Retrograd Autologes Priming (RAP)

Betrachtung der Akzeptanz einer Abteilung und der Auswirkung auf die Patienten

KARDIOTECHNIK Ausgabe:
02-2025

Autor:innen

Ch. Klüß1, A. Giesbrecht1, M. Rudloff1, D. Opacic3, J. Fliegenschmidt2, J. Krycki2, V. von Dossow2, J. Gummert3 Christian Klüß: 0000-0001-8272-320X; Markus Rudloff: 0009-0001-2807-6213; Andre Giesbrecht: 0009-0001-3787-4751; Dragan Opacic: 0000-0002-0125-7938; Janis Fliegenschmidt: 0000-0002-7396-5677; Jan Krycki: 0009-0002-3131-2990; Vera von Dossow: 0000-0001-7281-2137; Jan Gummert: 0000-0002-6956-9110 Herz und Diabeteszentrum NRW, Georgstr. 11, 32545 Bad Oeynhausen, Ärztlicher Direktor des HDZ NRW, Direktor der Klinik für Thorax- und Kardiovaskularchirurgie, Ruhr Universität Bochum, Univ.-Prof. Dr. med. Jan Gummert 1 Herz und Diabeteszentrum NRW, Fachbereich für klinische Perfusion, Leitung Markus Rudloff 2 Herz und Diabeteszentrum NRW, Institut für Anästhesiologie und Schmerztherapie, Ruhr Universität Bochum, Direktorin Univ.-Prof. Dr. med. Vera von Dossow 3 Herz und Diabeteszentrum NRW, Klinik für Thorax- und Kardiovaskularchirurgie, Ruhr Universität Bochum, Univ.-Prof. Dr. med. Jan Gummert

Hauptautor:in

Christian Klüß

Schlüssel­wörter

Blutsparende Maßnahmen, retrograd autologes Priming, extrakorporale Zirkulation

Zusammen­fassung

Zusammenfassung Retrograd autologes Priming (RAP) an der extrakorporalen Zirkulation (EKZ) ist ein seit Ende der 1990er Jahre bekanntes und sicher einsetzbares Verfahren [1]. Beschriebene Vorteile sind eine geringere Hämodilution und ein niedrigerer Fremdblutverbrauch an der EKZ [1,2]. Die Anwendung des RAP gestaltet sich in der Praxis relativ einfach und ist mit geringem Aufwand durchführbar. Die Anwendung des Verfahrens ist ebenfalls in der Cardiopulmonary Bypass (CPB)-Guideline von 2019 sowie der Patient Blood Management (PBM)-Guideline von 2024 empfohlen [3,4]. In der Praxis scheint jedoch die Akzeptanz gegenüber dem Verfahren und dessen Anwendung nicht zu 100 Prozent gegeben zu sein. Daher haben wir uns zwei Jahre nach Einführung der elektronischen Dokumentation der Primingmengen dazu entschlossen, die Akzeptanz des Verfahrens mittels einer Umfrage zu eruieren. Gleichzeitig haben wir eine Daten- bankabfrage durchgeführt. Es wurde eine RAP-Gruppe und eine Kontrollgruppe gebildet. Vorteile zeigten sich bei der Erythrozytenkonzentrat (EK)-Gabe an der HLM mit 0,43 ± 0,93 EK zu 0,21 ± 0,82 EK in der RAP-Gruppe, p = <0,001 und der EK-Gabe in den ersten 24 Stunden postoperativ mit 2,0 ± 2,79 EK in der Kontrollgruppe zu 1,62 ± 2,66 EK in der RAP-Gruppe, p = 0,028. Die Ergebnisse der Untersuchung sollen unserer Abteilung für weitere Schulungen zu diesem Thema dienen.

Keywords

Blood-saving procedures, retrograde autologous priming, extracorporeal circulation

Abstract

Retrograde autologous priming (RAP) at the extracorporeal circulation (ECC) is a procedure that has been known since the late 1990s and can be used safely [1]. The described ad vantages are reduced hemodilution and a lower consumption of foreign blood at the ECC [1,2]. The application is relatively simple in practice and can be carried out with little effort. The use of the procedure is also recommended in the Cardiopul monary Bypass (CPB) Guideline of 2019 and the Patient Blood Management (PBM) Guideline of 2024 [3,4]. In practice, however, there does not appear to be 100% acceptance of the procedure and its application. Therefore, two years after the in troduction of electronic documentation of the procedure, we decided to determine the procedure acceptance by means of a survey. At the same time, we conducted a database query. A RAP group and a control group were formed. There were advantages in the administration of red blood cell transfusion at the HLM with 0.43 ± 0.93 red blood cell concentrates compared to 0.21 ± 0.82 red blood cell concentrates in the RAP group, p= <0,001 and the administration of EC in the first 24 hours postoperatively with 2.0 ± 2.79 red blood cell concentrates in the control group compared to 1.62 ± 2.66 red blood cell concentrates in the RAP group, p = 0.028. The results of the study will be used by our department for further training on this topic.

Einleitung

Die Durchführung des RAP im Rahmen des Einsatzes der Herz-Lungen-Maschine (HLM) ist ein Standardverfahren zur Reduktion der initialen Hämodilution während der Herzoperation. In der Folge kann der intraoperative Fremdblutverbrauch gesenkt oder vermieden werden [2,3,5-14]. In Kombination mit einem gut verzahnten Patient Blood Management (PBM), wie Zacharowsky und Meybohm et al. es in ihren Arbeiten beschreiben, kann der Fremdblutverbrauch während der Therapie deutlich reduziert werden. Dies stellt die Kliniken allerdings in der Praxis vor größere Herausforderungen in der Organisation der prä-, intra- und postoperativen Abläufe [15–26]. Likosky et al. beschreiben in ihrer Arbeit von 2016, dass die Herzchirurgie in den Vereinigten Staaten allein für 15–20 % des Fremdbluteinsatzes im Operationssaal verantwortlich sind [27]. Wir halten es daher als Perfusionisten für geboten, die initiale Hämodilution bei der Etablierung der EKZ so gering wie möglich zu halten. Ein restriktiver Volumeneinsatz, während der EKZ in Verbindung mit einem hypovolämen Beenden der Perfusion und anschließenden „Auffüllen“ des Patienten mit dem verbleibenden Volumen des EKZ-Systems bietet uns die Möglichkeit, Fremdblutgaben zu reduzieren oder ganz zu vermeiden [1,2,7,28]. Der Einsatz des RAP ist eine Klasse 1, Level A-Empfehlung in der CPB-Guideline von 2019 sowie in der PBM-Guideline der EACTS von 2024 [3,4]. Dem Perfusionisten kommt beim Einsatz des Verfahrens die zentrale Rolle zu [27,29]. Trotzdem berichten Taneja et al. und Miles et al. in ihren Arbeiten von einer geringen Akzeptanz des Verfahrens. Diese Akzeptanz lag zwischen <20 % in Europa und Amerika sowie bis zu 60 % in Kanada [30, 31].

Da bei der Implementierung von Leitlinien in die klinische Praxis die Anwendungsraten teils stark schwanken und die Anwendung neuer Verfahren auf Widerstände stoßen können, ist es notwendig, den Prozess dauerhaft zu begleiten und weitere Schulungen anzubieten [32]. Aufgrund dieser eher ernüchternden Daten ergab sich die Fragestellung, wie es um die Akzeptanz und den Einsatz des Verfahrens in unserer Fachabteilung steht.

Die Fachabteilung für klinische Perfusion am Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen (HDZ-NRW) verfügt über 23 Planstellen und 25 angestellte Perfusionisten. Um die Akzeptanz des Verfahrens in der Abteilung zu eruieren, haben wir eine anonyme Onlineumfrage mit Forms (Microsoft, USA) durchgeführt. Gleichzeitig haben wir eine Datenauswertung der Perfusionsdaten der letzten zwei Jahre seit Einführung der Dokumentation vorgenommen. Die Ergebnisse haben wir im Anschluss in Verbindung mit der Datenauswertung dazu genutzt, unser Schulungsprogramm anzupassen.

Material und Methoden

HLM-Ausstattung und Perfusionsführung

An unserem Zentrum verwenden wir die HLM S5 (LivaNova, Großbritannien), diese ist mit einer ausgelagerten ½-Zoll- Rollenpumpe, zwei ¼-Zoll-Saugerpumpen sowie einer ¼-Zoll-Doppelpumpe ausgestattet. Es kommen verschiedene Einmalsets zum Einsatz, die sich durch die eingesetzten Reservoir-/Oxygenatoreinheiten unterscheiden. Ansonsten sind sie identisch aufgebaut. Als Kardioplegieverfahren verwenden wir eine modifizierte Blutkardioplegie nach Calafiore. Zum Studienzeitpunkt wurden die Reservoir-/Oxygenatoreinheiten Inspire 8F (LivaNova, Großbritannien), FX25 (Terumo, Japan) und Alone (Eurosets, Italien) eingesetzt. Das Primingvolumen der Komplettsets unterscheidet sich nur geringfügig und beträgt ca. 1250 ml Ringer-Acetat-Lösung. Die Reduktion von überflüssigem Primingvolumen vor Beginn der Perfusion ist Bestandteil unserer Patient Blood Management-Strategie an der HLM, diese dient der Vermeidung überflüssiger Fremdblutgaben während und nach der Perfusion [18,33].

Das Vorgehen kann wie folgt beschrieben werden:

Nach systemischer Heparinisierung mit 400 IE/kg/KG und Erreichen der angestrebten Activated Clotting Time (ACT) von >480 Sekunden kann mit der Kanülierung des Patienten und der Kardiotomiesaugung begonnen werden [3]. Nach erfolgter Kanülierung und Testung der Kanülenlage wird mit dem RAP begonnen. Hierzu wird ein Blutleerbeutel mit dem Dreiwegehahn hinter der arteriellen Pumpe verbunden und der Beutel am Mast der HLM aufgehängt. Die Höhe der Aufhängung sollte etwa 1 m oberhalb des Patientenniveaus liegen. Diese Höhe ergibt sich aus der Überlegung, dass 1 cm Quecksilbersäule etwa 0,7 mmHG entsprechen. Hängt der Beutel 1 m über dem Patienten, muss der Patient mindestens ca. 70 mmHG systolischen Blutdruck aufbauen, um Blut in den Beutel zu verlieren. Theoretisch ist so ein Abfall des Patientenblutdruckes unter 70 mmHG systolisch nicht möglich. Das Verursachen eines hypovolämen Schocks durch die Volumenreduktion wird damit unwahrscheinlich. Liegt der Beutel abweichend unterhalb des Patientenniveaus, besteht die Möglichkeit eines unkontrollierten Blutverlustes mit der darauffolgenden Gefahr von Kreislaufinstabilitäten.

Durch das Öffnen des Dreiwegehahns wird nun Blut aus dem Patienten in das System und das Primingvolumen aus der arteriellen Linie und dem Oxygenator in den Blutleerbeutel geleitet [5,13,29,34–36]. In der Zwischenzeit wird vom Chirurgen die venöse Kanülierung durchgeführt. Ist der Blut- druck des Patienten weiter stabil, kann überlegt werden, ob eine antegrade Priming-Entfernung (AAP) aus der venösen Seite des Systems möglich und sinnvoll ist [35]. Über das RAP können üblicherweise 300–400 ml aus dem System entfernt werden. Toleriert der Patient das AAP ebenfalls, können hierdurch nochmals zusätzlich bis zu 700 ml aus dem System eliminiert werden (Abb. 1). Dies bietet sich vor allem bei Mitralklappen-Eingriffen in minimalinvasiver Technik mit Leistenkanülierung an. Die Reihenfolge der Kanülierung ist an unserem Zentrum in diesem Fall umgekehrt [10,37]. Die Priming-Entfernung erfolgt dann erst mittels AAP und zusätzlich RAP.

Die weitere Perfusionsführung entspricht den üblichen Standards [3]. Einziges Augenmerk sollte darauf gelegt werden, überflüssige kristalloide Volumengaben zu vermeiden. Volumen sollte nur dann verabreicht werden, wenn dies auch zwingend für die Perfusionsführung erforderlich ist. Das Be- enden der Perfusion sollte möglichst hypovoläm erfolgen. Sollte dies nicht ohne weiteres möglich sein, kann die kurzfristige Unterstützung mittels Kopftieflage oder der Gabe von Noradrenalin erwogen werden. Dies ist empfehlenswert, da nach Beendigung der Perfusion noch ca. 1250 ml Vollblut aus der EKZ zur Transfusion zur Verfügung stehen. Dieses Volumen kann dem Patienten in der Phase zwischen der venösen Dekanülierung bis zur kompletten Antagonisierung der Heparinwirkung mittels Protamin transfundiert werden. Das Restblut aus dem Oxygenator und den Schläuchen kann dem Patienten durch die Gabe von ca. 500 ml Infusionslösung in das Reservoir ebenfalls zurückgegeben werden. Der Vorteil dieses Vorgehens liegt darin, dass dem Patienten das komplette heparinisierte Blut aus der EKZ noch vor der vollständigen Protamingabe zurückgegeben werden kann. Der in dieser Phase häufig beobachtete Volumenbedarf des Patienten kann somit mit patienteneigenem Vollblut aus dem EKZ-System gedeckt werden. Das System ist danach wieder mit Infusionslösung befüllt und kann jederzeit von Neuem eingesetzt werden. In der Folge wurde das gesamte Heparin im Patienten antagonisiert. Die anschließende Kontrolle der ACT zeigt das Ergebnis nach kompletter Rückgabe des EKZ-Blutes. Hierdurch kann der gerinnungshemmende Effekt der Gabe des in einen Beutel abgefüllten EKZ-Blutes durch den Anästhesisten sowie eine potenzielle weitere Gabe von Protamin zum Ende der Operation vermieden werden.

Umfrage

Die dieser Untersuchung zugrundeliegende Umfrage wurde mit MS Forms durchgeführt. Diese bestand aus 10 Fragen (Tab. 1–3). Sie wurde den 25 Mitarbeitern der Fachabteilung per E-Mail zugesandt, und diese hatten 6 Wochen Zeit, um den Fragebogen zu beantworten. Die gewonnenen Daten wurden mit Excel und Statistical Package für Social Sciences (SPSS) der Version 29.0.2.0 aufbereitet.

Abb. 1: Schema Retrograd Autologes Priming und Antegrad Autologes Priming

 

Datenerhebung

Die Studie wurde als retrospektive Datenanalyse aus den Datenbanken COPRA und dem Qualitäts- und Informations- management-System (QIMS) sowie den Patientenakten im Sinne einer Matched Pair-Analyse durchgeführt. Es handelte sich um eine klinische Single-Center-Studie. Die Datenerhebung erfolgte retrospektiv aus prospektiv erhobenen Daten. Es wurden nur Patienten eingeschlossen, die einer Datenerhebung zugestimmt hatten. Die Daten wurden in pseudonymisierter Form in einer Datenbank aus QIMS, COPRA und den Patientenakten im EXCEL-Format erstellt. Die Datenanalyse wurde anonymisiert durchgeführt. Die zu untersuchenden Parameter beinhalteten prä-, intra- und postoperative Daten. Eingeschlossen wurden nur erwachsene Patienten, die im HDZ-NRW zwischen 2022 und 2023 elektiv am Herzen operiert worden sind. Es wurden 506 Patienten eingeschlossen, die im Betrachtungszeitraum einen Aorten- oder Mitralklappen-Eingriff erhalten haben. Die Gruppen ergaben sich aus dem Einsatz des Verfahrens RAP, Gruppe 1 ist die Kontroll- gruppe und Gruppe 2 ist die RAP-Gruppe.

Statistik

Die Auswertung der Daten wurde mit SPSS der Version 29.0.2.0 durchgeführt. Es wurden die Mittelwerte bestimmt und mit Standardabweichung angegeben. Die Verteilung der Daten wurde mittels Kolmogorow-Smirnow-Tests ermittelt. Die Signifikanzen wurden bei normalverteilten Daten mit dem T-Test bestimmt. Nicht normalverteilte Daten wurden mit dem Mann-Whitney-U-Test berechnet. Das Signifikanzniveau wurde mit 0,05 festgelegt. Nominale Daten wurden mit Anzahl und Prozent angegeben. Die Signifikanzen wurden bei diesen mit dem Chi-Quadrat-Test berechnet.

Ergebnisse

Umfrage

In unserer Fachabteilung waren zum Umfragezeitpunkt 25 Kollegen angestellt. Diese wurden zur Umfrage eingeladen. Es haben 16 (64 %) Personen in der vorgegebenen Zeit geantwortet. 9 (36 %) haben nicht teilgenommen. Von den teilnehmenden Kollegen hielten 13 (52 %) das Verfahren RAP dabei für wichtig. Dies deckt sich mit der Annahme, dass die Reduktion der initialen Hämodilution für 15 (60 %) der Befragten ein wichtiger Punkt ist.

Weitere 10 (40 %) Kollegen haben angegeben, das Verfahren regelmäßig anzuwenden (Tab. 1). Die Menge der Reduktion des Primingvolumens wurde von 13 (52 %) Kollegen mit 200–500 ml angegeben (Abb. 2). Vier (16 %) Kollegen haben angegeben, das Verfahren immer zu verwenden. Weitere 5 (20 %) Kollegen gaben an, es oft einzusetzen (Tab. 2). Das Nutzen von Hilfsmitteln, wie der Kopftieflagerung des Patienten oder der Einsatz von Noradrenalin zur Erhöhung des RAP-Volumens wurde von 6 (24 %) Kollegen angegeben. 10 (40 %) Kollegen setzten keine Hilfsmittel ein (Tab. 1). Die Durchführung des Verfahrens wurde von 13 (52 %) der Befragten an die Anästhesie und an den Chirurgen kommuniziert. 3 (12 %) der Befragten gaben an, dies selten oder nie zu kommunizieren (Tab. 2). Die Möglichkeit, den Fremdblutbedarf durch den Einsatz des Verfahrens zu senken sahen 10 (40 %) Kollegen, 6 (24 %) Kollegen sahen diese Möglichkeit nicht oder waren sich unsicher, ob dies so ist. Die Frage nach der Kenntnis der aktuellen Literatur zum Thema wurde von 7 (28 %) Kollegen mit ja beantwortet. 12 (48 %) gaben an, diese entweder nicht zu kennen oder waren sich unsicher. Abschließend wurde gefragt, ob es einen Schulungsbedarf zu diesem Thema in der Abteilung gibt. Diesen sahen 8 (32 %) der Befragten (Tab. 1).

Tab. 1: Umfrage, Frage 1–7 (N = 25)
Tab. 2: Umfrage, Frage 8–9 (N = 25)
Abb. 2: Umfrage, Frage 10 (N = 25)
Tab. 3: Präoperative Daten Retrograd Autologes Priming (N = 506)
Tab. 4: Intraoperative Daten Retrograd Autologes Priming (N= 506)

Datenauswertung

Insgesamt konnten 506 Patienten in die Auswertung eingeschlossen werden. 253 Patienten wurden der Kontrollgruppe, 253 der RAP-Gruppe zugeordnet. Die gesamten demografischen Daten sind in Tabelle 3 dargestellt. Diese wiesen keine signifikanten Unterschiede auf, bis auf das Geschlecht, 149 (58,9 %) männliche Patienten in der Kontrollgruppe zu 178 (70,4 %) männliche Patienten in der RAP- Gruppe, p = 0,007. Bei den intraoperativen Daten, dargestellt in Tabelle 4, zeigten sich signifikante Unterschiede (in der Tabelle fettgedruckt) bei der Reperfusionszeit mit 27,24 ± 18,0 Minuten in der Kontrollgruppe zu 23,29 ± 14,49 Minuten in der RAP-Gruppe, p = 0,014. Der erste Hb nach dem Beginn des Bypasses war mit 10,97 ± 1,52 g/dl höher als in der Kontrollgruppe mit 10,59 ± 1,67 g/dl, p = 0,012. Weitere Unterschiede ergaben sich beim Primingvolumen aufgrund des Gruppenunterschiedes in der Kontrollgruppe mit 1250 ml ± 0,0 zu der RAP-Gruppe mit 756,27 ± 157,84 ml, p = <0,001. Ebenfalls unterschiedlich waren die EK-Gabe an der HLM mit 0,43 ± 0,93 der Kontrollgruppe zu 0,21 ± 0,82 Erythrozytenkonzentraten in der RAP-Gruppe, p = <0,001. Die restlichen Werte hatten keine signifikanten Unterschiede. Bei den postoperativen Daten, dargestellt in Tabelle 5, zeigten sich signifikante Unterschiede bei der EK-Gabe in den ersten 24 Stunden postoperativ mit 2,0 ± 2,79 Erythrozytenkonzentraten in der Kontrollgruppe zu 1,62 ± 2,66 Erythrozytenkonzentraten in der RAP-Gruppe, p = 0,028. Die restlichen unter- suchten Werte wiesen keine signifikanten Unterschiede auf.

Tab. 5: Postoperative Daten (N = 506)
Abb. 3: Hämodilution und Erythrozytenkonzentratgabe an der HLM – postoperativ

Diskussion

Die Umfrage zur Akzeptanz des Verfahrens hatte eine Laufzeit von 6 Wochen. Die Rücklaufquote war mit 64 % geringer als erwartet. Damit können wir auf ein Drittel der Belegschaft keine Rückschlüsse ziehen. Von den restlichen Kollegen halten 52 % das Verfahren des RAP für wichtig oder sinnvoll. 60 % sehen in der Reduktion der initialen Hämodilution einen wichtigen Punkt. 40 % der Kollegen führen das RAP regelmäßig durch. Leider geben 48 % der Teilnehmer an, dass die aktuelle Literatur nicht bekannt ist. Sehr positiv kann allerdings bewertet werden, dass 48 % der Befragten einen Schulungsbedarf sehen oder sich in dieser Frage unsicher sind. Dies könnte ebenfalls mit dem Anteil der Kollegen, die das Verfahren nicht anwenden bzw. nicht an der Umfrage teilgenommen haben, korrelieren und einen wichtigen Ansatzpunkt für weitere interne Schulungen darstellen.

Bezüglich der klinischen Wirksamkeit des Verfahrens haben wir eine Datenbankabfrage durchgeführt. Ziel war es, die Effektivität des Verfahrens an unserem Hause zu untersuchen und eine interne Datenbasis für weitere Schulungen zu schaffen. Wir konnten in der RAP-Gruppe eine mittlere Reduktion des Primings auf 756 ± 157 ml nachweisen. Dies entspricht etwa 500 ml Reduktion und ist unserer Meinung nach ein sehr guter Wert. Wie bereits von Moscarelli et al. beschrieben [37], lässt sich das Verfahren bei minimalinvasiven Mitralklappen-Eingriffen besonders effektiv mit dem AAP kombinieren. Hierdurch entstehen deutlich höhere Priming-Reduktionen und geringere Hämoglobinabfälle bei der Initiierung der HLM. In der Folge konnten wir mit unseren Ergebnissen den Effekt der Verringerung der initialen Hämodilution, die Reduktion des Fremdblutverbrauchs an der HLM und im 24 h-Verlauf bestätigen (Abb. 3) [1,2]. Auf die Parameter des Aufenthaltes auf der Intensivstation und im Krankenhaus hatte das RAP in unserer Untersuchung, wie bereits von Hensley et al. beschrieben, ebenfalls keinen Effekt [2]. Diese Ergebnisse bestärken uns allerdings in der Überzeugung, dass dieses Verfahren ein wertvoller Baustein des PBM ist. Die Herausforderung besteht allerdings darin, dass eine offensichtliche Reduktion von Bluttransfusionen nicht zwingend ein besseres Outcome zur Folge haben muss. Sinnvoll wäre es daher, ein Gesamtkonzept mit der Anästhesieabteilung und den postoperativ verantwortlichen Intensivmedizinern zu etablieren. Das Ziel sollte es sein, den Fremdblutverbrauch auf ein medizinisch notwendiges Minimum zu reduzieren. Grundlegende Forschungen und Betrachtungen der medizinischen Notwendigkeit sowie Verträglichkeit niedriger Hämoglobinkonzentrationen liegen hierzu von der Arbeitsgruppe um Zacharowski et al. vor [18,33] und werden weiter untersucht.

Wird ein konsequentes PBM durchgeführt, sollte dies theoretisch an sich schon zu einer Reduktion des messbaren Fremdblutverbrauches an der HLM führen. In der Folge wären die harten Fakten, die für das RAP sprechen, reduziert. Dies sollte aber nicht dazu führen, auf eine konsequente Reduktion der initialen Hämodilution zu verzichten. Bereits 2019 wurde das Verfahren des RAP von Wahaba et al. in der CPB-Guideline [3] und der PBM-Guideline 2024 [4] (Class 1, Level of Evidence A) empfohlen. Dieser Empfehlung folgend, sehen wir es daher als sinnvoll an, die Durchführung durch alle Kollegen der Abteilung zu fördern und zu fordern. Zusammenfassend ist allerdings festzustellen, dass die Implementierung bislang nur von 50 % der Mitarbeiter betrieben wurde. Hieraus ergibt sich für uns die Notwendigkeit, die Implementierung mit weiteren Schulungen und Praxisanleitungen zu begleiten und eventuell bestehende Hürden oder Ängste im Zusammenhang mit der Methode abzubauen.

Schlussfolgerung

Das Verfahren des RAP ist ein etabliertes Standardverfahren, das bislang noch nicht vollständig in der Klinik angekommen ist. Es ist zwar relativ einfach anzuwenden, es bestehen jedoch offensichtlich gewisse Hürden, dieses auch konsequent anzuwenden. Es scheint daher geboten, das Verfahren im Rahmen bestehender oder neu zu etablierender PBM-Strategien und daraus entstehender Verfahrensanweisungen in der Klinik weiter zu etablieren und die Anwendung zu fördern.

Limitationen

Die Rücklaufquote der Umfrage lag lediglich bei 64 %. Mit nur 16 Antworten ist die Aussagekraft der Umfrage somit stark eingeschränkt. Die Möglichkeit einer Verzerrung durch Selbstselektion ist hoch und die Generalisierbarkeit der Ergebnisse ist fraglich. Eine höhere Teilnahmequote wäre wünschenswert gewesen, um belastbarere Aussagen treffen zu können. Der retrospektive Charakter dieser Single-Center-Studie ist in ihrer Generalisierbarkeit eingeschränkt, da die Ergebnisse nur für unser Zentrum gelten und nur bedingt auf andere Einrichtungen übertragbar sind. Zudem besteht eine potenzielle Verzerrung der Patientenselektion, da die Patientenauswahl rückblickend erfolgt und bestimmte Gruppen möglicherweise unterrepräsentiert sind. Unvollständige oder fehlerhafte Daten sowie fehlende Kontrolle über Störfaktoren können die Validität der Ergebnisse beeinträchtigen. Da nur dokumentierte Fälle analysiert werden, kann es zu einer Beeinflussung der Ergebnisse kommen und aufgrund des retrospektiven Designs sind kausale Zusammenhänge nicht sicher nachweisbar.

Ethische Aspekte

Die Studie wurde in Übereinstimmung mit der Deklaration von Helsinki durchgeführt und von der Ethikkommission der Medizinischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum mit Sitz in Ostwestfalen, Protokollcode 2025-1330 am 30.01.2025, genehmigt.

Interessenkonflikte

Die Autoren geben an, keine Interessenkonflikte zu haben.

Literatur

1.Gupta S, McEwen C, Basha A, Panchal P, Eqbal A, Wu N, et al. Retrograde autologous priming in cardiac surgery: a systematic review and meta-analysis. Eur J Cardiothorac Surg. 2021;60(6):1245-56. doi: 10.1093/ejcts/ezab334. 2.Hensley NB, Gyi R, Zorrilla-Vaca A, Choi CW, Lawton JS, Brown CHt, et al. Retrograde autologous priming in cardiac surgery: results from a systematic review and meta-analysis. Anesth Analg. 2021;132(1): 100-107. doi: 10.1213/ane.0000000000005151. 3.Wahba A, Milojevic M, Boer C, De Somer F, Gudbjartsson T, van den Goor J, et al. 2019 EACTS/ EACTA/EBCP guidelines on cardiopulmonary bypass in adult cardiac surgery. Eur J Cardiothorac Surg. 2020;57(2):210-251. doi: 10.1093/ejcts/ezz267. 4.Casselman FPA, Lance MD, Ahmed A, Ascari A, Blanco-Morillo J, Bolliger D, et al. 2024 EACTS/EACTAIC Guidelines on patient blood management in adult cardiac surgery in collaboration with EBCP. European Journal of Cardio-Thoracic Surgery. 2024. doi: 10.1093/ejcts/ezae352. 5.Rosengart TK, DeBois W, O’Hara M, Helm R, Gomez M, Lang SJ, et al. Retrograde autologous priming for cardiopulmonary bypass: a safe and effective means of decreasing hemodilution and transfusion requirements. J Thorac Cardiovasc Surg. 1998;115(2):426-438; discussion 38-39. doi: 10.1016/ s0022-5223(98)70287-9. 6.Saczkowski R, Bernier PL, Tchervenkov CI, Arellano R. Retrograde autologous priming and allogeneic blood transfusions: a meta-analysis. Interact Cardiovasc Thorac Surg. 2009;8(3):373-376. doi: 10.1510/ icvts.2008.195354. 7.Sun P, Ji B, Sun Y, Zhu X, Liu J, Long C, et al. Effects of retrograde autologous priming on blood transfusion and clinical outcomes in adults: a meta-analysis. Perfusion. 2013;28(3):238-243. doi: 10.1177/0267659112474861. 8.Vranken NP, Babar ZU, Montoya JA, Weerwind PW. Retrograde autologous priming to reduce allogeneic blood transfusion requirements: a systematic review. Perfusion. 2020;35(7):574-586. doi: 10.1177/0267659119895474. 9.Foreman E, Eddy M, Holdcombe J, Warren P, Gebicke L, Raney P, et al. To RAP or Not to RAP: A retrospective comparison of the effects of retrograde autologous priming. J Extra Corpor Technol. 2021;53(4):279-285. doi: 10.1182/ject-2100031. 10.Mazzeffi M, McNeil J, Singh K, Tanaka K. Retrograde autologous priming in minimally invasive mitral valve surgery: simple, safe, and effective. J Cardiothorac Vasc Anesth. 2022;36(8 Pt B):3036-37. doi: 10.1053/j.jvca.2022.04.027. 11.Kietaibl S, Ahmed A, Afshari A, Albaladejo P, Aldecoa C, Barauskas G, et al. Management of severe peri-operative bleeding: Guidelines from the European Society of Anaesthesiology and Intensive Care: Second update 2022. Eur J Anaesthesiol. 2023;40(4):226-304. doi: 10.1097/eja.0000000000001803. 12.Mekhail A, Clayton N, Rhadakrishnan K, Blakey A, Galvin S. Utilizing retrograde autologous priming for blood conservation in cardiac surgery. ANZ J Surg. 2023;93(10):2406-10. doi: 10.1111/ans.18579. 13.Deptula J, Olshove V, Oldeen M, Kozik D, Alsoufi B. A novel approach to retrograde autologous priming for infant, pediatric and adult populations undergoing congenital heart surgery. Perfusion. 2024:2676591241239820. doi: 10.1177/02676591241239820. 14.Erol ME, Özyalçin S, Beyazpinar DS, Yiğit G, Türkmen U. Factors impacting the efficacy of the retrograde autologous priming in isolated coronary artery bypass surgery. Medicine (Baltimore). 2024;103(46):e40580. doi: 10.1097/md.0000000000040580. 15.Müller MM, Meybohm P, Geisen C, Schmitz-Rixen T, Serve H, Seifried E, et al. Patient Blood Management – Wie geht das praktisch? – Die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Anästhesiol Intensivmed Notfallmed Schmerzther. 2014;49(04):266-272. doi: 10.1055/s-0034-1373806. 16.Meybohm P, Fischer D, Schnitzbauer A, Zierer A, Schmitz-Rixen T, Bartsch G, et al. [Patient blood management: Current state of the literature]. Chirurg. 2016;87(1):40-46. doi: 10.1007/s00104-015-3011-3. 17.Meybohm P, Müller MM, Zacharowski K. [Preoperative preparation: patient blood management – What is optimal?]. Anasthesiol Intensivmed Notfallmed Schmerzther. 2017;52(5):326-340. doi: 10.1055/s-0042-108925. 18.Kleinerüschkamp A, Meybohm P, Straub N, Zacharowski K, Choorapoikayil S. A model-based cost- effectiveness analysis of Patient Blood Management. Blood Transfus. 2019;17(1):16-26. doi: 10.2450/2018.0213-17. 19.Meybohm P, Straub N, Füllenbach C, Judd L, Kleinerüschkamp A, Taeuber I, et al. Health economics of Patient Blood Management: a cost-benefit analysis based on a meta-analysis. Vox Sang. 2020;115(2):182-188. doi: 10.1111/vox.12873. 20.Meybohm P, Westphal S, Ravn HB, Ranucci M, Agarwal S, Choorapoikayil S, et al. Perioperative anemia management as part of PBM in cardiac ssurgery – A narrative updated review. J Cardiothorac Vasc Anesth. 2020;34(4):1060-1073. doi: 10.1053/j.jvca.2019.06.047. 21.Neef V, Choorapoikayil S, Piekarski F, Schlesinger T, Meybohm P, Zacharowski K. Current concepts in the evaluation and management of preoperative anemia. Curr Opin Anaesthesiol. 2021;34(3):352-356. doi: 10.1097/aco.0000000000000979. 22.Zacharowski K, Zoller H, Steinbicker AU. Patient blood management and patient safety. Curr Opin Anaesthesiol. 2022;35(6):733-737. doi: 10.1097/aco.0000000000001196. 23.Meybohm P, Hof L, Choorapoikayil S, Zacharowski K. Patient blood management: We still have work to do. Transfus Med Hemother. 2023;50(6):561-563. doi: 10.1159/000534087. 24.Meybohm P, Schmitt E, Choorapoikayil S, Hof L, Old O, Müller MM, et al. German patient blood management network: effectiveness and safety analysis in 1.2 million patients. Br J Anaesth. 2023;131(3):472-481. doi: 10.1016/j.bja.2023.05.006. 25.Halvorsen S, Mehilli J, Choorapoikayil S, Zacharowski K. Extract from the 2022 ESC Guidelines on cardiovascular assessment and management of patients undergoing non-cardiac surgery – Patient Blood Management. Blood Transfus. 2024;22(2):122-129. doi: 10.2450/BloodTransfus.708. 26.Kloka JA, Friedrichson B, Jasny T, Old O, Piekarski F, Zacharowski K, et al. Anemia, red blood cell transfusion and administration of blood products in obstetrics: a nationwide analysis of more than 6 million cases from 2011-2020. Blood Transfus. 2024;22(1):37-45. doi: 10.2450/BloodTransfus.528. 27.Likosky DS, Dickinson TA, Paugh TA. Blood conservation – A team sport. J Extra Corpor Technol. 2016;48(3):99-104. 28.Sistino J. Using decision-analysis and meta-analysis to predict coronary artery bypass surgical outcomes – a model for comparing off-pump surgery to miniaturized cardiopulmonary bypass circuits. Perfusion. 2008;23(5):255-260. doi: 10.1177/0267659109104146. 29.Zelinka ES, Brevig J, McDonald J, Jin R. The perfusionist’s role in a collaborative multidisciplinary approach to blood transfusion reduction in cardiac surgery. J Extra Corpor Technol. 2010;42(1):45-51. 30.Taneja R, Fernandes P, Marwaha G, Cheng D, Bainbridge D. Perioperative coagulation management and blood conservation in cardiac surgery: a Canadian Survey. J Cardiothorac Vasc Anesth. 2008;22(5): 662-9. doi: 10.1053/j.jvca.2008.02.005. 31.Miles LF, Coulson TG, Galhardo C, Falter F. Pump priming practices and anticoagulation in cardiac surgery: results from the global cardiopulmonary bypass survey. Anesth Analg. 2017;125(6):1871-77. doi: 10.1213/ane.0000000000002052. 32.Günster C, Klauber Jr, Klemperer D, Nothacker M, Robra B-P, Schmuker C. Versorgungs-Report. Leitlinien – Evidenz für die Praxis. Berlin: Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft; 2023. 33.Althoff FC, Neb H, Herrmann E, Trentino KM, Vernich L, Füllenbach C, et al. Multimodal patient blood management program based on a three-pillar strategy: a systematic review and Meta-analysis. Ann Surg. 2019;269(5):794-804. doi: 10.1097/sla.0000000000003095. 34.Williams HC, Schiller W, Mellert F, Fimmers R, Welz A, Probst C. Retrograde autologous priming in surgery of thoracic aortic aneurysm. Interact Cardiovasc Thorac Surg. 2019;28(6):876-883. doi: 10.1093/icvts/ivz014. 35.Blanco-Morillo J, Arribas-Leal JM, Farina P, Fernández-González AL, Sornichero-Caballero Á, Ramírez-Romero P, et al. Hematic antegrade repriming: a reproducible method to decrease the cardiopulmonary bypass insult. J Extra Corpor Technol. 2021;53(1):75-79. doi: 10.1182/ject-2000043. 36.Singab H, Gamal MA, Refaey R, Al-Taher W. Effect of retrograde autologous blood priming of cardiopulmonary bypass on hemodynamic parameters and pulmonary Mechanics in pediatric cardiac surgery: a randomized clinical study. Semin Thorac Cardiovasc Surg. 2021;33(2):505-512. doi: 10.1053/ j.semtcvs.2020.09.006. 37.Moscarelli M, Condello I, Mancini A, Rao V, Fiore F, Bonifazi R, et al. Retrograde autologous priming for minimally invasive mitral valve surgery. J Cardiothorac Vasc Anesth. 2022;36(8 Pt B):3028-35. doi: 10.1053/j.jvca.2022.03.031.

Das Fachwissensquiz März ’26 ist online!

Das Fachwissensquiz von März ’26 zum Thema „Left Ventricular Assist Device Teil I (Teil 1)“ ist online!

Jeden ersten Montag im Monat bietet dir die DGPTM die Gelegenheit, dein Fachwissen auf den Prüfstand zu stellen und aufzufrischen.

Für jedes absolvierte Quiz erhältst du einen halben Punkt zur EBCP-Akkreditierung. Mit regelmäßiger Teilnahme kannst du so bis zu sechs Punkte im Jahr erreichen. Achtung: Hierfür musst Du eingeloggt sein! Den Fortbildungsnachweis findest Du im Mitgliederbereich.

Das DGPTM-Fachquiz ist mehr als nur ein Wissenstest – es ist deine spannende Chance zur Fortbildung.

Viel Freude beim Rätseln!

Das Fachwissensquiz Februar ’26 ist online!

Das Fachwissensquiz von Februar ’26 zum Thema „Künstliche Intelligenz in der Perfusiologie (Teil 2)“ ist online!

Jeden ersten Montag im Monat bietet dir die DGPTM die Gelegenheit, dein Fachwissen auf den Prüfstand zu stellen und aufzufrischen.

Für jedes absolvierte Quiz erhältst du einen halben Punkt zur EBCP-Akkreditierung. Mit regelmäßiger Teilnahme kannst du so bis zu sechs Punkte im Jahr erreichen. Achtung: Hierfür musst Du eingeloggt sein! Den Fortbildungsnachweis findest Du im Mitgliederbereich.

Das DGPTM-Fachquiz ist mehr als nur ein Wissenstest – es ist deine spannende Chance zur Fortbildung.

Viel Freude beim Rätseln!

Das Fachwissensquiz Januar ’26 ist online!

Das Fachwissensquiz von Januar ’26 zum Thema „Künstliche Intelligenz in der Perfusiologie (Teil 1)“ ist online!

Jeden ersten Montag im Monat bietet dir die DGPTM die Gelegenheit, dein Fachwissen auf den Prüfstand zu stellen und aufzufrischen.

Für jedes absolvierte Quiz erhältst du einen halben Punkt zur EBCP-Akkreditierung. Mit regelmäßiger Teilnahme kannst du so bis zu sechs Punkte im Jahr erreichen. Achtung: Hierfür musst Du eingeloggt sein! Den Fortbildungsnachweis findest Du im Mitgliederbereich.

Das DGPTM-Fachquiz ist mehr als nur ein Wissenstest – es ist deine spannende Chance zur Fortbildung.

Viel Freude beim Rätseln!

Bitte im Mitgliederbereich einloggen – es gibt Neuigkeiten für euch

Daten aktualisieren

Im geschützten Mitgliederbereich könnt ihr ab sofort eure persönlichen Angaben prüfen und aktualisieren. Bitte schaut nach, ob Adresse, E-Mail und weitere Kontaktdaten noch stimmen und ergänzt bei Bedarf eure akademischen Titel, damit wir euch künftig korrekt ansprechen können.

Gehaltsumfrage

Außerdem läuft weiterhin unsere Gehaltsumfrage. Eure Teilnahme hilft, ein realistisches Bild der beruflichen Situation in unserer Berufsgruppe zu zeichnen und Argumentationsgrundlagen gegenüber Kliniken, Politik und Öffentlichkeit zu stärken. Die Umfrage ist anonym und in sehr kurzer Zeit erledigt.

EFN-Barcodes herunterladen

Auf Wunsch könnt ihr euch im Mitgliederbereich auch eure persönlichen EFN-Barcodes anzeigen lassen und ausdrucken. So habt ihr sie für Fortbildungen und Zertifikate jederzeit griffbereit.

Wir freuen uns, wenn ihr euch kurz einloggt, eure Daten auf den neuesten Stand bringt und die Angebote im Mitgliederbereich nutzt.

Preisträger Jahrestagung 2025 und Jubilare der DGPTM

Herzlichen Glückwunsch an die Jubilare der DGPTM und an alle, die einen Preis erhalten haben. Ein ebenfalls großer Dank richtet sich an die Sponsoren der Preise.

Eine Übersicht zu den Abstracts der prämierten Arbeiten befindet sich am Ende des Artikels.

 

Tagungspreis 2025 der DGPTM (Sponsor: free life medical GmbH)

Preisträger: Nicola Kwapil, Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz

Auf dem Foto sind von links nach rechts: Sebastian Tiedge, Nicola Kwapil, Rigobert Schnur (von free life) und PD Dr. Alexander Horke

 

DGTHG-Preis Fokustagung Herz 2025 (Sponsor: Dr. Franz Köhler Chemie GmbH)

Preisträgerin: Dr. Claudia Arenz, Universitätsklinikum Bonn

Auf dem Foto sind von links nach rechts: Sebastian Tiedge, Dr. Claudia Arenz, PD Dr. Alexander Horke und Dr. Stefan Fritz (von Köhler Chemie)

 

Nachwuchsförderpreis der Jungen Foren (Sponsor: Dr. Franz Köhler Chemie GmbH)

Preisträgerin: Gloria Nulchis, Universitätsklinikum Tübingen

Auf dem Foto sind von links nach rechts: Sebastian Tiedge, Gloria Nulchis, PD Dr. Alexander Horke und Dr. Stefan Fritz (von Köhler Chemie)

 

Innovationspreis (Sponsor: Eurosets GmbH Deutschland)

Preisträger: Nicola Kwapil, Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz

Auf dem Foto sind von links nach rechts: Sebastian Tiedge, Nicola Kwapil, Martin Schmidthöfer (von Eurosets), PD Dr. Frank Münch, PD Dr. Alexander Horke

 

Förderpreise (Sponsor: Terumo Deutschland GmbH)

A: bestbewerteter Originalbeitrag

Preisträger: Simon Mayer, Herzzentrum Klinikum Stuttgart

Auf dem Foto von links nach rechts: Dr. Lars Saemann, Simon Mayer und Tilo Barth (von Terumo)

B: beste Erstveröffentlichung

Preisträger: Lukas Fiebig, Hochschule Furtwangen

Auf dem Foto von links nach rechts: Dr. Lars Saemann, Lukas Fiebig und Tilo Barth (von Terumo)

 

Preisträger zum Josef Güttler Stipendium

Preisträger: Jhonathan Torres Mosquera, Universitätsklinikum Magdeburg

Auf dem Foto mit PD Dr. Frank Münch

 

 

Hier die Jubilare aus diesem Jahr, jeweils mit PD Dr. Frank Münch

50 jähriges: Jürgen Witt

40 jähriges: Stefan Kasseckert, Albert Dick

25 jähriges: Olaf Sillmann (Foto anbei), Holger Schulze Schleithoff, Mathias Opitz (Foto anbei), Joachim Naumann (Foto anbei), Frank-Oliver Große (Foto anbei), Markus Fischer, Andreas Behrendt, Johannes Amberger

 

 

Übersicht zu den Abstracts der prämierten Arbeiten

Tagungspreis 2025 der DGPTM

A-168 Kompakter ECMO-Trolley – ein Transportsystem für alle Materialien Nicola Kwapil
(Universitätsmedizin Mainz) (DGPTM)

 

DGTHG-Preis Fokustagung Herz 2025

A-158 Pulmonalklappendilatation bei frühsymptomatischer Fallot-Tetralogie: Erste palliative Maßnahme und Einfluß ballonbedingter Klappeneinrisse auf die chirurgische Strategie Dr. Claudia Arenz (Universitätsklinikum Bonn) (DGTHG)

 

Nachwuchsförderpreis der Jungen Foren

A-174 Über die allometrischen Interaktionen der fraktalen Eigenschaften des kardiovaskulären Gefäßsystems und dem Hagen-Poiseuille’schen Gesetz. Erkenntnisse aus einem mathematischen Modell und der Simulaiton per Computational Fluid Dynamics für Bypässe. Gloria Nulchis
(Universitätsklinikum Tübingen)

 

Innovationspreis

A-167 Kinder ECMO Fahrtrage 2.0 – eine standardisierte Lösung für Deutschland Nicola Kwapil
(Universitätsmedizin Mainz) (DGPTM)

 

 

Credits der Fotos:

DGPTM/Klindtworth

Der „Maschinist“ im Saal. Die Arbeit von Perfusionist:innen (Zeitungsartikel)

Im Operationssaal gibt es eine Berufsgruppe, die nie direkt am OP-Tisch stehen und doch überlebenswichtig in ihrer Tätigkeit sind: die Perfusionist:innen. Während das Operationsteam am Herzen arbeitet, steuern sie die Herz-Lungen-Maschine, überwachen Blutfluss, Sauerstoffsättigung und zahlreiche Laborwerte und sorgen dafür, dass der Körper des Patienten auch dann optimal versorgt bleibt, wenn Herz und Lunge vorübergehend stillstehen. Ihre Arbeit verbindet hochpräzise Medizin mit komplexer Medizintechnik – entscheidend dafür, dass solche Eingriffe überhaupt möglich sind.

Zeitungsartikel Donaukurier Geschichte aus dem OP Saal

Willkommen zur neuen Webseite

Nach über einem ¾ Jahr der Planung, intensiven Meetings, Codierung und Schreibarbeit ist am 13.01.2025 ist unsere neue Website live gegangen und wir sind stolz, hier ein neues Zuhause für unsere Mitglieder geschaffen zu haben. Zukünftig soll sie zur zentralen Plattform des Austauschs in unserer Community werden. Dafür arbeiten wir im Hintergrund an spannenden Erweiterungen.

Ein Highlight wird ein eigener „News“-Bereich sein, der euch stets über aktuelle Entwicklungen rund um Perfusion und technische Medizin informiert. Schaut regelmäßig vorbei und bringt euch ein – wir freuen uns auf eure Anregungen!

Anmeldung

oder
Achtung: Mehrfache Anforderungen beschleunigen die Mailzustellung nicht. Ein Login mit Microsoft funktioniert nur, wenn die Microsoft-Email der hinterlegten E-Mail Adresse entspricht.
Als Mitglied der DGPTM können Sie sich mit der bei uns hinterlegten Mailadresse oder Ihrem Benutzernamen ganz einfach mit einem Einmalpasswort einloggen. Dieses bekommen Sie per Mail geschickt. Sie werden danach direkt in den Internen Bereich geleitet.
Ihr Benutzername besteht aus den ersten beiden Buchstaben Ihres Vornamens und Ihrem Nachname (ä=ae ect).