 8 | AG Hypothermie
Mirko Kaluza berichtete über die aktuelle Situation bei Hypothermie-Geräten (Geräteverfügbarkeit, Hygiene). Aufgrund aktueller Publikationen zum Thema Hygiene (Aerosolisierung) plant die AG eine Umfrage unter den Kliniken, um Daten zum Status quo, zur Keimbelastung und zu den verwendeten Hygienemaßnahmen zu erheben. Der Vorstand unterstützt dieses Vorhaben, um eine valide Datenbasis für Empfehlungen zu erhalten. Positiv vermerkt wurde, dass mit Prof. Udo Boeken ein fester Ansprechpartner bei der DGTHG für dieses Thema benannt wurde.
TOP 9 | Quiz
Jan Turra und Morten Grünberg haben 2025 das Quiz übernommen und werden dies weiter ausbauen. Um das zu unterstützen, werden alle Arbeitsgruppen der DGPTM aufgerufen, Fachfragen aus ihren jeweiligen Gebieten beizusteuern, um ein abwechslungsreiches Programm zu gestalten.
Kollegiale Grüße,
Frank Münch, Präsident der DGPTM Simon Mayer, Schriftführer
Jubilare
25 Jahre Mitglied in der DGPTM (ehemals DGfK) sind Olaf Sillmann, Holger Schulze Schleithoff, Mathias Opitz, Joachim Naumann, Frank-Oliver Große, Markus Fischer, Andreas Behrendt, Johannes Amberger.
40 Jahre sind Stefan Kasseckert und Albert Dick bereits Mitglieder in der DGPTM (ehemals DGfK).
Ganze 50 Jahre Mitglied in der DGPTM (ehemals DGfK) ist Jürgen Witt.
Auch konnte eine weitere Ehrenmitgliedschaft ausgesprochen werden. Diese ging an Dr. rer. medic. Frank Merkle (Leiter Akademie für Kardiotechnik, Berlin) und wurde von Sebastian Melzer überreicht.
Für ihre langjährige Treue und die Unterstützung des Verbandes bedankt sich der Vorstand der DGPTM recht herzlich – mit den besten Wünschen
Dr. Frank Münch, Präsident DGPTM
Abbildungen: jeweils PD Dr. Frank Münch mit Mathias Optiz, Frank-Oliver Große, Olaf Sillmann und Joachim Naumann
Quelle: ©️DGPTM – Klindtworth
Von links: Gerd Haimerl (ebenfalls Ehrenmitglied der DGPTM), Dr. rer. medic. Frank Merkle, Sebastian Melzer und Dieter Lorenz (ebenfalls Ehrenmitglied der DGPTM)
Quelle: ©️DGPTM – Klindtworth
Josef Güttler Stipendium 2025
Als wissenschaftliche Fachgesellschaft fördert die DGPTM Studierende im Bereich Perfusiologie und technische Medizin. Ziel ist die wissenschaftlich-akademische Nachwuchsförderung durch studien- und projektbezogene Mittel. Die Förderungen beziehen sich auf Studien-, Bachelor- und Masterarbeiten, die Themen der Perfusiologie und technischen Medizin behandeln. Das Stipendium umfasst eine finanzielle Zuwendung in Höhe von 200 EUR pro Monat bei einer maximalen Förderungsdauer von 36 Monaten.
Ihre aussagekräftige Bewerbung senden Sie bitte bis 30.04.2026 an: stipendium@dgptm.de
2025 konnte das Josef Güttler Stipendium an Jhonathan Torres Mosquera, Universitätsklinikum Magdeburg, überreicht werden.

Wir gratulieren recht herzlich!
Förderpreise
Diese Auszeichnungen sollen Perfusionist:innen einen zusätzlichen Anreiz geben, Originalarbeiten einzureichen, aber auch besonders Erstautor:innen auf dem Weg unterstützen, regelmäßig Fachbeiträge in der Zeitschrift Die Perfusiologie zu veröffentlichen. Auch dieses Mal wurden die Förderpreise und damit die Autor:innen der vom Gutachterbeirat bewerteten besten Beiträge des Jahrgangs 2024 durch die Firma Terumo Deutschland GmbH unterstützt. Der Preis wurde von Tilo Barth überreicht. Die Bekanntgabe der Preisträger:innen fand im Rahmen der 54. Internationalen Jahrestagung der DGPTM statt. Das Preisgeld in Höhe von 800 und 500 Euro ging an folgende Perfusionist:innen:
Preis A für die beste Originalarbeit:
Als beste Originalarbeit wurde die Arbeit von Simon Mayer aus Stuttgart mit dem Titel „Relationship Between Low Oxygen Delivery During Extracorporeal Circulation and Postoperative Acute Kidney Injury after Minimally Invasive Cardiac Surgery“ bewertet, die in Die Perfusiologie 01 | 2024 veröffentlicht wurde.
Abb. 1: von links: Dr. Lars Saemann, Simon Mayer, Tilo Barth Quelle: ©️DGPTM – Klindtworth
Preis B für die beste Erstveröffentlichung:
Die Arbeit von Lukas Fiebig aus Erlangen mit dem Titel “Aktueller Stand der Kardioplegie-Anwendungen in deutschen Herzzentren: eine Ist-Stand-Analyse” wurde als beste Erstveröffentlichung bewertet. Sie wurde in Die Perfusiologie 03 | 2024 veröffentlicht.
Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner und vielen Dank für die Unterstützung und Förderung an die Firma Terumo, Eschborn!
Abb. 2: von links: Dr. Lars Saemann, Lukas Fiebig, Tilo Barth Quelle: ©️DGPTM – Klindtworth
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Prämierungen auf der 54. Internationalen Jahrestagung der DGPTM
Für die beiden besten Beiträge auf der Jahrestagung im Jahr 2025 gingen zu je 50 Prozent der Abstract und der Vortrag in die Wertung ein. Das Gutachterteam war paritätisch aus Ärzt:innen und Perfusionist:innen zusammengesetzt. Insgesamt bewerteten 62 Gutachter:innen die Abstracts und Präsentationen.
Es ergaben sich folgende Gewinner:
Der Preis der Fachgesellschaft DGPTM für das beste Abstract und den besten Vortrag ging an Nicola Kwapil, Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, mit seinem Beitrag „Kompakter ECMO-Trolley – ein Transportsystem für alle Materialien“. Dieser Preis wurde von der Firma free life Medical GmbH unterstützt.
Der DGTHG-Preis der Fokustagung 2025 wurde in diesem Jahr wieder von der Firma Dr. Franz Köhler Chemie GmbH gestiftet und ging an Dr. Claudia Arenz, Universitätsklinikum Bonn, mit „Pulmonalklappendilatation bei frühsymptomatischer Fallot-Tetralogie: erste palliative Maßnahme und Einfluss ballonbedingter Klappeneinrisse auf die chirurgische Strategie“. Der Preis für die beiden Tagungspreise betrug jeweils 1000 Euro.
Der Nachwuchsförderpreis für den bestbewerteten Beitrag als Kombination aus dem besten Abstract und Vortrag ging an Gloria Nulchis, Universitätsklinikum Tübingen, mit dem Vortrag „Über die allometrischen Interaktionen der fraktalen Eigenschaften des kardiovaskulären Gefäßsystems und das Hagen-Poiseuille’schen Gesetz. Erkenntnisse aus einem mathematischen Modell und der Simulation per Computational Fluid Dynamics für Bypässe“. Der Preis für die Gewinnerin betrug 500 Euro und wurde von der Firma Dr. Franz Köhler Chemie GmbH unterstützt.
Über den Innovationspreis will die DGPTM e. V. einen zusätzlichen Anreiz für Erfindergeist, Forschung und Innovation innerhalb des Fachgebietes schaffen. Durch die Vergabe dieses Preises sollen Perfusionisten:innen, Studierende sowie Forscher:innen und Entwickler:innen gewürdigt werden, die sich um das Fach Perfusiologie besonders verdient machen. Der Innovationspreis 2025 ging an Nicola Kwapil aus Mainz mit dem Vortrag „Kinder ECMO-Fahrtrage 2.0 – eine standardisierte Lösung für Deutschland“.
Der Preis betrug 1000 Euro und wurde durch die Firma Euro-sets GmbH Deutschland unterstützt.
Tutoring in der Perfusiologie – von der Tradition zur Profession
Die Ausbildung zum:r Perfusionist:in in Deutschland ist durch eine große Vielfalt an Themen geprägt und bewegt sich in einem Spannungsfeld, das die Perfusiologie seit ihren Anfängen begleitet: Der Diskussion zwischen akademischem Anspruch und handwerklicher Kompetenz [1]. Der entscheidende Maßstab für unser Fach ist jedoch die tägliche professionelle Patientenversorgung, wobei eine fundierte praktische Aus- und Weiterbildung neuer wie auch erfahrener Kolleg:innen unverzichtbar ist.
Perfusionist:innen übernehmen im Rahmen der Globaldelegation die eigenständige Durchführung der EKZ. Dabei handelt es sich um eine komplexe Aufgabe, die auf Basis verbindlicher innerklinischer Standard Operating Procedures (SOPs) geregelt ist [1]. Hier ergibt sich die Anforderung an die Ausbildung: Unabhängig vom beruflichen Hintergrund ist ein einheitlich hohes Kompetenzniveau sicherzustellen [2]. Tutoring dient hier der Absicherung der delegierten Verantwortungsbereiche und bildet damit das Fundament für eine sichere, nachhaltige und personenindividuelle Kompetenzentwicklung. Tutoring erfüllt damit die Forderung des aktuellen Expertenkonsens nach einer strukturierten klinischen Ausbildung [3].
Herausforderungen und Erkenntnisse
Die Rahmenbedingungen in den Kliniken haben sich in den letzten Jahren stark verändert. Der zunehmende Fachkräftemangel führt dazu, dass neu eingestelltes Personal einen intensiven Einarbeitungsbedarf mitbringt. Gleichzeitig steigen die Anforderungen, da spezialisierte Tätigkeiten zunehmend von einem größeren Teil des Teams abgedeckt werden müssen. Die Einsatzfähigkeit in den breiten Aufgabengebieten der Perfusiologie und Technischen Medizin ist entsprechend anspruchsvoll und kann nur durch eine qualitativ hochwertige, aber auch zeitintensive Einarbeitung erreicht werden [4]. Diesen Bedarf an festen Ansprechpartner:innen unterstrich die Tutoring-Webinarreihe 2025. Die Beiträge von Benjamin Haupt zu den unterschiedlichen Startvoraussetzungen sowie von Katrin Steger und Elrina Joubert-Huebner zur Verantwortungsübernahme zeigten deutlich: Anleitung funktioniert nicht automatisch und nebenbei, sondern braucht professionelle Strukturen.

Vom Projekt zum Standard
Mit dem Start des Projekts „Tutoring in der Ausbildung“ wurden 2025 erste Grundlagen geschaffen. Das Ziel ist nun, diese Basis konsequent auszubauen. Hierfür brauchen wir eine breite Beteiligung, idealerweise aus jeder Ausbildungsklinik. Nur durch den Austausch das Reviewen der einzelnen Konzepte können wir die praktische Ausbildung standardisieren und damit weiterentwickeln. Darum lädt die Tutoring-Gruppe alle dazu ein, sich einzubringen.
Dass sich der Aufbau verbindlicher Tutoring-Strukturen lohnt, beweist der klinische Alltag: Sie erweisen sich als effizient und wirksam. Eine strukturierte Anleitung fördert die frühzeitige und sichere Einsatzfähigkeit neuer Kolleg:innen und entlastet die Abteilungsleitungen durch systematisch reproduzierbare Ausbildungsqualität. Nicht zuletzt steigert dies die Attraktivität als Arbeitgeber für potenzielle neue Mitarbeitende.
Ausblick
Für das Jahr 2026 ist die Fortführung der Webinarreihe sowie der Ausbau der Projektwebsite vorgesehen, um Materialien wie Checklisten und Ausbildungshilfen zentral verfügbar zu machen. Eine einheitliche Plattform wird hier in den nächsten Monaten im internen Mitgliederbereich der DGPTM aufgebaut, um mit Musterstrukturen die Tutor:innen zu unterstützen. Ergänzend wird eine internationale Perspektive verfolgt. In Zusammenarbeit mit der amerikanischen Fachgesellschaft AmSECT ist für 2026 ein fachlicher Austausch geplant, um Einblicke in Ausbildungskonzepte aus anderen Ländern zu gewinnen.
Langfristig soll Tutoring als fester Bestandteil jeder Abteilung für Perfusiologie verankert werden. Dabei ist die formale Zertifizierung für Tutor:innen in Kooperation mit den Ausbildungsstätten das erklärte Ziel. Sie stellt einen wesentlichen Baustein zur Stärkung der Perfusiologie als eigenständige Profession dar [4]. Geben wir dem großen Engagement in den Kliniken eine verlässliche Struktur, damit die Einarbeitung nicht nur planbar ist, sondern zu einem motivierenden Start in unser faszinierendes Fachgebiet wird!
Alexander Knappe und Johannes Kuhle Leitung AG Tutoring
Literatur
- Gehron J, Münch F. Multiprofessionalität in der Herzmedizin: Perspektiven in der Perfusiologie und Technischen Medizin. Z Herz-Thorax-Gefäßchir 2025, 39. https://doi.org/10.1007/s00398-024-00685-8
- Münch F. Kompetenzen von Perfusionist:innen und Ausbildungsstrukturen in der Perfusiologie. Z Herz- Thorax- Gefäßchir 2025; 39, 118–124. https://doi.org/10.1007/s00398-024-00674-x
- Bauer A, Wahba A, Kunst G et al. EBCP Expert consensus statement on basic qualifications and competencies for clinical perfusionists in Europe developed in collaboration with EACTS and EACTAIC. Eur J Cardiothorac Surg 2025. https://doi.org/10.1093/ejcts/ezaf336
- Münch F, Klüß C, Haupt B et al. „Kompetenzen Perfusiologie und technische Medizin 2030“ – Positionspapier für zukünftige Anforderungen an das Profil eines/r Perfusionist:in. Die Perfusiologie 2024; 33, 3–8. https://doi.org/10.47624/dp.033.nzml473843
Liebe Leser:innen,
Ich freue mich sehr, seit Januar 2026 die Geschäftsstelle der DGPTM e. V. als Managing Editor der Zeitschrift „Die Perfusiologie“ sowie in der Öffentlichkeitsarbeit zu unterstützen und möchte mich an dieser Stelle kurz vorstellen.
Als bekennende Leseratte mit einer Begeisterung für das geschriebene Wort zog es mich nach der Schule in die Verlagswelt. Mit einer Ausbildung als Verlagsbuchhändlerin in Hamburg, dem B.Eng. in Buch- und Medienproduktion und schließlich dem M.Eng. in Medienmanagement in Leipzig suchte ich mir meinen Weg durch dicke Wälzer, magische Fantasiewelten, detailverliebte Bildbände, actionreiche Comic-Hefte, strukturierte XML-Daten und Bleiwüsten. Schließlich landete ich im Bereich der wissenschaftlichen Literatur und Lehrmedien, wo ich für verschiedene Verlagshäuser und eine Hochschule bereits die Umsetzung von Fachbüchern, Unterrichtsmaterialien, Schulbüchern und Studienskripten betreut habe.
Nun für diese Fachgesellschaft zu arbeiten und somit den Austausch innerhalb der Fachrichtung dadurch zu unterstützen, dass ich den dafür benötigten Texten ein passendes Kleid gebe, empfinde ich als ein sinnstiftendes Ziel meiner Arbeit. Daher starte ich nun hochmotiviert in meine neuen Aufgaben innerhalb der Deutschen Gesellschaft für Perfusiologie und Technische Medizin und freue mich darauf, von nun an die Ausgaben unseres wissenschaftlichen Journals „Die Perfusiologie“ auf den Weg zu bringen.

Antje-Kristin Mosig
Quelle: ©️DGPTM – Klindtworth
Herzlichen Dank an Petra Kirsten-Treptow für ihren langjährigen Einsatz
Im Namen des gesamten Redaktionsteams und des Vorstands der DGPTM möchten wir uns herzlich bei Petra Kirsten-Treptow für fast zwölf Jahre engagierte und kompetente Arbeit bedanken. Ihr Organisationstalent, ihre Praxisnähe und ihre redaktionelle Kompetenz haben die Entwicklung unserer Zeit-schrift maßgeblich geprägt und bereichert.
Zur Person: Petra Kirsten-Treptow ist verheiratet, Mutter eines mittlerweile 24-jährigen Sohnes und eines Pflegesohnes. Sie wuchs in einem Umfeld auf, das Präzision und Verantwortungsbewusstsein schätzte, Eigenschaften, die sie stets begleitet und geprägt haben.
Nach einer Ausbildung zur Augenoptikerin studierte sie Medizintechnik und schloss dieses Studium als Diplom-Ingenieurin ab. Erste berufliche Erfahrungen sammelte sie in Projektarbeiten am Institut für Krankenhausmanagement, bevor sie in eine Marketingagentur für Medizintechnik wechselte. Dort war sie unter anderem für die vertriebsunterstützende Kommunikation namhafter Unternehmen wie Medtronic, Fresenius Medical Care, Abbott (damals Impella als Start-up) und Life Systems verantwortlich. Im Jahr 2000 wagte sie den Schritt in die Selbstständigkeit und übernahm vielfältige Aufgaben im Bereich Marketing, Redaktion und Qualitätssicherung, unter anderem für wissenschaftliche Studiendokumentationen und Prozessabläufe in der Kosmetikbranche.
2014 wurde sie als externe Managing Editor für die Zeitschrift KARDIOTECHNIK engagiert. In dieser Rolle hat sie den Redaktionsprozess maßgeblich weiterentwickelt und die Zeitschrift durch wichtige Veränderungen begleitet; dazu zählen die Um-benennung in „Die Perfusiologie“ Anfang 2024 sowie die Neugestaltung des Aufbaus und der Artikelstruktur. Seit Februar 2024 erscheint die Zeitschrift unter dem neuen Namen und wurde mit der Ausgabe 1/2025 an die umbenannte Fachgesellschaft DGPTM angepasst.

Quelle: ©️DGPTM – Klindtworth
Petra hat den Publikationsprozess stets mit großem Engagement begleitet, eng mit den Autorinnen und Autoren zusammengearbeitet und die Qualität der Veröffentlichungen sichergestellt. Seit 2022 organisiert sie zudem federführend die Schreibwerkstatt für Nachwuchswissenschaftler:innen sowie erfahrene Kolleg:innen.
Mit der aktuellen Ausgabe verlässt Petra die Redaktion und beendet ihre Tätigkeit als externe Redaktionsleitung. Dieser Schritt war die Folge davon, dass der Vorstand der DGPTM, der zugleich Herausgeber der Zeitschrift ist, den Bereich in die Strukturen der Fachgesellschaft integriert hat, um die internen Prozesse der Öffentlichkeitsarbeit weiter zu stärken und Synergien zu fördern.
Liebe Petra, ich möchte dir persönlich und im Namen aller Kolleg:innen für deine geleistete Arbeit danken. Deine Expertise, dein Engagement und deine Herzlichkeit werden uns sicher fehlen. Für deinen weiteren Weg wünschen wir dir alles Gute! Frank Münch












