1955
9. Februar 1955 – Erste offene Herzoperation in Deutschland und Europa
In Düsseldorf findet unter Leitung von Prof. Derra die erste OP am offenen Herzen unter Hypothermie statt. Josef Güttler ist als OP-Pfleger beteiligt – ein Wegbereiter der Kardiotechnik. Die dafür benötigten großen Eismengen mussten von J. Güttler und Kollegen noch mühsam aus großen, von der Industrie gelieferten Stangeneisblöcken zu kleinen Eisstücken verarbeitet werden. Maschinen zur Herstellung von Eiswürfeln oder Crushed-Eis gab es damals in der Klinik noch nicht.
1955
1958
18. Februar 1958 – Erste erfolgreiche Operation mit Einsatz der HLM in Marburg
Am 18. Februar 1958 gelang am Universitätsklinikum Marburg erstmals eine Herzoperation unter Einsatz einer Herz-Lungen-Maschine. Das Team unter der Leitung von Prof. Dr. Rudolf Zenker führte die Operation erfolgreich an einem 9-jährigen Jungen durch. Die Herz-Lungen-Maschine (HLM) bei der ersten erfolgreichen Operation in Marburg wurde von Dr. Hans‑Georg Borst bedient. Dieser Meilenstein markierte nicht nur den Beginn der modernen Herzchirurgie in Marburg, sondern war auch ein bedeutender Fortschritt für die Herzchirurgie in Deutschland insgesamt. Die HLM übernahm während des Eingriffs die Kreislauffunktion und ermöglichte so präzise Eingriffe am offenen Herzen.
1958
1959
Josef Güttler
Josef Güttler gilt als „Vater der Kardiotechnik“ in Deutschland. Geboren in Breslau, erlebte er eine entbehrungsreiche Jugendzeit und begann seinen beruflichen Werdegang nach dem Zweiten Weltkrieg. 1953 siedelte er in die BRD über, wo er sich der Krankenpflege und später der Kardiotechnik widmete. Als Mitbegründer des Verbands der Kardiotechniker Deutschlands (später DGfK) übernahm er 1972 das Amt des Vorsitzenden und setzte sich aktiv für die Anerkennung des Berufsstandes ein. 1990 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen.
1959
1959
21. Februar 1959 – Erste OP mit Herz-Lungen-Maschine in Düsseldorf mit Josef Güttler
Ab 21. Februar 1959 kam in Düsseldorf eine Mayo-Gibbon-HLM zum klinischen Einsatz (Kosten der HLM damals 220 000,– DM). Es folgte die erste Operation am offenen Herzen mit HLM in Düsseldorf. Josef Güttler übernimmt wesentliche Aufgaben an der Maschine – der Beruf des Kardiotechnikers nimmt hier erste Konturen an. Mit seinen, schon ab 1955 als OP-Pfleger bei Herzoperationen in Hypothermie gesammelten Erfahrungen kam J. Güttler 1958 zum ärztlichen HLM-Team in Düsseldorf und wurde zum ersten Kardiotechniker in Deutschland. Weil er im Laufe seines Berufslebens so viele Kardiotechniker ausbilden sollte, die in der Folge ihrerseits als leitende Kardiotechniker ihr Berufswissen an Schüler weitergeben würden, wurde Güttler zum „Vater der Kardiotechnik“ in Deutschland.
1959
1960
9. März 1960 – Start in Göttingen mit Herbert Bock
Der junge Operationspfleger Herbert Bock, später ebenfalls Pionier der Kardiotechnik, arbeitet erstmals an der HLM bei dem von Prof. Koncz durchgeführten ersten herzchirurgischen Eingriff in Göttingen. Er wird später zum Mitgründer des Berufsverbands. Auch Bock bildete Kardiotechniker aus, die an anderen Universitätskliniken die Leitung der Kardiotechnik übernahmen.
1960
1960
Herbert Bock
Herbert Bock war ein deutscher Pionier der Herz-Lungen-Maschinen. Er arbeitete von 1960 bis 2000 als leitender Kardiotechniker in Göttingen und entwickelte viele technische Neuerungen, die Herzoperationen sicherer machten – etwa neue Blutpumpen, Sauerstoffgeräte und Messsysteme. Er gehörte 1971 zu den Gründern der Deutschen Gesellschaft für Kardiotechnik und war deren Schatzmeister. Außerdem setzte er sich früh dafür ein, dass auch Frauen in diesem Beruf arbeiten konnten.
1960
1963
17. Dezember 1963 – Erste tarifliche Anerkennung für „Angestellten an der Herz-Lungen-Maschine“
Das älteste im Archiv der Deutschen Gesellschaft für Kardiotechnik überlieferte Dokument ist ein vom 17. Dezember 1963 datiertes Schreiben eines Herrn Pickshaus von der Bezirksverwaltung Nordrhein-Westfalen der Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr (ÖTV) an Josef Güttler. Der Gewerkschafter vermeldete einen Erfolg. Die kommunalen Arbeitgeber hatten dem Antrag der Gewerkschaft zu den „Angestellten an der Herz-Lungen-Maschine“ zugestimmt. Sie waren nunmehr in den Bundesangestelltentarif (BAT) eingruppiert von VII bis Vb. Ein erster Durchbruch.
1963
1970
10. November 1970 – Aufruf zur Verbandsgründung durch Josef Güttler
Josef Güttler verschickt in Absprache mit Bock ein Rundschreiben an Kollegen mit dem Vorschlag, eine Interessenvertretung für „Pumpisten“ zu gründen. Die ersten Ziele: • Schaffung eines Berufsbildes • Einführung einer Berufsbezeichnung • Festlegung der Tätigkeitsmerkmale und einer einheitlichen Tarifstruktur • Erfahrungsaustausch
1970
1971
25.–26. Juni 1971 – Gründung des „Verband der Cardiotechniker Deutschlands VdCD“
Auf Güttlers Brief vom November 197041 erfolgte jedoch außer aus Bonn und Essen keine Antwort. Diese Initiative lief zunächst ins Leere. Doch dann trat zu Herbert Bock und Josef Güttler ein dritter Akteur in den Wettstreit um die Selbstorganisation der „Pumpisten“ ein. Gunther Lutz in Hamburg befragte die Kollegen nicht nach ihrer Meinung über anzustrebende Ziele. Er lud sie ohne Umschweife zu einer Versammlung ein. Sie sollten sich am 25. und 26. Juni 1971 zu einer Tagung im Hamburger Hotel Parkhochhaus einfinden. Insgesamt 25 Kollegen trafen sich in Hamburg. Schon am Freitagabend hatte man sich nach längerer Diskussion schließlich auf die Berufsbezeichnung „Cardiotechniker“ geeinigt. Der „Verband der Cardiotechniker Deutschlands“ (VdCD) wird am26. Juni 1971 gegründet. Das „C“ sollte im Jahr darauf durch ein „K“ ersetzt werden, aus dem VdCD der VdKD werden. Die erste Vorstandswahl: Gunther Lutz wird Vorsitzender, Josef Güttler Stellvertreter, Gunter Kahl (Hamburg) Schriftführer und Herbert Bock Schatzmeister. Verbandsziele waren die fachliche Förderung des Personals an Herz-Lungen-Maschinen, wozu ein enger Erfahrungs- und Meinungsaustausch der Verbandsmitglieder gehören sollte, sowie eine Vereinheitlichung der Gehälter durch die tarifliche Einstufung auf Bundesebene, zu erreichen in Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften.
1971
1971
Die 25 Gründungsmitglieder in alphabetischer Reihenfolge
1971
1971
Erstes Logo des Verbandes der Cardiotechniker Deutschlands VdCD
Erstes Logo des Verbandes der Cardiotechniker Deutschlands VdCD
1971
1975
30. Mai 1975 – Erste große Verbandstagung in Düsseldorf
Die 4. Mitgliederversammlung am 30. Mai 1975 in Düsseldorf war einmal mehr von einer internationalen Fortbildungstagung begleitet worden, einer besonders eindrucksvollen, an der 200 Kardiotechniker aus dem In- und Ausland in der Chirurgischen Universitätsklinik teilnahmen, geleitet von Josef Güttler. Themen waren „Myokardprotektion“ und „Verlängerter kardiopulmonaler Bypass“. Man konnte 1975 schon 15 Firmen aus Medizin- und Labortechnik gewinnen, ihre Produkte im Rahmen der Tagung zu präsentieren.
1975
1975
1975 – Erstausgabe der Verbandszeitschrift „Kardiotechnik“
Rechtzeitig zur Mitgliederversammlung 1975 war nun auch die erste Nummer der Verbandszeitschrift „Kardiotechnik“ erschienen. Nach einer Reihe frustrierender Absagen waren endlich ehrenamtliche Mitarbeiter gefunden worden. Der Erlanger Kardiotechniker Peter Becker hatte die redaktionelle Leitung übernommen. Ein Heft voller Fachaufsätze, das in der Fachwelt hohe Anerkennung gewinnen, aber natürlich ebenso den politischen Zielen des Verbands dienen sollte. Finanziert wurde es durch Anzeigen der Industrie.
1975
1979
1979 bis 1983 – Erste geregelten Ausbildungsschritte
Schon sehr früh (ab 1972) wurden die jährlichen Mitgliederversammlungen als Fortbildungs- und Arbeitstagung konzipiert. Später kamen engagierte Veranstaltungen führender Herzchirurgen hinzu. Von 1979 bis 1983 wurden in Berlin von Prof. Bücherl und Prof. Birnbaum 14-tägige Fortbildungskurse für Kardiotechniker durchgeführt. In diesem Zeitraum fasste der VdKD-Vorsitzende Horst Gehle den Plan, „Berlin ausbildungsmäßig zur festen Einrichtung werden zu lassen“.
1979
1980
1980 – Erstes Ausbildungskonzept durch Horst Gehle vorgestellt
Der Entwurf eines nachhaltigen, noch nach einem Jahrzehnt aktuellen Ausbildungskonzepts der Kardiotechnik, gilt als die bedeutendste Leistung des Vorsitzenden Gehle. 1980 vorgestellt, sah es eine Ausbildungsdauer von zwei Jahren vor, mit über 1100 Stunden Theorie für zwölf Fachbereiche und für vier weitere Fachbereiche 58 Wochen Praktika.
1980
1980
Horst Gehle
Horst Gehle, ursprünglich Krankenpfleger, stieg in der Kardiotechnik auf und übernahm 1979 den Vorsitz des VdKD. Unter seiner Leitung entstand die erste Geschäftsordnung sowie ein umfassendes Ausbildungskonzept für Kardiotechniker. Seine Arbeit legte den Grundstein für die professionelle Etablierung des Berufs.
1980
1984
2. Juni 1984 – Umbenennung der Fachgesellschaft
Der „Verband der Kardiotechniker Deutschlands (VdKD)“ wird offiziell zur „Deutschen Gesellschaft für Kardiotechnik e. V.“ (DGfK). Damit rückt die fachliche, wissenschaftliche Ausrichtung stärker in den Mittelpunkt.
1984
1985
18. Mai 1985 – Beginn der „Ära Lauterbach“ – Wahl zum 1. Vorsitzenden
Mit der Wahl von Gerhard Lauterbachs zum 1. Vorsitzender gelangte noch einmal einer der ersten 25, die schon im Juni 1971 in Hamburg dabei gewesen waren, eines der Gründungsmitglieder, an die Spitze des Verbands, aus dem nun eine Gesellschaft wurde. Die DGfK sollte er bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2009 leiten, fast ein Vierteljahrhundert. Man muss daher von einer „Ära Lauterbach“ sprechen, die 1985 in Essen für die DGfK anbrach. Niemand vor ihm hatte die Organisation der deutschen Kardiotechniker so lange geleitet. Auch niemand nach ihm bis jetzt und aller Voraussicht nach auch in Zukunft nicht.
1985
1985
Gerhard Lauterbach
Als Mitbegründer und langjähriger Vorsitzender der DGfK prägte Lauterbach die Organisation entscheidend. Er etablierte Ausbildungsprogramme und förderte den Studiengang Kardiotechnik. Als Dozent und Herausgeber des „Handbuchs der Kardiotechnik“ setzte er sich für die Weiterentwicklung der Berufsstandards ein und unterstützte die wissenschaftliche Arbeit im Bereich der Kardiotechnik.
1985
1987
Mai 1987 – Antrag auf FH-Ausbildung in Jülich
Auf Antrag von Gerd Lauterbach beschließt die Mitgliederversammlung in Kaiserslautern einstimmig, die Ausbildung auf Ingenieurniveau an der FH Jülich zu etablieren. Ziel war es die akademische Professionalisierung der Kardiotechnik voranzubringen. Lauterbachs Argumentation war, dass nur ein Studium an einer staatlichen Hochschule mit Diplom-/Bachelorabschluss langfristig wissenschaftliche Anerkennung, tarifliche Gleichstellung mit anderen medizintechnischen Berufen und die Durchlässigkeit für Weiterbildung (z. B. Masterstudiengänge) gewährleistet.
1987
1987
1987/1988 – Gründung der Akademie für Kardiotechnik am DHZB durch Prof. Hetzer
1987 gründete Prof. Hetzer, inspiriert durch die in den USA beobachtete hohe Qualität der Kardiotechnik, am Deutschen Herzzentrum Berlin die Akademie für Kardiotechnik – eine Einrichtung, die heute in ihrem 37. Jahr steht und ihren Kursanten inzwischen ermöglicht, den ersten akademischen Grad zu erwerben. Der erste Kurs über vier Semester in Theorie, Praxis und begleitenden Praktika konnte im Frühjahr 1988 begonnen werden. Peter F. Böttger war der Leiter der Akademie für Kardiotechnik bis zu seiner Pensionierung im Jahre 2003. Seit diesem Zeitpunkt leitet Dr. rer. medic. Frank Merkle die Institution.
1987
1988
Peter Böttger
Peter Böttger führte die DGfK von 1976 bis 1979 und trug maßgeblich zur Ausbildung im Bereich Kardiotechnik bei. Als erster organisatorischer Leiter der Akademie für Kardiotechnik in Berlin entwi-ckelte er Ausbildungsprogramme und veröffentlichte 2012 die Chronik der Gesellschaft. 2005 wurde er für seine Verdienste zum Ehrenmitglied ernannt.
1988
1991
10. Mai 1991 – Erlass der KardTechAPrO
Im Mai 1991 wurde die „Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Kardiotechnikerinnen und Kardiotechniker (KardTechAPrO)“ vom Land Berlin erlassen. Sie ist die offizielle Grundlage für die Ausbildung und Prüfung in diesem Beruf in Berlin. Zuletzt wurde sie durch Verordnung vom 16. März 2009 geändert.
1991
1991
1991 – Neustart der Zeitschrift Kardiotechnik
Bis zum Jahr 1989 erschien die Zeitschrift zur Aus- und Fortbildung von Kardiotechnikern in Köln, zuletzt in unregelmäßigen Abständen. Aufgrund eines Mitgliederbeschlusses von 1991 wurde ein professioneller Neustart der Zeitschrift in Angriff genommen. Dazu erhielt die Hamburger Marketingfirma MTP, bzw. deren Tochtergesellschaft ProMeComm, den Auftrag, eine umfassende Erneuerung vorzunehmen. Wichtig für alle Beteiligten war es, dass die KARDIOTECHNIK regelmäßig mit vier Ausgaben und einem Umfang von 36 bis 44 Seiten erscheint. Dies gelingt bis heute.
1991
1991
1991 – Gründung und Ziele des EBCP „European Board of Cardiovascular Perfusion“
Das EBCP wurde 1991 gegründet, um einheitliche Standards in der Ausbildung und Zertifizierung von Perfusionisten in Europa zu etablieren. Ziel war es, die Qualität der Patientenversorgung durch standardisierte Ausbildung und Anerkennung der Qualifikationen zu verbessern und die Mobilität von Fachkräften innerhalb Europas zu fördern. Das EBCP entwickelte das European Certificate in Cardiovascular Perfusion (ECCP), das als Nachweis für die fachliche Qualifikation dient.
1991
1992
1992 – Verbandslogo im Wandel. Das zweite Logo der DGfK
Als der Verband der Kardiotechniker 1971 gegründet wurde, spielten Mechanik und Zahnräder noch eine gewisse Rolle, dargestellt auf den ersten Logos der Zeitschrift und des Verbandes. Mit dem Neustart der Zeitschrift KARDIOTECHNIK 1992 wandelten sich die ehemaligen Zahnräder in symbolische Kreise. Da zu dieser Zeit die Grafik-Computerprogramme noch nicht verbreitet waren, entstanden die blauen und roten Kreisflächen per Buntstift.
1992
1993
1993 – Start der Kardiotechnikerausbildung/-studium an der Fachhochschule Jülich
Auf der Mitgliederversammlung vom 20. Mai 1993 in Hamburg durfte Gerhard Lauterbach endlich erklären, „dass es ihm eine ganz besondere Freude sei, diesmal berichten zu können, dass die Bemü-hungen erfolgreich waren. Im April 1993 hat das Ministerium für Wissenschaft und Forschung des Landes NRW der Fachhochschule Aachen, Abt. Jülich, eine Professorenstelle zur Einrichtung des Schwerpunktes Kardiotechnik zugewiesen. Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, einen solchen Schwerpunkt an der Fachhochschule einzurichten.“ 1996 sollten die ersten Studierenden ihr Studium mit einer Diplomarbeit abschließen.
1993
1995
1995 – Kardiotechnik an der Hochschule Furtwangen
Der eigenständige Diplom-Studiengang „Medical Engineering“ wurde unter dem Gründungsstudiendekan Prof. Dr. Gerd Haimerl 1995 ins Leben gerufen. Man begann damals mit 16 Studienanfängern. Im folgenden Semester stieg die Anzahl auf 56 neue Studierende. Das Interesse war enorm und so etablierte sich der Studiengang schnell. Zusammen mit dem Studienschwerpunkt „Biomedizinische Technik“ wurde der Schwerpunkt „OP-Ingenieurwesen/Kardiotechnik“ eingeführt.
1995
2005
2005 – Kardiotechnik an der Fachhochschule Münster
Seit Beginn des 2000er Jahre wurden am Fachbereich Physikalische Technik der FH Münster Wahlveranstaltungen mit dem Titel „Kardiotechnik“ angeboten, initiiert und durchgeführt von Frau Prof. Dr. rer. nat. Karin Mittmann, Labor für Medizinische Bio- und Gentechnik. 2004 wandte sich die Fachhochschule an den Vorstand der DGfK mit dem Angebot, das Wahlpflichtmodul Kardiotechnik mit einem entsprechenden Praktikum in den Masterstudiengang „Biomedizinische Technik“ einzubinden. Im Sommersemester 2005 startete im Labor für Medizintechnik und Ergonomie von Prof. Dr.-Ing. Uvo Hölscher das Wahlpflichtfach Kardiotechnik. Den Lehrauftrag erhielt Gerhard Lauterbach, er unterrichtete „Extrakorporale Zirkulation“, „Herzunterstützungssysteme“ und „Herzschrittmachertechnik“.
2005
2009
8. November 2009 – Christoph Benk wird neuer Vorsitzender der DGfK
Nach 24 Jahren endete die „Ära Lauterbach“ auf der 38. ordentlichen Mitgliederversammlung der DGfK am 8. November 2009 in Weimar. Gerhard Lauterbach trat nicht mehr zu den Neuwahlen an. Sein Nachfolger wurde Christoph Benk von der Universitätsklinik Freiburg.
2009
2009
Christoph Benk
Christoph Benk führte die DGFK von 2009 bis 2015 als Präsident. Zuvor war er Leiter des wissenschaftlichen Beirats und trieb den Wandel von einer Bildungseinrichtung zu einer wissenschaftlichen Fachgesellschaft voran. In seiner Amtszeit wurden die Fortbildungs- und Arbeitstagungen der DGFK neu ausgerichtet.
2009
2010
14. November 2010– Satzungsänderung bei der Benennung des Vorstandes
Der Vorsitzende und sein Stellvertreter sollen von nun an „Präsident“ und „Vizepräsident“ heißen. Damit folgte man nur dem Vorbild anderer medizinischer Fachverbände, bei denen diese Bezeichnungen schon lange üblich waren. Beide Ämter sollten nur noch höchstens über zwei aufeinander folgende Amtsperioden von derselben Person wahrgenommen werden können. Einen kleinen Ausgleich schuf man dadurch, dass die Amtsperiode von zwei auf drei Jahre erweitert wurde, damit längerfristige Projekte zu Ende gebracht werden konnten. Später wurde sogar noch eine weitere Verschärfung durchgesetzt, dass man nach zwölf Jahren aus dem Vorstand ausscheiden müsse, damit keiner das Gremium dominieren könne und damit auch ein Wechsel stattfinden kann.
2010
2010
2010 – Verbandslogo im Wandel. Das dritte Logo der DGfK
Zum 20-jährigen Zeitschriftenjubiläum entschloss sich der Verband, ein neues, modernes Verbandslogo einzuführen. Zum einen sollte es auf dem Briefbogen und den Kongressen präsent sein, zum anderen mit der Zeitschrift KARDIOTECHNIK viele Leser erreichen. Das neue Logo deutet die ehemali-gen Kreise nur noch an, greift aber die den Blutfluss symbolisierenden Farben Rot und Blau sowie die Herzkurve wieder auf.
2010
2010
2010 – ECCP wird Grundlage der deutschen Kardiotechnikerausbildung
Ziel der Fachgesellschaft war die Harmonisierung der Ausbildung. Das Curriculum des „European Board“, sein Lehrplan, wurde als Grundlage für deutsche Kardiotechnikerschulen festgelegt. Als gemeinsame Grundvoraussetzung der deutschen Kardiotechniker galt nun der Besitz des ECCP-Zertifikats.
2010
2012
2012 – Veröffentlichung der „Chronik der DGfK“
Christoph Benk initiierte die Erstellung einer Chronik der Fachgesellschaft. Als Chronist konnte er Peter Böttger, der 1971 selbst Gründungsmitglied des Verbandes der Kardiotechniker Deutschlands war und 30 Jahre als leitender Kardiotechniker, davon 15 Jahre als organisatorischer Leiter der Akademie für Kardiotechnik in Berlin gearbeitet hatte, gewinnen.
2012
2015
21. November 2015 – Adrian Bauer wird neuer Präsident der DGfK
Auf der Mitgliederversammlung am Samstag, dem 21. November 2015 in Weimar wurde anlässlich der 44. Internationalen Jahrestagung der DGfK der Vorstand satzungsgemäß neu gewählt. Adrian Bauer trat die Nachfolge von Prof. Dr. Christoph Benk als Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kardiotechnik an.
2015
2015
Adrian Bauer
Adrian Bauer war seit 2015 bis 2021 Präsident der DGFK und förderte die Professionalisierung der Verbandsarbeit. Er vertrat die DGFK zudem auf internationaler Ebene und setzte sich stark für eine verstärkte akademische Ausrichtung der Gesellschaft ein. Er hat zur Weiterentwicklung der minimalinvasiven Kardiotechnologie beigetragen.
2015
2015
2015 – Gründung „Junges Forum der DGfK“
Im Rahmen der 44. Internationalen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiotechnik e. V. und der 7. Fokustagung Herz in Weimar kam es zur Vorstellung des jungen Forums der DGfK. Ziele und Aufgaben des Jungen Forums sei das Zusammenführen aller Studenten und Auszubildenden der Fachrichtung Kardiotechnik. Das Junge Forum steht als Interessenvertretung den Studenten, Auszubildenden und Berufsanfängern zur Seite und vertritt direkt auf Vorstandsebene Ideen, Wünsche und Anregungen vor der DGfK.
2015
2020
2020 – Konsensuspapier „Qualifikation, Kenntnisse, Aufgaben und Verantwortlichkeiten des Klini-schen Perfusionisten Kardiotechnik (KPK)
Das Konsensuspapier der medizinischen Fachgesellschaften (DGfK, DGTHG, DGK, DGPK, DGAI, DIVI, DGIIN) über die Qualifikation, Aufgaben und Verantwortlichkeiten Klinischer Perfusionisten Kardio-technik (KPK) wird Anfang 2020 publiziert . Das Papier legt erstmals detaillierte Standards für Wissen, Aufgaben und Verantwortung von KPK fest. Es fordert, die Ausbildung zu vereinheitlichen, die Berufsbezeichnung rechtlich zu schützen und den KPK als staatlich anerkannten Gesundheitsberuf ein-zuführen.
2020
2021
20. November 2021 – Frank Münch wird neuer Präsident der DGfK
Nachdem Adrian Bauer satzungsgemäß nach 12-jähriger Vorstandstätigkeit aus dem Vorstand austreten musste, wurde im Rahmen der 50. Internationale Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiotechnik e.V. und der 13. Fokustagung Herz, am 20. November 2021, Frank Münch aus Erlangen zum neuen Präsident der DGfK gewählt.
2021
2021
Frank Münch
Frank Münch ist gelernter Feinmechaniker und Medizintechniker. Seit 1995 arbeitet er als Perfusionist am Herzzentrum Leipzig, 1997 legte er die ECCP-Prüfung ab. 1999 wechselte er an das Universitätsklinikum Erlangen und absolvierte 2013 ein Studium in Cardiovascular Technology an der Universität Aarhus. An der FAU Erlangen-Nürnberg promovierte er 2021 in Humanbiologie und habilitierte sich 2025 im Fach Perfusiologie und Technische Medizin. Er ist an mehreren Hochschulen als Dozent tätig und Autor von über 70 peer-reviewten Fachartikeln, mehr als 90 Abstract-Vorträgen sowie mehreren Buchbeiträgen und Tutorials.
2021
2021
2021 – Veröffentlichung „Die Geschichte der Deutschen Gesellschaft für Kardiotechnik“
Zur 50. Internationale Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiotechnik wurde zum fünf-zigsten Jubiläum eine weitere Chronik herausgegeben. Unter dem Titel „Die Geschichte der Deutschen Gesellschaft für Kardiotechnik“ hat der Historiker Francesco Mammone, in Zusammenarbeit mit dem Chronisten Holger Zorn, die Geschichte unserer Gesellschaft wissenschaftlich aufgearbeitet.
2021
2024
2024 – Umbenennung der Fachzeitschrift KARDIOTECHNIK in „Die Perfusiologie“
Mit der 1. Ausgabe 2024 änderte die Fachzeitschrift der DGfK ihren Namen. In Zukunft heißt die Zeitschrift „Die Perfusiologie“. Man orientierte sich mehr an der globalen wissenschaftlichen Bezeichnung des Berufes.
2024
2025
2025 – Umbenennung der Fachgesellschaft in die „Die Deutsche Gesellschaft für Perfusiologie und Technische Medizin (DGPTM)“
Um den Beruf internationaler aufzustellen, wo Kardiotechniker als klinische Perfusionisten bezeichnet werden und um den nationalen Kollegen eine bessere berufliche Verhandlungsposition zu gewähr-leisten, hat man sich entschieden, die Gesellschaft umzubenennen. Die Wissenschaft der Perfusion ist die Perfusiologie. Daran angelehnt nennt die Gesellschaft sich ab 2025 „Die Deutsche Gesellschaft für Perfusiologie und Technische Medizin (DGPTM)“.
2025
2025
2025 – Verbandslogo im Wandel. Das vierte Logo.
Im Zuge der Namensänderung der Fachgesellschaft wurde auch eine neues, modernes Logo implementiert. Angelehnt ist es an sein Vorgänger aus dem Jahr 2010.
2025

Das Fachwissensquiz Januar ’26 ist online!

Das Fachwissensquiz von Januar ’26 zum Thema „Künstliche Intelligenz in der Perfusiologie (Teil 1)“ ist online!

Jeden ersten Montag im Monat bietet dir die DGPTM die Gelegenheit, dein Fachwissen auf den Prüfstand zu stellen und aufzufrischen.

Für jedes absolvierte Quiz erhältst du einen halben Punkt zur EBCP-Akkreditierung. Mit regelmäßiger Teilnahme kannst du so bis zu sechs Punkte im Jahr erreichen. Achtung: Hierfür musst Du eingeloggt sein! Den Fortbildungsnachweis findest Du im Mitgliederbereich.

Das DGPTM-Fachquiz ist mehr als nur ein Wissenstest – es ist deine spannende Chance zur Fortbildung.

Viel Freude beim Rätseln!

Bitte im Mitgliederbereich einloggen – es gibt Neuigkeiten für euch

Daten aktualisieren

Im geschützten Mitgliederbereich könnt ihr ab sofort eure persönlichen Angaben prüfen und aktualisieren. Bitte schaut nach, ob Adresse, E-Mail und weitere Kontaktdaten noch stimmen und ergänzt bei Bedarf eure akademischen Titel, damit wir euch künftig korrekt ansprechen können.

Gehaltsumfrage

Außerdem läuft weiterhin unsere Gehaltsumfrage. Eure Teilnahme hilft, ein realistisches Bild der beruflichen Situation in unserer Berufsgruppe zu zeichnen und Argumentationsgrundlagen gegenüber Kliniken, Politik und Öffentlichkeit zu stärken. Die Umfrage ist anonym und in sehr kurzer Zeit erledigt.

EFN-Barcodes herunterladen

Auf Wunsch könnt ihr euch im Mitgliederbereich auch eure persönlichen EFN-Barcodes anzeigen lassen und ausdrucken. So habt ihr sie für Fortbildungen und Zertifikate jederzeit griffbereit.

Wir freuen uns, wenn ihr euch kurz einloggt, eure Daten auf den neuesten Stand bringt und die Angebote im Mitgliederbereich nutzt.

Preisträger Jahrestagung 2025 und Jubilare der DGPTM

Herzlichen Glückwunsch an die Jubilare der DGPTM und an alle, die einen Preis erhalten haben. Ein ebenfalls großer Dank richtet sich an die Sponsoren der Preise.

Eine Übersicht zu den Abstracts der prämierten Arbeiten befindet sich am Ende des Artikels.

 

Tagungspreis 2025 der DGPTM (Sponsor: free life medical GmbH)

Preisträger: Nicola Kwapil, Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz

Auf dem Foto sind von links nach rechts: Sebastian Tiedge, Nicola Kwapil, Rigobert Schnur (von free life) und PD Dr. Alexander Horke

 

DGTHG-Preis Fokustagung Herz 2025 (Sponsor: Dr. Franz Köhler Chemie GmbH)

Preisträgerin: Dr. Claudia Arenz, Universitätsklinikum Bonn

Auf dem Foto sind von links nach rechts: Sebastian Tiedge, Dr. Claudia Arenz, PD Dr. Alexander Horke und Dr. Stefan Fritz (von Köhler Chemie)

 

Nachwuchsförderpreis der Jungen Foren (Sponsor: Dr. Franz Köhler Chemie GmbH)

Preisträgerin: Gloria Nulchis, Universitätsklinikum Tübingen

Auf dem Foto sind von links nach rechts: Sebastian Tiedge, Gloria Nulchis, PD Dr. Alexander Horke und Dr. Stefan Fritz (von Köhler Chemie)

 

Innovationspreis (Sponsor: Eurosets GmbH Deutschland)

Preisträger: Nicola Kwapil, Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz

Auf dem Foto sind von links nach rechts: Sebastian Tiedge, Nicola Kwapil, Martin Schmidthöfer (von Eurosets), PD Dr. Frank Münch, PD Dr. Alexander Horke

 

Förderpreise (Sponsor: Terumo Deutschland GmbH)

A: bestbewerteter Originalbeitrag

Preisträger: Simon Mayer, Herzzentrum Klinikum Stuttgart

Auf dem Foto von links nach rechts: Dr. Lars Saemann, Simon Mayer und Tilo Barth (von Terumo)

B: beste Erstveröffentlichung

Preisträger: Lukas Fiebig, Hochschule Furtwangen

Auf dem Foto von links nach rechts: Dr. Lars Saemann, Lukas Fiebig und Tilo Barth (von Terumo)

 

Preisträger zum Josef Güttler Stipendium

Preisträger: Jhonathan Torres Mosquera, Universitätsklinikum Magdeburg

Auf dem Foto mit PD Dr. Frank Münch

 

 

Hier die Jubilare aus diesem Jahr, jeweils mit PD Dr. Frank Münch

50 jähriges: Jürgen Witt

40 jähriges: Stefan Kasseckert, Albert Dick

25 jähriges: Olaf Sillmann (Foto anbei), Holger Schulze Schleithoff, Mathias Opitz (Foto anbei), Joachim Naumann (Foto anbei), Frank-Oliver Große (Foto anbei), Markus Fischer, Andreas Behrendt, Johannes Amberger

 

 

Übersicht zu den Abstracts der prämierten Arbeiten

Tagungspreis 2025 der DGPTM

A-168 Kompakter ECMO-Trolley – ein Transportsystem für alle Materialien Nicola Kwapil
(Universitätsmedizin Mainz) (DGPTM)

 

DGTHG-Preis Fokustagung Herz 2025

A-158 Pulmonalklappendilatation bei frühsymptomatischer Fallot-Tetralogie: Erste palliative Maßnahme und Einfluß ballonbedingter Klappeneinrisse auf die chirurgische Strategie Dr. Claudia Arenz (Universitätsklinikum Bonn) (DGTHG)

 

Nachwuchsförderpreis der Jungen Foren

A-174 Über die allometrischen Interaktionen der fraktalen Eigenschaften des kardiovaskulären Gefäßsystems und dem Hagen-Poiseuille’schen Gesetz. Erkenntnisse aus einem mathematischen Modell und der Simulaiton per Computational Fluid Dynamics für Bypässe. Gloria Nulchis
(Universitätsklinikum Tübingen)

 

Innovationspreis

A-167 Kinder ECMO Fahrtrage 2.0 – eine standardisierte Lösung für Deutschland Nicola Kwapil
(Universitätsmedizin Mainz) (DGPTM)

 

 

Credits der Fotos:

DGPTM/Klindtworth

Der „Maschinist“ im Saal. Die Arbeit von Perfusionist:innen (Zeitungsartikel)

Im Operationssaal gibt es eine Berufsgruppe, die nie direkt am OP-Tisch stehen und doch überlebenswichtig in ihrer Tätigkeit sind: die Perfusionist:innen. Während das Operationsteam am Herzen arbeitet, steuern sie die Herz-Lungen-Maschine, überwachen Blutfluss, Sauerstoffsättigung und zahlreiche Laborwerte und sorgen dafür, dass der Körper des Patienten auch dann optimal versorgt bleibt, wenn Herz und Lunge vorübergehend stillstehen. Ihre Arbeit verbindet hochpräzise Medizin mit komplexer Medizintechnik – entscheidend dafür, dass solche Eingriffe überhaupt möglich sind.

Zeitungsartikel Donaukurier Geschichte aus dem OP Saal

Willkommen zur neuen Webseite

Nach über einem ¾ Jahr der Planung, intensiven Meetings, Codierung und Schreibarbeit ist am 13.01.2025 ist unsere neue Website live gegangen und wir sind stolz, hier ein neues Zuhause für unsere Mitglieder geschaffen zu haben. Zukünftig soll sie zur zentralen Plattform des Austauschs in unserer Community werden. Dafür arbeiten wir im Hintergrund an spannenden Erweiterungen.

Ein Highlight wird ein eigener „News“-Bereich sein, der euch stets über aktuelle Entwicklungen rund um Perfusion und technische Medizin informiert. Schaut regelmäßig vorbei und bringt euch ein – wir freuen uns auf eure Anregungen!

Anmeldung

oder
Achtung: Mehrfache Anforderungen beschleunigen die Mailzustellung nicht. Ein Login mit Microsoft funktioniert nur, wenn die Microsoft-Email der hinterlegten E-Mail Adresse entspricht.
Als Mitglied der DGPTM können Sie sich mit der bei uns hinterlegten Mailadresse oder Ihrem Benutzernamen ganz einfach mit einem Einmalpasswort einloggen. Dieses bekommen Sie per Mail geschickt. Sie werden danach direkt in den Internen Bereich geleitet.
Ihr Benutzername besteht aus den ersten beiden Buchstaben Ihres Vornamens und Ihrem Nachname (ä=ae ect).