Die Perfusiologie

Offizielles Organ der DGPTM e.V.

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In der Perfusiologie gibt es, wie in allen technischen Berufen, stetig neue Entwicklungen und wachsende Anforderungen. Unser regelmäßig erscheinendes Fachmagazin Die Perfusiologie sorgt dafür, dass unsere Mitglieder über alles Wesentliche informiert sind.

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2025/4
Die Perfusiologie 04/25

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2025/3
2025/3
  • Editorial 03-2025
  • Journalclub 03-2025
  • Statistik Teil 15: Histogramm und Dichteschätzung
  • Myokardprotektion in der Kinderherzmedizin: Kristalloide versus Mikroplegie Myocardial protection in paediatric cardiac medicine: crystalloid versus microplegia
  • Evaluation of the Frequency and Time Domain Analysis Concepts in the Exploration of the Impact of ECLS during Acute Cardiac Failure Bewertung der Konzepte der Frequenz- und Zeitbereichsanalyse bei der Untersuchung der Auswirkungen von ECLS bei akutem Herzversagen
Die Perfusiologie 03-2025
Editorial 03-2025
Journalclub 03-2025
Statistik Teil 15: Histogramm und Dichteschätzung M. Kohl, F. Münch
Pro - Histogramme und Dichteschätzungen können uns einen sehr guten Eindruck von der vorliegenden Datenverteilung geben und können uns zum Beispiel das Vorliegen von schiefen Verteilungen oder Subgruppen anzeigen. - Der Violinplot kombiniert auf geschickte Weise die Informationen des Box- und Whisker-Plots und der Dichteschätzung und stellt so eine sehr interessante Alternative zum Box- und Whisker-Plot dar. Contra - Das Histogramm hängt entscheidend von der Wahl der Klassen/Intervalle ab. Daher sollten immer die Ergebnisse für verschiedene Intervalllängen miteinander verglichen werden. - Ein Histogramm ist in jedem Fall nur eine nichtstetige Approximation der Dichte der zugrundeliegenden Verteilung, die aber meist eine stetige Dichtefunktion besitzt. - Der Kern und die Bandbreite stellen wichtige Parameter für die Dichteschätzung dar. Im Zweifelsfall sollten die Ergebnisse verschiedener Kerne und Bandbreiten miteinander verglichen werden.
Myokardprotektion in der Kinderherzmedizin: Kristalloide versus Mikroplegie Myocardial protection in paediatric cardiac medicine: crystalloid versus microplegia H. Sauer3, N. Kwapil1, M. Kohl2, T. Schiepp3, A. Purbojo1, O. Dewald1, F. Münch1 1 Herzchirurgische Klinik des Universitätsklinikums Erlangen, Krankenhausstraße 12, D-91054 Erlangen 2 Furtwangen University – Campus Villingen-Schwenningen; Fakultät Medical and Life Sciences, Jakob-Kienzle-Straße 17, D-78054 Villingen-Schwenningen 3 Furtwangen University – Campus Villingen-Schwenningen, Fakultät Mechanical and Medical Engineering, Jakob-Kienzle-Straße 17, D-78054 Villingen-Schwenningen
Einleitung: State-of-the-Art einer sicheren Myokardprotektion ist nur durch die Anwendung von Kardioplegie gewährleistet. Die Wahl der Kardioplegie hängt von der Herzerkrankung, den Vorgaben der Klinik und der Erfahrung des Herzchirurgen ab. In der nachfolgenden Studie wird die neuartige pädiatrische Mikroplegie mit dem Goldstandard der kristalloiden Bretschneider-Kardioplegie (HTK) in der Kinderherzmedizin untersucht. Material & Methoden: In einer retrospektiven Analyse über einen Zeitraum von 91 Monaten wurden alle Säuglinge bis 12 kg Körpergewicht eingeschlossen, die eine Herzoperation erhielten, bei der Mikroplegie bzw. HTK zur Myokardprotektion angewandt wurde. Ausgewertet wurden fünf definierte Zeitpunkte: pre-OP, intra-OP, post-OP, 24 h-post-OP sowie Outcome bzw. Langzeitergebnisse. Zur qualitativen Beurteilung der Myokardprotektion werden die Herzenzyme: Troponin I (Troponin), Kreatinkinase (CK) und Creatinkinasemyoglobin (CKMB) sowie der vasoaktive Inotrope Score (VIS), sowohl post-OP wie auch 24 h-post-OP verglichen. Als Outcome-Parameter wird die Beatmungs- und Intensivaufenthaltszeit, ECMO und 30-Tage-Mortalität dokumentiert. Statistisch analysiert wird mittels multipler linearer Regression, unter Adjustierung auf den RACHS-Score und die Ischämiezeit, bei einem Signifikanzniveau von 5 %. Ergebnisse: Eingeschlossen wurden 889 Säuglinge (Mikroplegie n = 556 vs. HTK n = 333). Eine detaillierte Analyse zeigte, dass die Mikroplegie-Gruppe signifikant älter und damit schwerer war, bei einer kürzeren Ischämiezeit und bei einem geringeren RACHS-Score. Die Auswertung ergab signifikant geringere postoperative Herzenzyme wie Troponin, CK, CKMB in der Mikroplegie-Gruppe bei gleichem VIS-Score direkt post-OP. Diese signifikante Differenz konnte zum Zeitpunkt 24 h-post-OP in der Mikroplegie-Gruppe nur noch für das Troponin nachgewiesen werden. Bezüglich der Outcome-Parameter zeigten sich keine signifikanten Unterschiede. Schlussfolgerung: Bezogen auf die Herzenzyme zeigten sich in der vorliegenden Analyse signifikante Vorteile für die Myokardprotektion mit Mikroplegie. Bezüglich des klinischen Outcomes und des Katecholamin-Bedarfs zeigten sich jedoch beide Kardioplegien als sichere Myokardprotektionsverfahren für die Kinderherzmedizin.
Evaluation of the Frequency and Time Domain Analysis Concepts in the Exploration of the Impact of ECLS during Acute Cardiac Failure Bewertung der Konzepte der Frequenz- und Zeitbereichsanalyse bei der Untersuchung der Auswirkungen von ECLS bei akutem Herzversagen K. F. Cahyani 1, M. Fiebich 1, S. Bernhard 1, A. Böning 2, J.Gehron 2 1 Division of Life Science Engineering, University of Applied Sciences, Giessen, Germany 2 Department of Adult and Pediatric Cardiovascular Surgery, University Hospital Giessen, Germany
In dieser Studie werden die auf Frequenz- und Zeitbereich basierenden Wellenanalysekonzepte bei der Erforschung der Auswirkungen der ECLS-Anwendung auf den Herzsimulator untersucht. Die Anwendung von ECLS zielt darauf ab, die Funktion des Herzens oder der Lunge bei Patient:innen mit akutem Herzversagen zu unterstützen, indem die Arbeit des Herzens erleichtert wird. Aufgrund des retrograden Flusses, der von der ECLS ausgeht, wird die Arbeitsbelastung des Herzens jedoch größer, was sich akut auf die Gesundheit des Patienten auswirkt, da die Nettoenergie des retrograden Flusses relativ betrachtet größer ist als die des Hauptflusses. In dieser Studie werden zwei neuartige Konzepte verwendet, nämlich die Wellentrennungsanalyse und die Wellenintensitätsmethode, die auf der Analyse im Frequenzbereich bzw. im Zeitbereich beruhen. Diese Studie wird die Machbarkeit beider Konzepte nachweisen, um den Ground-Effekt der ECLS-Anwendung auf das Impedanzmodul und die Phasenverschiebung zu untersuchen, wobei die gesammelten Fluss- und Druckwellensignale mit den beiden oben genannten Methoden quantifiziert und die Ergebnisse anschließend ausgewertet werden. Dies wird es Ärzt:innen und Forscher:innen ermöglichen, die potenziell direkten und schwerwiegenden Auswirkungen der retrograden ECLS-Flussquellen besser zu verstehen, was es der zukünftigen Forschung ermöglicht, das Verfahren und die Technik der ECLS-Anwendung zu verbessern.
2025/2
2025/2
  • Editorial 02-2025
  • Journalclub 02-2025
  • Statistik Teil 14: Logistische Regression
  • Retrograd Autologes Priming (RAP)
  • Update der S3-Leitlinie „Einsatz der intraaortalen Ballongegenpulsation in der Herzchirurgie“ der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie
  • Statistische Analyse zur Wärmeübertragung an der Hohlfasermembran während der extrakorporalen Zirkulation
  • Kommentar zum DGPTM-Positionspapier zur Ex-vivo-Organperfusion in der Transplantationsmedizin
  • Bericht zur DGTHG- Jahrestagung 2025 – „Tradition und Transformation“
Die Perfusiologie 02-25
Editorial 02-2025
Journalclub 02-2025
Statistik Teil 14: Logistische Regression M. Kohl, F. Münch
Retrograd Autologes Priming (RAP) Ch. Klüß1, A. Giesbrecht1, M. Rudloff1, D. Opacic3, J. Fliegenschmidt2, J. Krycki2, V. von Dossow2, J. Gummert3 Christian Klüß: 0000-0001-8272-320X; Markus Rudloff: 0009-0001-2807-6213; Andre Giesbrecht: 0009-0001-3787-4751; Dragan Opacic: 0000-0002-0125-7938; Janis Fliegenschmidt: 0000-0002-7396-5677; Jan Krycki: 0009-0002-3131-2990; Vera von Dossow: 0000-0001-7281-2137; Jan Gummert: 0000-0002-6956-9110 Herz und Diabeteszentrum NRW, Georgstr. 11, 32545 Bad Oeynhausen, Ärztlicher Direktor des HDZ NRW, Direktor der Klinik für Thorax- und Kardiovaskularchirurgie, Ruhr Universität Bochum, Univ.-Prof. Dr. med. Jan Gummert 1 Herz und Diabeteszentrum NRW, Fachbereich für klinische Perfusion, Leitung Markus Rudloff 2 Herz und Diabeteszentrum NRW, Institut für Anästhesiologie und Schmerztherapie, Ruhr Universität Bochum, Direktorin Univ.-Prof. Dr. med. Vera von Dossow 3 Herz und Diabeteszentrum NRW, Klinik für Thorax- und Kardiovaskularchirurgie, Ruhr Universität Bochum, Univ.-Prof. Dr. med. Jan Gummert
Zusammenfassung Retrograd autologes Priming (RAP) an der extrakorporalen Zirkulation (EKZ) ist ein seit Ende der 1990er Jahre bekanntes und sicher einsetzbares Verfahren [1]. Beschriebene Vorteile sind eine geringere Hämodilution und ein niedrigerer Fremdblutverbrauch an der EKZ [1,2]. Die Anwendung des RAP gestaltet sich in der Praxis relativ einfach und ist mit geringem Aufwand durchführbar. Die Anwendung des Verfahrens ist ebenfalls in der Cardiopulmonary Bypass (CPB)-Guideline von 2019 sowie der Patient Blood Management (PBM)-Guideline von 2024 empfohlen [3,4]. In der Praxis scheint jedoch die Akzeptanz gegenüber dem Verfahren und dessen Anwendung nicht zu 100 Prozent gegeben zu sein. Daher haben wir uns zwei Jahre nach Einführung der elektronischen Dokumentation der Primingmengen dazu entschlossen, die Akzeptanz des Verfahrens mittels einer Umfrage zu eruieren. Gleichzeitig haben wir eine Daten- bankabfrage durchgeführt. Es wurde eine RAP-Gruppe und eine Kontrollgruppe gebildet. Vorteile zeigten sich bei der Erythrozytenkonzentrat (EK)-Gabe an der HLM mit 0,43 ± 0,93 EK zu 0,21 ± 0,82 EK in der RAP-Gruppe, p = <0,001 und der EK-Gabe in den ersten 24 Stunden postoperativ mit 2,0 ± 2,79 EK in der Kontrollgruppe zu 1,62 ± 2,66 EK in der RAP-Gruppe, p = 0,028. Die Ergebnisse der Untersuchung sollen unserer Abteilung für weitere Schulungen zu diesem Thema dienen.
Update der S3-Leitlinie „Einsatz der intraaortalen Ballongegenpulsation in der Herzchirurgie“ der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie P. Grieshaber 1, A. Bauer 2, A. Böning 3, H. V. Groesdonk 4, M. Heringlake 5, O. Miera 6, I. Özlü 7, S. Schmidt 8, T. Schmitz-Rixen 9, G. Trummer 10 1 Universitätsklinikum Münster, Sektion Kinderherzchirurgie 2 Evangelisches Herzzentrum Coswig, Abteilung für Perfusiologie 3 Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Klinik für Herz-, Kinderherz- und Gefäßchirurgie, Standort Gießen 4 Helios Klinikum Erfurt, Klinik für Interdisziplinäre Intensivmedizin und Intermediate Care 5 Klinikum Karlsburg, Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin 6 DHZC Berlin, Klinik für Angeborene Herzfehler – Kinderkardiologie 7 Hochschule Bielefeld, Fachbereich Gesundheit, Lehrgebiet Pflegewissenschaft 8 Kerckhoff-Klinik Bad Nauheim, Klinik für Herzchirurgie 9 Universitätsklinikum Frankfurt, Klinik für Gefäß- und Endovascularchirurgie 10 Universitäts-Herzzentrum Freiburg/Bad Krozingen, Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie
Die intraaortale Ballongegenpulsation (IABP) ist ein lang- jährig etabliertes mechanisches Kreislaufunterstützungsverfahren. Sie zeichnet sich durch eine geringe Invasivität und eine geringe Komplikationsrate, aber auch durch eine im Vergleich zu neueren, aktiven, mechanischen Kreislaufunterstützungsverfahren geringere Kapazität aus, Herzzeitvolumen zu generieren. Unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie und Mitwirkung aller für dieses Thema relevanten Fachgesellschaften wurde 2015 eine S3-Leitlinie „Einsatz der intraaortalen Ballongegenpulsation in der Herzchirurgie“ erstellt und veröffentlicht. Diese Leitlinie wurde im Rahmen der aktuellen Leitliniengruppenarbeit aktualisiert. Hierzu wurden zunächst der aktuelle Stand der Anwendung der IABP in herzchirurgischen Kliniken in Deutschland erfasst. Die neue Version der Leitlinie wurde in vier Themenkomplexe gegliedert, Schlüsselfragen formuliert und die Empfehlungen nach Einbezug des aktualisierten wissenschaftlichen Kenntnisstands als Antworten auf die Schlüsselfragen formuliert. Weiterhin wurden pflegewissenschaftliche Aspekte der IABP-Versorgung in die neue Version der Leitlinie mit einbezogen. Die Empfehlungen zu prophylaktischem und therapeutischem Einsatz der IABP sowie zum Management der IABP und zur Differenzialindikationsstellung zur IABP-Anwendung im Kontext anderer mechanischer Kreislaufunter- stützungsverfahren zeigen, dass die IABP bei der Versorgung herzchirurgischer Patienten weiterhin einen relevanten Stellenwert hat.
Statistische Analyse zur Wärmeübertragung an der Hohlfasermembran während der extrakorporalen Zirkulation A. Saunders1,2, M. Kohl2, B. Schöneberger3, A. Wierschem3; P. Schlatter3, N. Kwapil1, O. Dewald1, F. Münch1 Amalia Saunders: 0009-0007-8905-5970; Matthias Kohl: 0000-0001-9514-8910; Andreas Wierschem: 0000-0001-7927-2065; Phillip Schlatter: 0000-0001-9627-5903; Nicola Kwapil: 0000-0002-0862-3371; Oliver Dewald: 0000-0001-5216-7978; Frank Münch: 0000-0002-2790-0418 1 Herzchirurgische Klinik des Universitätsklinikums Erlangen der Friedrich-Alexander- Universität Erlangen-Nürnberg, Krankenhausstraße 12, D-91054 Erlangen 2 Hochschule Furtwangen University, Fakultät Medical and Life Sciences, Jakob- Kienzle-Straße 17, D-78054 Villingen-Schwenningen 3 Lehrstuhl für Strömungsmechanik, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Cauerstraße 4, D-91058 Erlangen
Einleitung: Der Oxygenator mit integriertem Wärmetauscher spielt als Systemkomponente der extrakorporalen Zirkulation für den Gas- und Wärmeaustausch eine zentrale Rolle. Ähnlich dem Funktionsprinzip der Lunge, werden Gas und Blut durch semipermeable Membranhohlfasern voneinander getrennt. Für die extrakorporale Zirkulation wird ein einstellbares Gasgemisch benötigt, das dem Oxygenator als Frischgas zugeführt wird. Im Rahmen der vorliegenden Studie wird ermittelt, ob die Frischgastemperatur einen Einfluss auf die Temperatur des Patientenblutes während der extrakorporalen Zirkulation hat. Dafür wird die Wärmeübertragung an der Hohlfasermembran eines Oxygenators quantitativ erfasst. Material und Methoden: In der experimentellen In-vitro Studie wurden verschiedene Gastemperaturen (10 °C, 17 °C, 23 °C, 30 °C), FiO2-Konzentrationen (21 %, 60 %, 100 %), Blutflussraten (25 %, 50 %, 75 % des maximalen Flusses) und Oxygenator-Modelle (Affinity Fusion, Medtronic; Inspire 7M, Sorin; Capiox NX19, Terumo; D100 Physio+, Kids, Sorin) im Hinblick auf die Wärmeübertragung getestet. Daten aus Temperaturmessungen für alle variablen Einstellungen wurden in einem normothermen Blutkreislauf (36,7 ± 0,5 °C) am Bluteinlass (TBi) und -auslass (TBo) sowie am Gaseinlass (TGi) und -auslass (TGo) gesammelt. Um signifikante Einflüsse ( = 0,05) der verschiedenen Variablen auf die Wärmeübertragung festzustellen, wurden für die verschiedenen Parameterkombinationen Leistungsfaktoren (P [%] = (TBo-TBi)/(TGi-TBi)) berechnet. Die statistische Analyse erfolgte mittels ANOVA mit gemischten Effekten und Post-hoc-Tests. Ergebnisse: In Bezug auf die Variable „Gastemperatur“ wurden die höchsten berechneten Leistungsfaktoren bei 30 °C erzielt (PGastemp.30°,max = 18,1 %). Hinsichtlich der Variable „FiO2“ liegen die errechneten Leistungsfaktoren aller gemessenen Konzentrationen in ähnlichen Wertebereichen (PFiO ,21%,mean = 3,1 % und PFiO ,60%,mean = 3,4 %; PFiO ,100%,mean = 3,4 %). Die niedrigste gemessene Blutflussrate (0,25*Q̇max) zeigte den höchsten Einfluss auf die Wärmeübertragung (PQ̇*0,25,mean = 3,7 %). Bei den getesteten Oxygenatoren erreichte das Modell von Sorin signifikant höhere Werte (PSorin,mean = 3,6 %) als die anderen Modelle (PModelle,mean = 2,8 %). Schlussfolgerung: In der Studie konnte der Einfluss der Frischgastemperatur anhand der errechneten Leistungsfaktoren quantifiziert werden. Das Ausmaß der Wärmeübertragung an der Gasaustauschfläche ist primär abhängig von dem Verhältnis der Gastemperatur zur Bluttemperatur. Deren Annäherung geht mit einem erhöhten Leistungsfaktor einher. Die Wärmeübertragung erfolgt an der Hohlfasermembran bidirektional, wobei der Einfluss der Bluttemperatur erwartungsgemäß größer ausfällt als der des Frischgases.
Kommentar zum DGPTM-Positionspapier zur Ex-vivo-Organperfusion in der Transplantationsmedizin Jan Gummert
Bericht zur DGTHG- Jahrestagung 2025 – „Tradition und Transformation“ Jasper Heller
2025/1
2025/1
  • Editorial 1/2025
  • Journalclub 01/2025
  • Transfusionstrigger von Erythrozytenkonzentraten bei Neugeborenen und Säuglingen in der Herzchirurgie
  • ICD – Indikation, Implantation & Programmierung
  • Maschinenperfusion in der soliden Organtransplantation: Aktuelle Erkenntnisse und Status quo
  • Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Perfusiologie und Technische Medizin zur Ex-vivo-Organperfusion vor Transplantationen
  • Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Perfusiologie und Technische Medizin für den Einsatz der VA-ECMO unter außerklinischer extrakorporaler kardiopulmonaler Reanimation
Die Perfusiologie 1/2025
Editorial 1/2025
Journalclub 01/2025
Transfusionstrigger von Erythrozytenkonzentraten bei Neugeborenen und Säuglingen in der Herzchirurgie
ICD – Indikation, Implantation & Programmierung R. Heck1,2; N. Ghaffari3; O. Schelling2,4; V. Falk1,2,5; C. Starck1,2,6
Der implantierbare Kardioverter-Defibrillator stellt ein wichtiges Element in der Primär- und Sekundärprophylaxe des plötzlichen Herztodes für Patient:innen mit definiertem Hochrisikoprofil dar. Dem arrhythmiebedingten plötzlichen Herztod liegt in der Regel eine koronare Herzerkrankung zugrunde; er wird aber auch durch nicht-ischämische Ätiologien wie entzündliche oder myokardiale Speichererkrankungen getriggert. Dieser Artikel soll eine Übersicht über die verfügbaren Systeme, deren Konfigurationen und deren Programmierung bieten.
Maschinenperfusion in der soliden Organtransplantation: Aktuelle Erkenntnisse und Status quo D. Uluk1, F. Schliephake1, G. Lurje1
Mit dem aktuellen Spendermangel in der soliden Organtransplantation und der damit verbundenen Wartelistenmorbidität und -mortalität bietet die Ex-vivo-Maschinenperfusion einen innovativen Lösungsansatz zur Erweiterung des Spenderpools. Auf Grundlage der wissenschaftlichen und technologischen Erkenntnisse der vergangenen Jahre können marginale Spenderorgane auf unterschiedliche Weise sicher für die Transplantation genutzt werden, mit verbesserter Transplantatfunktion sowie verbessertem Empfänger- und Transplantatüberleben. Der zunehmende Einsatz der Ex-vivo-Maschinenperfusion in der Transplantationsmedizin eröffnet außerdem eine neue Dimension der multidisziplinären Zusammenarbeit zwischen Transplantationschirurgen und Perfusionisten, die für die flächendeckende Einführung moderner und zukünftiger Perfusionstechnologien entscheidend ist, um die Transplantationsergebnisse in verschiedenen Organsystemen zu optimieren.
Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Perfusiologie und Technische Medizin zur Ex-vivo-Organperfusion vor Transplantationen Frank Münch1; Lars Saemann2; Sven Maier3; Adrian Bauer4
Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Perfusiologie und Technische Medizin für den Einsatz der VA-ECMO unter außerklinischer extrakorporaler kardiopulmonaler Reanimation F. Münch1, S. Melzer2, M. Baumgärtner3, M. Hermann4, S. Mayer5, Ch. Klüß6, J. Heller7
2024/4
2024/4
  • EDITORIAL 04-2024
  • Journal Club 04-2024
  • Statistik Teil 12: Fallzahlplanung
  • Einfluss von Kardiotomiesaugerblut auf den systemischen Widerstand und den Katecholaminverbrauch
  • Erstellung eines Referenzbereiches für den präoperativen Oxygenatortest mittels Messung des Sauerstoffpartialdrucks
DIE PERFUSIOLOGIE 4-2024
EDITORIAL 04-2024
Journal Club 04-2024
Statistik Teil 12: Fallzahlplanung <div> <p class="s4">M. Kohl, F. Münch</p> </div> <div> <p class="s1">Prof. Dr. Matthias Kohl</p> </div> <div> <p class="s1"><span lang="EN-GB">Department of Medical and Life Sciences Institute of Precision Medicine Hochschule Furtwangen</span></p> </div> <div> <p class="s1">Jakob-Kienzle-Str. 17, 78054 Villingen-Schwenningen (Germany)</p> </div> <div> <p class="s1"><span lang="EN-GB">Phone: +49 (0) 7720 307-4635</span></p> </div> <div> <a href="mailto:matthias.kohl@hs-furtwangen.de" target="_blank" rel="noopener"><span lang="EN-GB">E-Mail: </span></a><a href="mailto:matthias.kohl@hs-furtwangen.de" target="_blank" rel="noopener"><span lang="EN-GB">matthias.kohl@hs-furtwangen.de</span></a> </div> <div> <a href="http://www.life-data-science.org/" target="_blank" rel="noopener"><span lang="EN-GB">www.hs-furtwangen.de · </span></a><a href="http://www.life-data-science.org/" target="_blank" rel="noopener"><span lang="EN-GB">www.life-data-science.org</span></a> </div>

Fazitbox

Pro und Contra Fallzahlplanung:

Pro

  • Die Fallzahlplanung stellt einen zentralen Schritt bei der Planung einer Studie dar.
  • Die Berechnung der Fallzahl kann mit Hilfe von Konfidenzintervallen oder statistischen Tests durchgeführt werden. Im Fall der Konfidenzintervalle sollte zusätzlich eine Sicherheitswahrscheinlichkeit analog zur Power bei den statistischen Tests verwendet werden.
  • Monte-Carlo-Simulationen werden für die Fallzahlplanung immer wichtiger, da damit auch in komplexen Situationen eine Abschätzung der Stichprobengröße möglich ist.

Contra

  • Die Fallzahlplanung ist immer nur so gut wie die gemachten Annahmen. Daher sollten diese sehr gründlich überdacht und eher konservativ gewählt werden.
  • Werden approximative, auf asymptotischen Ergebnissen basierende Formeln für die Fallzahlplanung eingesetzt, kann dies zu einer Unterschätzung der tatsächlich benötigten Fallzahl führen.
Einfluss von Kardiotomiesaugerblut auf den systemischen Widerstand und den Katecholaminverbrauch M. Walter 1,2, S. Mayer 3, B. Haupt 2, 4, C. Ulrich 1, B.C. Danner 1, I. Kutschka 1, A. El-Essawi 1 1 Herz-, Thorax und Gefäßchirurgie der Universitätsmedizin Göttingen 2 Akademie für Kardiotechnik Berlin 3 Robert-Bosch-Krankenhaus Stuttgart 4 Deutsches Herzzentrum der Charité Berlin   Walter: 0009-0004-0887-6397; S. Mayer: 0000-0003-0229-6231; Haupt: 0000-0002-5527-7715; C. Ulrich: 0000-0002-9036-4814; Kutschka: 0000-0002-7358-3513; A. El-Essawi: 0000-0002-5583-039X  

Einleitung: Fester Bestandteil einer konventionellen Herz-Lungen-Maschine (HLM) ist die Verwendung eines Kardiotomiesaugers. Gerinnungsstörungen und die Aktivierung der Immunabwehr können unter anderem die Folge sein. Konzepte, wie beispielsweise die minimalinvasive extrakorporale Zirkulation (MiECC), helfen, diese Effekte zu verringern oder zu vermeiden. Ein Ansatz dabei ist der Verzicht auf die direkte Rückgabe des sich im Thorax ansammelnden Situsblutes. Strikte Saugerblut-Separation durch den Einsatz einer maschinellen Autotransfusion (MAT) soll Entzündungsreaktionen reduzieren.

Methoden: In einer prospektiv randomisierten monozentrischen Studie wurde der Einfluss von Kardiotomiesaugerblut während elektiver Bypassoperationen auf hämodynamische Parameter untersucht. In der Interventionsgruppe (n=11) wurde das Kardiotomiesaugerblut mittels MAT aufbereitet und retransfundiert. In der Kontrollgruppe (n=14) erfolgte eine direkte Retransfusion des Kardiotomiesaugerblutes in die HLM. Der systemische Widerstand (SVR) und der Katecholaminbedarf wurden erfasst.

Ergebnisse: Die Retransfusion von unbehandeltem Kardiotomiesaugerblut führte zu einer vorübergehenden Verringerung des SVR (954,2 ± 124,7 vs. 808,0 ± 159,5; p=0,017). Bezüglich der Noradrenalindosierung konnte zu keinem Zeitpunkt ein Gruppenunterschied nachgewiesen werden (p=0,233). Der postoperative Hämoglobin- sowie Hämatokritgehalt war in der MAT-Gruppe nach 24 Stunden signifikant höher (10,45 ± 0,81 vs. 9,70 ± 0,85; p=0,022 und 31,20 ± 2,24 vs. 28,37 ± 2,44; p=0,007). Bezüglich des postoperativen Drainageverlustes innerhalb 24 Stunden ergab sich kein statistisch relevanter Gruppenunterschied (727± 175 vs. 891± 345; p=0,143).

Schlussfolgerungen: Die hämodynamische Wirksamkeit von Kardiotomiesaugerblut zeigte sich in einer temporären Verringerung des SVR als Hinweis einer Inflammationsreaktion. Allerdings ergab sich hierbei kein gesteigerter Bedarf an Katecholaminen.

Erstellung eines Referenzbereiches für den präoperativen Oxygenatortest mittels Messung des Sauerstoffpartialdrucks Turra 1, N. Spuhn 2, G. Haimerl 2, B. Scheerer 1, S. Gyüge 1, D. Riesterer 1Jan Turra: 0000-0003-1452-625X, David Riesterer: 0000-0001-6273-362X1 Universitätsklinikum Heidelberg2 Hochschule Furtwangen

Einleitung: Bei herzchirurgischen Eingriffen mit der Herz-Lungen-Maschine (HLM) hat die Sicherheit des Patienten oberste Priorität. Eine der wichtigsten Komponenten der HLM ist der Oxygenator. Präoperativ wird die Funktionsfähigkeit des Oxygenators in der Regel durch Messung des Sauerstoffpartialdrucks (pO2) des Primings überprüft. Der pO2 dient als Indikator für einen suffizienten Gasaustausch an der Membran des Oxygenators. Um den pO2-Test des Primings in Relation zu einem Referenz-pO2 für unterschiedliche inspiratorische Sauerstoffanteile des zugeführten Gasgemisches zu setzen und anhand einer Referenz bewerten zu können, wurde ein Referenzbereich für verschiedenen Oxygenatoren erstellt.

Methoden: Im Rahmen einer monozentrischen, prospektiven Studie wurden pO2-Referenzbereiche der inspiratorischen Sauerstofffraktion zwischen 0,21-1,0 für den präoperativen pO2-Test für die Oxygenatoren Affinity Fusion™ von Medtronic®, Inspire® 6F DUAL PH.I.S.I.O und 8F Inspire® DUAL PH.I.S.I.O® von LivaNova sowie A.L.ONE AF Plus© von Eurosets® unter standardisierten und zuvor definierten Bedingungen ermittelt. Darüber hinaus wurden für den Oxygenator Affinity Fusion zusätzliche Referenzbereiche für einen reduzierten Pumpenfluss und eine reduzierte Priming-Temperatur erstellt. In der Messreihe Affinity Fusion (AF) 1 wurden n = 78 Oxygenatoren und in den Messreihen AF 2 und 3 wurden jeweils n = 60 Oxygenatoren getestet. Die Oxygenatoren Inspire 6F DUAL PH.I.S.I.O, Inspire 8F DUAL PH.I.S.I.O und A.L.ONE AF Plus wurden mit jeweils n = 31 getestet.

Ergebnisse: Im Vergleich der Oxygenatoren konnte bei einer inspiratorischen Sauerstofffraktion (FiO2) von 0,3 und 0,8 ein signifikanter Unterschied der pO2-Mittelwerte in den Messreihen festgestellt werden. Eine Halbierung des Pumpflusses im Test des Affinity Fusion führte in allen Vergleichen zu einem Anstieg des pO2-Wertes während des Primings, der in einzelnen Messreihen signifikant war. Die Verringerung der Priming-Temperatur um circa 3 °C führte bei allen FiO2-Einstellungen in der Messreihe AF 3 zu einem signifikanten Anstieg des pO2 im Priming.

Schlussfolgerung: Für die in dieser Arbeit untersuchten Oxygenatoren konnte ein Referenzbereich erstellt werden, welcher der Perfusionsgemeinschaft als Werkzeug zur Beurteilung des intakten Sauerstofftransfers eines Oxygenators dienen kann. Da keine signifikanten Unterschiede zwischen den verschiedenen Oxygenatoren festgestellt wurden, kann davon ausgegangen werden, dass die Ergebnisse der Referenzbereiche auch auf andere Oxygenatormodelle in der Perfusiologie übertragbar sind.

2024/3
2024/3
  • Editorial 3-2024
  • Journalclub 3-2024
  • Statistik Teil 11: Analyse der Überlebenszeit Tutorial 3-2024
  • Aktueller Stand der Kardioplegie-Anwendungen in deutschen Herzzentren: 
  • Verkürzung der Purge Line der Dynamic Bubble Trap und die Auswirkung auf die Eliminierung von gasförmigen Mikroembolien
DIE PERFUSIOLOGIE 3-2024
Editorial 3-2024
Journalclub 3-2024
Statistik Teil 11: Analyse der Überlebenszeit Tutorial 3-2024 <span data-contrast="none">Prof. Dr. Matthias Kohl</span><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":0,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":240}"> </span> <span data-contrast="none">Department of Medical and Life Sciences Institute of Precision Medicine Hochschule Furtwangen</span><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":2,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":150}"> </span> <span data-contrast="none">Jakob-Kienzle-Str. 17, 78054 Villingen-Schwenningen (Germany)</span><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":0,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":240}"> </span> <span data-contrast="none">Phone: +49 (0) 7720 307-4635</span><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":0,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":240}"> </span> <a href="mailto:matthias.kohl@hs-furtwangen.de"><span data-contrast="none">E-Mail: </span></a><a href="mailto:matthias.kohl@hs-furtwangen.de"><span data-contrast="none">matthias.kohl@hs-furtwangen.de</span></a><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":0,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":240}"> </span> <a href="http://www.life-data-science.org/"><span data-contrast="none">www.hs-furtwangen.de · </span></a><a href="http://www.life-data-science.org/"><span data-contrast="none">www.life-data-science.org</span></a><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":0,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":240}"> </span>
Die Überlebenszeitanalyse oder allgemeiner die Ereigniszeitanalyse stellt ein wichtiges Hilfsmittel in der medizinischen Forschung dar. Mit Hilfe von Logrank-Tests oder der Cox-Regression lassen sich die Überlebenszeiten von zwei oder mehr Gruppen miteinander vergleichen und die entsprechenden Hazardraten bestimmen. Im Fall der Cox-Regression können auch noch weitere Variablen in die Analyse aufgenommen werden.  Ein besonderes Augenmerk ist bei der Überlebenszeitanalyse auf die Annahme von proportionalen Hazards zu legen. Schneiden sich die Überlebenskurven, so muss man davon ausgehen, dass diese Annahme verletzt ist. In diesem Fall sind sorgfältige Überlegungen nötig, um eine geeignete Analysemethode zu identifizieren. 
Aktueller Stand der Kardioplegie-Anwendungen in deutschen Herzzentren:  Fiebig 1, N. Kwapil 1+2, O. Dewald 1, F. Münch 1 Fiebig: 0009-0003-2367-231X, N. Kwapil: 0000-0002-0862-3371, Dewald: 0000-0001-5216-7978, F. Münch : 0000-0002-2790-0418 1 Herzchirurgie Erlangen, Loschgestraße 15, 91054 Erlangen, Universitätsklinikum Erlangen der FAU Erlangen Nürnberg (Leiter Prof. Dr. med. O. Dewald) 2  WKK Perfusionsservice GmbH & Co.KG, Wernher-von-Braun-Straße 5, 55129 Mainz-Hechtsheim
Einleitung: Eine sichere Myokardprotektion bei Herzoperationen wird durch die Anwendung von Kardioplegie erreicht. Die Wahl der genutzten Kardioplegien ist oft abhängig von dem zu behandelnden Herzfehler, dem Klinikstandard oder den Erfahrungen des Chirurgen. In einer Umfrage unter den leitenden Perfusionisten wurde der aktuelle Stand der verwendeten Kardioplegie-Lösungen in Deutschland abgefragt.  Material und Methoden: Im August 2023 wurde der Ist-Stand der Kardioplegie-Anwendungen des Jahres 2022 aller deutschen Herzzentren erfragt. Erhoben wurden die Anzahl an Eingriffen nach Altersgruppen (Kinder <18 Jahre und Erwachsene), die Eingriffe selbst, die Details zu den verwendeten Kardioplegien und die Prozesszeiten. Die interaktive Umfrage wurde in einer speziellen Online-Software programmiert und über ein Auswertungstool analysiert.  Ergebnisse: Die Rücklaufquote betrug 95 % (76 Kliniken). Davon führten 97 % (74/76) der Kliniken Herzoperationen bei Erwachsenen durch und 25 % (19/76) bei Kindern. In der Erwachsenen-Herzchirurgie wenden 19 % eine, 66 % zwei, 14 % drei und 1 % vier verschiedene Kardioplegien an. Anwendung fanden zu 78 % Bretschneider, 74 % Calafiore, 26 % Buckberg, 18 % Del Nido und 6 % andere. Die Auswahl der Kardioplegie richtete sich zu 72 % nach der Art der Operation, zu 31 % nach der Länge der Klemmzeit und zu 58 % nach den Präferenzen des Chirurgen. Im Kinderbereich wurden in 90 % der Kliniken eine und in jeweils 5 % zwei oder drei Kardioplegien verwendet. Diese teilen sich auf in 58 % Bretschneider-, 16 % Buckberg- Kardioplegie, 16 % Mikroplegie sowie jeweils 11 % Del Nido- oder St. Thomas-Kardioplegie. Als Grund für die Auswahl der Kardioplegien gaben von 19 Kliniken 37 % die Art der Operation, 42 % den Chirurgen und 31 % sonstige Gründe an.  Schlussfolgerungen: Die Analyse der vorliegenden Umfrage zeigt, dass die Vorgaben der Klinik in Kombination mit der durchgeführten Operation die Wahl der Kardioplegie-Lösung in der Erwachsenen-Herzchirurgie in Deutschland bestimmen. Die Art der Operation und die Präferenzen des Chirurgen sind in der Kinderherzchirurgie die Hauptgründe für die Wahl der Kardioplegie-Lösung. Dabei steht in 90 % der pädiatrischen Kliniken nur eine Kardioplegie für alle Eingriffe zur Verfügung. 
Verkürzung der Purge Line der Dynamic Bubble Trap und die Auswirkung auf die Eliminierung von gasförmigen Mikroembolien <ol> <li><span data-contrast="none"> Dreizler </span><span data-contrast="none">1</span><span data-contrast="none">, T. Russo-Helbig </span><span data-contrast="none">3</span><span data-contrast="none">, C. Lipps </span><span data-contrast="none">1</span><span data-contrast="none">, G. Haimerl </span><span data-contrast="none">4</span><span data-contrast="none">, C. A. Botha </span><span data-contrast="none">2</span></li> </ol> <span data-contrast="none">Thomas Dreizler: 0000-0003-0112-3849</span><span data-ccp-props="{"201341983":0,"335559739":0,"335559740":240}"> </span><span data-ccp-props="{"201341983":0,"335559739":0,"335559740":240}"> </span> <span data-contrast="none">1</span><span data-contrast="none"> Herz-Zentrum Bodensee Konstanz, Klinische Perfusion/Kardiotechnik, Leitung C. Lipps</span><span data-ccp-props="{"201341983":2,"335559739":0,"335559740":150}"> </span> <span data-contrast="none">2</span><span data-contrast="none"> Herz-Zentrum Bodensee Konstanz, Herzchirurgie, Chefarzt C. A. Botha</span><span data-ccp-props="{"201341983":0,"335559739":0,"335559740":240}"> </span> <span data-contrast="none">3</span><span data-contrast="none"> Molekulare und technische Medizin, Hochschule Furtwangen University, Villingen- Schwenningen</span><span data-ccp-props="{"201341983":2,"335559739":0,"335559740":150}"> </span> <span data-contrast="none">4</span><span data-contrast="none"> Medizintechnik/Klinische Technologien, Hochschule Furtwangen University, Villingen-Schwenningen</span><span data-ccp-props="{"201341983":0,"335559739":0,"335559740":240}"> </span>
Ein seit Jahrzehnten bekanntes Problem ist das Vorhandensein von gasförmigen Mikroembolien (GME) während der extrakorporalen Zirkulation (EKZ). Um Nachteile für den Patienten zu verhindern, war und ist es Gegenstand wissenschaftlicher Tätigkeit herauszufinden, wie GME während der EKZ verhindert werden können. Eine erfolgversprechende Möglichkeit ist die Verwendung der dynamischen Blasenfalle (DBT).  Bei der praktischen Anwendung der DBT hat sich gezeigt, dass eine Verkürzung der Purge Line sinnvoll sein kann. Es stellt sich dann die Frage, ob die Verkürzung eine relevante Auswirkung auf die Elimination von GME hat. Dazu wurden zwei Hypothesen aufgestellt. Hypothese 0 besagt, dass das Kürzen der Purge Line eine Erhöhung des GME-Aufkommens bewirkt. Hypothese 1 erwartete keine Veränderung oder Reduktion als Folge des Kürzens der Purge Line. Dazu wurde ein In-vitro-Testaufbau verwendet. Mit einem Perfusor wurde kontrolliert Luft vor der DBT eingebracht. Die Messsonden (Gampt BCC 200) wurden vor (pre-DBT) und hinter der (post-DBT) DBT angebracht. Gewählt wurden Purge Line-Längen von 60, 75, 100, 120 und 140 cm. Mit jeder Länge wurden je 20 Perfusionen gemessen. Aufgezeichnet wurden das Volumen und die Anzahl der GME sowie der Fluss.  Die Auswertung und Biostatistik wurde mit MS Excel und Epibasic 3.0 (Aarhus University) durchgeführt. Ausgewertet wurden Summen, Mittelwerte und Standardabweichung. Für die statistische Berechnung wurde der Student'sche T-Test für unabhängige Stichproben angewendet. Als statistisch signifikant wurden Werte mit p = <0,05 festgelegt.  Die Ergebnisse von Messpunkt 2 zeigten im Vergleich keine statistische Signifikanz in Fluss, Anzahl und Volumen GME bei der Referenzlänge von 140 cm.  Hypothese 1 wurde damit angenommen. Ein Kürzen der Purge Line führt zu keiner statistisch relevanten Veränderung der GME-Rate nach der DBT im In-vitro-Kreislauf. 
2024/02
2024/02
  • Editorial 2-2024
  • Journalclub Die Perfusiologie 02-2024
  • Statistik Teil 10: Wichtige Tests für nominale Merkmale
  • Lokale Lyse bei Oxygenator-Problemen unter vv ECMO bei seltenem Anti-Le(b)-Antikörper nach primär kompatibler AB0- Erythrozyten-Transfusion
  • Del Nido- versus Custodiol- Kardioplegie bei minimalinvasiven Mitralklappenoperationen
DIE PERFUSIOLOGIE 02-2024
Editorial 2-2024
Journalclub Die Perfusiologie 02-2024
Statistik Teil 10: Wichtige Tests für nominale Merkmale <ol> <li style="font-weight: 400;">Kohl, F. Münch</li> </ol> <p style="font-weight: 400;">Prof. Dr. Matthias Kohl</p> <p style="font-weight: 400;">Department of Medical and Life Sciences Institute of Precision Medicine Hochschule Furtwangen</p> <p style="font-weight: 400;">Jakob-Kienzle-Str. 17,</p> <p style="font-weight: 400;">78054 Villingen-Schwenningen (Germany)</p> <p style="font-weight: 400;"><a href="mailto:kohl@hs-furtwangen.de">Phone: +49 (0) 7720 307-4635 · E-Mail: </a><a href="http://www.hs-furtwangen.de/">kohl@hs-furtwangen.de </a><a href="http://www.life-data-science.org/">www.hs-furtwangen.de · </a><a href="http://www.life-data-science.org/">www.life-data-science.org</a></p>
Lokale Lyse bei Oxygenator-Problemen unter vv ECMO bei seltenem Anti-Le(b)-Antikörper nach primär kompatibler AB0- Erythrozyten-Transfusion Gamon 1, T. Martel 2, W. A. Osthaus 3<p style="font-weight: 400"><sup>1</sup> Zentrum für Intensivmedizin und Leitung ECMO/ECLS-Team</p><p style="font-weight: 400"><sup>2</sup> Sektionsleitung Transfusionsmedizin</p><p style="font-weight: 400"><sup>3</sup> Institut für Anästhesie und Intensivmedizin, Direktor Prof. Dr. W. A. Osthaus</p>

Im Rahmen einer superinfizierten Covid-Pneumonie bei vorbestehender Asbestose wurde eine vv ECMO etabliert. Nach primär AB0-konformer Erythrozyten-Transfusion kam es im weiteren Verlauf zu einer Leistungsreduktion des Oxygenators mit Verdacht auf Clotting der Membran. Ein Bridging zum Weaning mittels lokaler Lyse durch Alteplase war nicht erfolgreich, weshalb der Tausch des Oxygenators notwendig wurde. Durch weiterführende hämatologische Untersuchungen fanden sich Anti-Le(b)-Antikörper, die zu den plasmatischen Kälte-Antikörpern aus der IgM-Klasse zählen. Der Patient konnte am 18. Tag von der vv ECMO getrennt werden und trug durch die Transfusionsreaktion keinen Schaden davon. Bei unerwarteten Leistungseinschränkungen der vv ECMO nach Erythrozyten-Transfusionen sollte immer an eine Transfusionsreaktion gedacht werden und gegebenenfalls eine weiterführende Testung über das Labor eingeleitet werden.

Del Nido- versus Custodiol- Kardioplegie bei minimalinvasiven Mitralklappenoperationen <p style="font-weight: 400;">I.Ischewski ECCP, B.Sc.</p> <p style="font-weight: 400;">Life Systems</p> <p style="font-weight: 400;">Medizintechnik-Service GmbH</p> <p style="font-weight: 400;">Konrad-Zuse-Ring 14a</p> <p style="font-weight: 400;">41179 Mönchengladbach</p> <p style="font-weight: 400;"><a href="mailto:ina.ischewski@life-systems.de">E-Mail: ina.ischewski@life-systems.de</a></p> Ischewski 1,2, M. Hermann 1,2, T. Holubec 1, T. Walther 1 <p style="font-weight: 400;">Ina Ischewski: 0000-0001-7661-1076, Marcus Hermann: 0000-0002-4562-1615,</p> <p style="font-weight: 400;">Tomas Holubec: 0000-0003-2366-0880, Thomas Walther: 0000-0002-2892-8949</p> <p style="font-weight: 400;"><sup>1</sup> Universitätsklinikum Frankfurt, Theodor-Stern-Kai 7, 60590 Frankfurt, Direktor der Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie: Prof. Dr. Thomas Walther</p> <p style="font-weight: 400;"><sup>2</sup> Life Systems Medizintechnik-Services GmbH, Konrad-Zuse-Ring 14 a, 41179 Mönchengladbach</p>

Einleitung: Myokardprotektion ist ein Begriff, der viele Mechanismen zusammenfasst, die das Herzmuskelgewebe während eines herzchirurgischen Eingriffs schützen. Hierzu zählt die Form der kardioplegischen Protektion. Zwei unterschiedliche Myokardprotektionsformen wurden bei minimalinvasiven Mitralklappenoperationen miteinander verglichen, die Del Nido-Kardioplegie (DNKP) und die Custodiol (CCC)-Kardioplegie.

Material und Methoden: Im Zeitraum von Januar 2018 bis Juli 2021 erhielten am Universitätsklinikum Frankfurt 336 Patient:innen eine Mitralklappenoperation mit minimalinvasiver Operationstechnik. Ausschlusskriterien für die retrospektive Analyse waren Ablation bei Herzrhythmusstörungen, Kombinationseingriffe, Notfälle, Schwangerschaft und Minderjährigkeit. So konnten 119 Patient:innen eingeschlossen werden, die mit zwei verschiedenen Myokardprotektionsverfahren behandelt wurden. Diese teilten sich in die DNKP-Gruppe (n = 60) und CCC-Gruppe (n = 59) auf. Primäre Kontrollparameter waren die Kreatin-Kinase (CK), der CK-MB (Muscle and Brain)-Wert, das Troponin T (Trop T) sowie die linksventrikuläre Ejektionsfraktion (LVEF). Zu den sekundären Endpunkten gehörten der intraoperative Bedarf an Erythrozytenkonzentraten, das applizierte Kardioplegievolumen, die Hämofiltrationsrate während der extrakorporalen Zirkulation sowie die postoperative Krankenhausaufenthaltsdauer.

Ergebnisse und Diskussion: In 80 % der beobachteten Fälle konnte eine Mitralklappenrekonstruktion durchgeführt werden. CK, CK-MB und Trop T waren im Durchschnitt zu allen Zeitpunkten der Messungen in der DNKP-Gruppe niedriger als in der CCC-Gruppe. Die LVEF war prä- und postoperativ im Durchschnitt in beiden Gruppen normwertig im Bereich zwischen 55 % und 64 %. Das applizierte Kardioplegievolumen (DNKP 975 ± 309 ml vs. CCC 1650 ± 426 ml) und die Hämofiltrationsrate (DNKP n = 18/60, CCC n = 54/59) unterschieden sich in den beiden Kardioplegiegruppen. Intraoperativ wurde bei 15 % der Mitralklappenrekonstruktionen/Ersatz (MKR/E) mindestens ein Erythrozytenkonzentrat verabreicht. Die postoperative Krankenhausaufenthaltsdauer lag in beiden Gruppen bei 11 Tagen.

Schlussfolgerung: Die Ergebnisse zeigen, dass die DNKP-Gruppe bei den genannten Kontrollparametern nicht schlechter abschneidet als die CCC-Gruppe, so dass eine sichere Myokardprotektion gewährleistet ist.

2024/1
2024/1
  • Editorial 1-2024
  • Journalclub 1-2024
  • Statistik Teil 9: Die 1-Weg ANOVA 
  • Kompetenzen Perfusiologie und technische Medizin 2030
  • Relationship between Low Oxygen Delivery during Extracorporeal Circulation and Postoperative Acute Kidney Injury after Minimally Invasive Cardiac Surgery
DIE PERFUSIOLOGIE 1-2024
Editorial 1-2024
Journalclub 1-2024 <span data-contrast="none">Combined Platelet and Red Blood Cell Recovery during On-pump Cardiac Surgery Using same</span><span data-contrast="none">TM </span><span data-contrast="none">by i-SEP Autotransfusion Device: A First-in-human Noncomparative Study</span><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":2,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":296}"> </span> <span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":0,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":240}"> </span> <span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":0,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":240}"> </span> <ol> <li><span data-contrast="none"> Mansour et al.</span></li> </ol> <span data-contrast="none">Combined Platelet and Red Blood Cell Recovery during On-pump Cardiac Surgery Using same</span><span data-contrast="none">TM </span><span data-contrast="none">by i-SEP Autotransfusion Device: A First-in-human Noncomparative Study (i-TRANSEP Study).</span><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":2,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":150}"> </span> <span data-contrast="none">Anesthesiology 2023. 139(3): 287-297.</span><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":0,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":240}"> </span> <span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":0,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":240}"> </span> <span data-contrast="none">Der Einsatz maschineller Autotransfusion (MAT) ist ein integraler Bestandteil des Patient Blood Managements. Ein bedeutender Nachteil der Technik ist dabei, dass Zentrifugen zur Saugerblutaufbereitung lediglich rote Blutkörperchen zurückhalten. Für eine erste Studie an Patient:innen mit Geräteanwendung des i-SEP Device, welches zusätzlich Thrombo- und Leukozyten aufbereitet, wurden in drei französischen herzchirurgischen Abteilungen erste Ergebnisse gesammelt. Mansour et al. beschreiben in einer prospektiven Beobachtungsstudie 50 herzchirurgische Patient:innen, die unter Zuhilfenahme der extrakorporalen Zirkulation operiert wurden. Dabei wurden der Anteil „geretteter“ Blutzellen sowie die In-vitro-Funktion der Thrombozyten nach Aufbereitung ermittelt. Zudem wurden Aussagen über die Auswaschung von Heparin und freiem Hämoglobin getroffen.</span><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":2,"335551550":6,"335551620":6,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":216}"> </span> <span data-contrast="none">Mit durchschnittlich drei Waschzyklen je Fall (527 ml Retransfusionsvolumen [median]) wurden im Mittel 86,1 % der Erythrozyten bei einem Hämatokritwert von 41,8 % aufbereitet. Zusätzlich wurden 52,4 % aller Thrombozyten und 90 % der Leukozyten zurückgehalten. Heparin wurde zu 98,9 % ausgewaschen (Restkonzentration im MAT-Blut: 0,3 U/ml), gleichzeitig wurden 94,6 % des freien Hämoglobins entfernt. Die In-vitro-Testung der Thrombozytenfunktion ergab eine weitestgehend erhaltene Aktivität. Daraus lässt sich eine schonende und gute Waschqualität durch das i-SEP Device schließen. Bei keinem der 45 erfassten und definitiv mit den Eingriffen in Verbindung gebrachten unerwünschten Ereignissen sowie den drei Todesfällen im postoperativen Verlauf wurde ein Zusammenhang zum Gerät hergestellt.</span><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":2,"335551550":6,"335551620":6,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":216}"> </span> <span data-contrast="none">Die Erythrozytenkonzentration im aufbereiteten Blut ist, verglichen mit anderen kommerziell verfügbaren MAT-Geräten, gering – allerdings ist die Studienlage insgesamt sehr heterogen. Die geringere Erythrozytenausbeute wird durch die zusätzliche Zurückhaltung der Thrombozyten kompensiert, von denen mehr als die Hälfte den Patient:innen retransfundiert werden konnten. Das Gerät erfüllt damit die Erwartungen, die aus präklinischen Studien gewonnen wurden. Auch die Betrachtung des Auswaschungsverhaltens für Eiweiße, Triglyceride, freies Hämoglobin und Heparin reiht sich in die Ergebnisse aktueller Forschungen im Bereich der MAT ein.</span><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":2,"335551550":6,"335551620":6,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":216}"> </span> <span data-contrast="none">Die Studie lässt, bedingt durch den organisatorischen Ablauf, spezifische Fragen offen. Durch das Fehlen einer Kontrollgruppe ist es unklar, inwiefern die klinischen Beobachtungen der Studie sich von anderen Verfahren unterscheiden. Die Wahl der Flusscytometrie als Surrogat für die Plättchenfunktion ist der Komposition des Blutes im Transfusionsbeutel geschuldet. Klinische Vergleiche, beispielsweise mittels Aggregometrie oder Thrombelastographie vor und nach Re-Transfusion, wären sicherlich interessant gewesen. Es fällt zudem auf, dass als Waschlösung NaCl verwendet wurde, was als Wasch- sowie Trägerlösung zunehmend in den Hintergrund gerät. Hier hätte man ggf. physiologischere Arbeitsweisen wählen können.</span><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":2,"335551550":6,"335551620":6,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":216}"> </span> <span data-contrast="none">Die Autoren sehen die Studie als Validierung der in-vitro ermittelten Geräteperformance und als geeignete Basis für eine zukünftige, großangelegte Vergleichsstudie an, um klinische Vorteile des i-SEP Device sowie die Sicherheit in der Anwendung im klinischen Einsatz zu ermitteln – eine Studie, deren Ergebnisse sicherlich gespannt erwartet werden dürften.</span><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":2,"335551550":6,"335551620":6,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":216}"> </span> <span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":0,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":240}"> </span> <i><span data-contrast="none">Andreas Teske, Maquet Cardiopulmonary</span></i><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":0,"335551550":6,"335551620":6,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":240}"> </span> <span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":0,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":240}"> </span> <span data-contrast="none">Racial Bias in Pulse Oximetry Measurement</span><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":2,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":296}"> </span> <span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":0,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":240}"> </span> <span data-contrast="none">M.W. Sjoding, R.P. Dickson, T.J. Iwashyna, S.E. Gay, T.S. Valley</span><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":0,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":240}"> </span> <span data-contrast="none">The New England Journal of Medicine; 383;25, online publiziert: December 17, 2020, doi: 10.1056/NEJMc2029240.</span><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":2,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":150}"> </span> <span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":0,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":240}"> </span> <span data-contrast="none">Evaluation of the Robustness of Cerebral Oximetry to Variations in Skin Pigmentation Using a Tissue-Simulating Phantom</span><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":2,"335551550":6,"335551620":6,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":296}"> </span> <span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":0,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":240}"> </span> <ol> <li><span data-contrast="none"> Ashari, R.B. Saager, D. Burgos, W.C. Vogt, J. Wang, G. Mendoza, S. Weininger, K.B. Sung, A.J. Durkin, T. Joshua Pfefer</span></li> </ol> <span data-contrast="none">Biomedical Optics Express, Vol. 13, 5, 1 May 2022. doi: 10.1364/ BOE.454020.</span><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":2,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":150}"> </span> <span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":0,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":240}"> </span> <span data-contrast="none">Skin Pigmentation Bias in Regional Brain Oximetry Measurements?</span><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":2,"335551550":6,"335551620":6,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":296}"> </span> <span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":0,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":240}"> </span> <ol> <li><span data-contrast="none"> Quaresima, F. Scholkmann, M. Ferrari</span></li> </ol> <span data-contrast="none">Critical Care 2023; 27:10. doi: 10.1186/s13054-022-04295-4.</span><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":0,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":240}"> </span> <span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":0,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":240}"> </span> <span data-contrast="none">Die Pulsoxymetrie ist ein Verfahren zur nichtinvasiven Ermittlung der arteriellen Sauerstoffsättigung über die Messung der Lichtabsorption bei Durchleuchtung der Haut. Aufgrund der einfachen Messmethodik hat sich die Pulsoxymetrie als eines der Standardmessverfahren in der Patientenüberwachung etabliert. In speziellen Bereichen kommt immer mehr die Nahinfrarotspektroskopie (NIRS) zur Messung der Sauerstoffsättigung von Geweben durch Lichtremission über Elektroden zur Anwendung, mit welcher auch die zerebrale Sauerstoffsättigung gemessen werden kann. Neben der einfachen Durchführung dieser Messungen mittels Clips bzw. Elektroden gibt es bei diesen Verfahren jedoch auch mehrere Fehlerquellen, die dem Anwender bei der Interpretation der Messwerte bekannt sein sollten. Hinsichtlich der Verwendung von Pulsoxymetrie und NIRS bei Patient:innen mit dunkler Hautfarbe sollten mögliche Messungenauigkeiten aufgrund der Messmethodik bei der Bewertung der Messwerte beachtet werden.</span><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":2,"335551550":6,"335551620":6,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":216}"> </span> <span data-contrast="none">Die Autoren um Michael W. Sjoding haben mehrere 10.000 Messpaare zur Sauerstoffsättigung durch Pulsoxymetrie und arterieller Blutgasanalyse untersucht. Hierbei konnten sie zeigen, dass die Pulsoxymetriewerte speziell bei Menschen mit dunkler Hautfarbe in einem Messbereich von 89 bis 96 % eine Abweichung von den Werten der Blutgasanalyse aufweist und falsch hohe Messwerte bei der Pulsoxymetriemessung angezeigt werden. Die Autoren interpretieren ihre Messergebnisse dahingehend, dass bei Patient:innen mit dunkler Hautfarbe durch die Pulsoxymetrie fast drei Mal so häufig eine Hypoxämie nicht erkannt wurde.</span><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":2,"335551550":6,"335551620":6,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":216}"> </span> <span data-contrast="none">Afshari et al. beschäftigen sich in ihrer Arbeit mit Oxymetriemessungen an Gewebe-Phantomen im Labor und haben mit zwei zerebralen Oxymetriegeräten und verschiedenen Sensoren In-vitro-Messungen durchgeführt. Die Ergebnisse der Messungen zeigten eine konsistente Abnahme der Messwerte der regionalen Sauerstoffsättigung mit steigendem Melaningehalt; dieser Effekt war bei niedrigen Sättigungswerten am größten und führte bei einem der beiden getesteten Messgeräte und Sensoren für Neonaten zu einem falsch niedrigen Messwert von bis zu 15 %. Die Autoren konnten über ihre In-vitro-Messungen feststellen, dass Sensoren für Erwachsene ein geringeres Reflexionsvermögen aufweisen, wodurch die dunkle Hautfarbe weniger Einfluss auf die NIRS-Messung hat. Hierbei konnten die Autoren eine falsch niedrige Abweichung von bis zu 5 % nachweisen. Speziell bei niedrigen NIRS-Werten zeigt sich, dass bei Messabweichungen der beiden getesteten Messgeräte nicht gleichermaßen falsch niedrige Messwerte angezeigt werden, sondern sich hier, je nach Gerät, unterschiedliche Abweichungen zeigen.</span><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":2,"335551550":6,"335551620":6,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":216}"> </span> <span data-contrast="none">Die Autoren schlussfolgern, dass Modifikationen an den Messalgorithmen und/oder an der Messmethodik erforderlich sind, um Messfehler aufgrund dunkler Hautfarbe abzuschwächen. Vor allem in Situationen mit niedrigen Sättigungswerten, z. B. unter kardiopulmonaler Reanimation, müssen diese Messungenauigkeiten vom Anwender berücksichtigt werden.</span><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":2,"335551550":6,"335551620":6,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":216}"> </span> <span data-contrast="none">Quaresima und Kollegen fassen in ihrem Correspondence-Artikel zusammen, dass mehrere Studien aus jüngster Zeit zeigten, dass Pulsoxymetriemessungen bei Personen mit dunkleren Hautpigmenten weniger genaue Messwerte liefern und dieses Problem bereits seit ca. 30 Jahren besteht, jedoch bis heute nicht gelöst wurde. Die Autoren gehen davon aus, dass dieses Problem auch für andere optische Messmethoden zur Sauerstoffsättigung besteht. Dies bestätigt die oben beschriebene Arbeit von Afshari et al.. In Anbetracht der umfangreichen klinischen Anwendung der Sauerstoffsättigungsmessung durch Nahinfrarotspektroskopie schlagen die Autoren mit Nachdruck vor, dass die regulatorischen Behörden Vorkehrungen zur Verbesserung der Messgenauigkeit dieser Geräte für Menschen mit dunkler Hautfarbe treffen sollten und diese Geräte unter Umständen sogar mit Warnhinweisen versehen werden sollten. Weiterhin sollten laut den Autoren auch die Hersteller dieser Messgeräte die Messverfahren hinsichtlich der Genauigkeit bei unterschiedlichen Hautpigmentierungen verbessern.</span><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":2,"335551550":6,"335551620":6,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":216}"> </span> <span data-contrast="none">Zusammenfassend: Optische Messmethoden zur Sauerstoffsättigung, sowohl die Pulsoxymetrie als auch die Nahinfrarotspektroskopie, zeigen Messungenauigkeiten bei Menschen mit dunkler Hautfarbe. Besonders wichtig ist hierbei, dass die Messung mittels Pulsoxymetrie einen falsch hohen Wert anzeigt (siehe Publikation von Sjoding et al.), wohingegen die Messung mittels Nahinfrarotspektroskopie einen, je nach Messgerät und verwendeter Sensoren, falsch niedrigen Wert (siehe Publikation von Afshari et al.) anzeigt. Dies muss dem Anwender bei der Beurteilung der Messergebnisse und der Therapie dieser Patient:innen unbedingt bewusst sein. Bisher sind von Seiten der regulatorischen Behörden keine Hinweise bei den Geräten vorgeschrieben, werden aber immer wieder gefordert.</span><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":2,"335551550":6,"335551620":6,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":216}"> </span> <span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":0,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":240}"> </span> <i><span data-contrast="none">Marius Schimmel, Freiburg Sven Maier, Freiburg</span></i><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":2,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":216}"> </span> <span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":0,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":240}"> </span> <span data-contrast="none">Extracorporeal Membrane Oxygenation during Pregnancy and Peripartal.</span><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":2,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":296}"> </span> <span data-contrast="none">An International Retrospective Multicenter Study</span><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":2,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":296}"> </span> <span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":0,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":240}"> </span> <ol> <li><span data-contrast="none"> Fill Malfertheiner, D. Brodie, A. Burrell, F.S. Taccone,</span></li> </ol> <span data-contrast="none">L.M. Broman, K. Shekar, C .L. Agerstrand, A.L. Serra,</span><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":0,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":240}"> </span> <ol> <li><span data-contrast="none"> Frase and M.V. Malfertheiner</span></li> </ol> <span data-contrast="none">Perfusion 2023;38(5):966-972. https://doi.org/ 10.1177/02676591221090668</span><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":2,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":150}"> </span> <span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":0,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":240}"> </span> <span data-contrast="none">In den letzten Jahren haben sich sowohl die va ECMO als auch die vv ECMO-Therapie zunehmend etabliert, jedoch gibt es nur begrenzte Informationen über ihren Einsatz im Zusammenhang mit Schwangerschaft. In den Vereinigten Staaten sterben jedes Jahr etwa 700 Frauen an Komplikationen im Zusammenhang mit einer Schwangerschaft. Es wird davon ausgegangen, dass etwa 60 % der Todesfälle vermeidbar wären. Hauptursachen sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Infektionen und Blutungen, wobei mangelnde Erfahrung mit geburtshilflichen Notfällen als ein Faktor für vermeidbare Todesfälle betrachtet wird. Daher spielt die Verfügbarkeit angemessener Notfall- und Intensivpflege-Ressourcen eine entscheidende Rolle, die Anwendung einer ECMO sollte in Betracht gezogen werden, wenn diese verfügbar ist. Das Ziel der hier diskutierten Studie war es, einen repräsentativen Überblick über die tatsächlichen Indikationen und Schwangerschaftsfälle in verschiedenen internationalen Hochvolumen-ECMO-Zentren zu erhalten. Dazu wurde in sechs Kliniken aus drei unterschiedlichen Kontinenten eine internationale retrospektive, multizentrische Studie zu schwangerschaftsbedingten ECMO-Fällen durchgeführt. Eingeschlossen in die Analyse wurden alle Patientinnen, welche im Zeitraum von Januar 2009 bis Dezember 2018 während der Schwangerschaft oder bis zwei Monate nach der Geburt eine vv oder va ECMO erhielten.</span><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":2,"335551550":6,"335551620":6,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":216}"> </span> <span data-contrast="none">Insgesamt wurden im Studienzeitraum 60 ECMO-Fälle identifiziert, welche den Einschlusskriterien entsprachen. Dies entspricht 1,55 % aller ECMO-Fälle. Das mittlere Alter der Patientinnen betrug 30,5 Jahre. In 46 Fällen (77 %) kam eine vv ECMO zur Anwendung, eine va ECMO zur Kreislaufunterstützung war mit 14 Fällen (23 %) seltener notwendig. Die häufigste Indikation (20 Fälle) für eine vv ECMO-Therapie war die schwere H1N1-Influenza mit ARDS. Das mütterliche Überleben war mit 87 % hoch (n = 52). Das fetale Überleben betrug 73 % (n = 44). Bei va ECMO-Fällen betrug die mütterliche Überlebensrate 71 % (10/14), bei vv ECMO-Fällen war sie 94 % (43/46). Die Implantation der ECMO erfolgte in den meisten Fällen postpartal (n = 43), bei 17 Patientinnen war die Implantation einer vv ECMO während der Schwangerschaft notwendig. Dabei überlebten alle Mütter die Therapie, allerdings betrug die Mortalität bei den Föten 47 %.</span><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":0,"335551550":6,"335551620":6,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":240}"> </span> <span data-contrast="none">Die Autoren konnten in ihrer Arbeit zeigen, dass selbst in ECMO-Zentren mit hohem Aufkommen und viel Erfahrung eine ECMO-Therapie in oder nach der Schwangerschaft mit 1,5 % selten ist. Die Indikation für eine ECMO-Behandlung war in den meisten Fällen respiratorisch bedingt. Jedoch machten auch eine Vielzahl anderer, teils seltener Indikationen (wie zum Beispiel ein Phäochromozytom oder eine zystische Fibrose) eine ECMO-Unterstützung notwendig. Das Überleben sowohl von Mutter als auch Kind war erfreulicherweise sehr hoch und deckt sich mit anderen Studien, die in diesem Feld durchgeführt wurden.</span><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":2,"335551550":6,"335551620":6,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":216}"> </span> <span data-contrast="none">Die Autoren merken an, dass besonderes Augenmerk auf die Fälle mit tödlichem Ausgang gelegt werden sollte, da möglicherweise einige Todesfälle durch eine bessere Entscheidungsfindung verhindert werden können. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die ECMO-Therapie in der Schwangerschaft und postpartalen Phase eine lebensrettende Maßnahme darstellt, welche gleichzeitig mit einem guten Outcome verbunden ist, da die überlebenden Patientinnen das Krankenhaus laut den Autoren in guter Gesundheit verlassen konnten. Im Falle geburtshilflicher Notfälle ist es daher entscheidend, dass die Möglichkeit der ECMO-Unterstützung in Betracht gezogen wird, diese rechtzeitig angefordert wird und sichergestellt ist, dass die erforderlichen Ressourcen verfügbar sind. Die erfolgreiche Anwendung erfordert eine koordinierte Teamleistung von Geburtshelfern, Anästhesisten und ECMO-Spezialisten, insbesondere bei laufenden Schwangerschaften, wo eine kontinuierliche Diskussion über das optimale Management von Mutter und Kind unerlässlich ist.</span><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":2,"335551550":6,"335551620":6,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":216}"> </span> <span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":0,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":240}"> </span> <i><span data-contrast="none">Simon Mayer, Stuttgart</span></i><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":0,"335551550":6,"335551620":6,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":240}"> </span> <span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":2,"335551550":6,"335551620":6,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":216}"> </span> <span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":0,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":240}"> </span> <span data-contrast="none">Direct Assessment of Microcirculation in Shock: A Randomized-controlled Multicenter Study</span><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":2,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":296}"> </span> <span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":0,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":240}"> </span> <ol> <li><span data-contrast="none"> R. Bruno, J. Wollborn, K. Fengler et al. </span><span data-contrast="none">Intensive Care Med. 2023; 49(6),</span></li> </ol> <span data-contrast="none">doi: 10.1007/s00134-023-07098-5.</span><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":0,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":240}"> </span> <span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":0,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":240}"> </span> <span data-contrast="none">Die Forschungsgruppe der Universitätsklinik Düsseldorf zeigt in ihrer Publikation, dass durch die Messung der sublingualen Mikrozirkulation keine verbesserten Überlebensraten im Schockgeschehen nachgewiesen werden können. In der prospektiv-randomisierten multizentrischen Studie wurden Patienten im akuten Schock in der Interventionsgruppe mittels sidestream-dark field (SDF) Videomikroskopie überwacht und die Volumen- und Vasopressorentherapie anhand der erhobenen Messwerte adaptiert, während in der Kontrollgruppe die Therapie konventionell leitliniengerecht gesteuert wurde. Die SDF-Videomikroskopie ist ein etabliertes Instrument zur Messung der Mikrozirkulation [1]. Die vorliegende Studie stellt die bis dato umfangreichste Studie mit dem Fokus auf Mikrozirkulationsmessungen in der Schockbehandlung dar.</span><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":2,"335551550":6,"335551620":6,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":216}"> </span> <span data-contrast="none">Aus 141 Patienten im kardiogenen, post-Kardiotomie bedingten oder septischen Schock wurden 69 der Interventions- und 72 der Kontrollgruppe zugeordnet. SDF-Messungen wurden bei Aufnahme im Intensivbereich und 24 Stunden nach Aufnahme durchgeführt und jeweils vier Messungen der Submucosa nach festgelegtem Protokoll ausgewertet. In der Folge wurde der Einfluss auf das Therapiegeschehen erkennbar. In der Interventionsgruppe wurden signifikant (p=0,009) mehr Therapieanpassungen in Bezug auf Volumen oder Vasopressoren vorgenommen (66,7 % vs. 41,8 %) als in der Kontrollgruppe. Veränderungen von gleichsam beiden Behandlungsoptionen zeigten im Gruppenvergleich keinen statistisch relevanten Unterschied. Der Effekt von Therapieanpassungen wurde anhand der zweiten SDF-Messung und des primären Endpunktes des 30-Tages-Überlebens bemessen. 34,7 % der Patienten aus der Kontrollgruppe und 47,1 % aus der Interventionsgruppe überlebten den 30-Tageszeitraum nicht. Es konnte kein Signifikanzniveau bemessen werden. Gleiches gilt für die Intensivliegezeit und die Krankenhausverweildauer sowie für eine Follow-up-Überlebenserhebung nach sechs Monaten.</span><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":2,"335551550":6,"335551620":6,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":216}"> </span> <span data-contrast="none">In der Diskussion weisen die Autoren dennoch auf den zweifelsfreien Erkenntnisgewinn durch die erhobenen Daten hin. Limitationen des Studiendesigns bestehen in einer fehlenden Re-Evaluation der Therapieanpassungen. Die SDF-Daten wurden im Rahmen der Studie einer Qualitätskontrolle unterzogen, dennoch zeigte ein geringer Anteil der Sequenzen geminderte Datenqualität. Zuletzt wird der individuelle Zustand der kritisch kranken Patienten selbst als limitierender Faktor benannt, der bekannterweise zu statistischen Verzerrungen im Bereich der kurzzeitigen Überlebenszeitanalyse führen kann. Die antizipiert positiven Effekte der Mikrozirkulationsmessungen konnten nicht bestätigt werden. Die Autoren erwarten keine prozentual besseren Ergebnisse bei Erweiterung der Stichprobengröße.</span><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":2,"335551550":6,"335551620":6,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":216}"> </span> <span data-contrast="none">Die Autoren geben keine Interessenkonflikte an. Das Ethikvotum der Studie wurde vom Ethikkomitee der Universität Düsseldorf erstellt. Der Artikel ist kostenfrei verfüg- und abrufbar.</span><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":2,"335551550":6,"335551620":6,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":216}"> </span> <span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":0,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":240}"> </span> <i><span data-contrast="none">Benjamin Haupt, Berlin</span></i><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":0,"335551550":6,"335551620":6,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":240}"> </span> <span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":0,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":240}"> </span> <span data-contrast="none">[1] Treu CM, Lupi O, Bottino DA et al. </span><span data-contrast="none">Sidestream dark field imaging: the evolution of real-time visualization of cutaneous microcirculation and its potential application in dermatology. Arch Der-matol Res 303, 69–78 (2011). https://doi.org/10.1007/s00403-010-1087-7</span><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":2,"335551550":6,"335551620":6,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":150}"> </span> <span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":0,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":240}"> </span>
Statistik Teil 9: Die 1-Weg ANOVA 
Kompetenzen Perfusiologie und technische Medizin 2030 <span data-contrast="none"> Münch</span><sup>1+9</sup>, C. Klüß<sup>2+3</sup><span data-contrast="none">, B. Haupt</span><sup>5+13</sup><span data-contrast="none">, G. Haimerl</span><sup>4</sup><span data-contrast="none">, T. Schiepp</span><sup>4</sup>, F. Wenzel<sup>4</sup><span data-contrast="none">, F. Merkle</span><sup>3+5</sup><span data-contrast="none">, </span>Saemann<sup>1+11</sup><span data-contrast="none">, M. Walter</span><sup>1+12</sup><span data-contrast="none">, J. Gehron</span><sup>1+14</sup><span data-contrast="none">, N. Doll</span><sup>7+8</sup><span data-contrast="none">, C. Backhaus</span><sup>6</sup><span data-contrast="none">, M. Kehmann</span><sup>6</sup><span data-contrast="none">, M. Rudloff</span><sup>1+2</sup><span data-contrast="none">, </span>de Somer<sup>3</sup><span data-contrast="none">, A. Bauer</span><sup>1+10+3</sup> <span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":0,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":240}"> </span>Münch: 0000-0002-2790-0418, C. Klüß: 0000-0001-8272-320X, B. Haupt: 0000- 0002-5527-7715, G.-W. Haimerl: 0009-0005-9212-4434, F. Wenzel: 0000-0003-2048-<span data-contrast="none">3305, F. Merkle: 0000-0002-2490-6988, L. Saemann: 0000-0003-1516-3286, M. Walter:</span><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":0,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":240}"> </span><span data-contrast="none">0009-0004-0887-6397, J. Gehron: 0000-0002-0265-3027, N. Doll: 0000-0001-5429-8920,</span> Backhaus: 0000-0002-0032-4705, M. Rudloff: 0009-0001-2807-6213, F. de Somer: 0000- 0001-7113-4565, A. Bauer; 0000-0003-2598-7422 <span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":0,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":240}"> </span> <ol> <li style="text-align: left;"><span data-contrast="none">Deutsche Gesellschaft für Kardiotechnik e.V. (DGfK), Rödelstraße 13; 04229 Leipzig/Germany</span><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":2,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":150}"> </span></li> <li style="text-align: left;"><span data-contrast="none">Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen, Funktionsbereich für klinische Perfusion, Georgstraße 11; 32545 Bad Oeynhausen, Klinik der Ruhruniversität Bochum (RUB); (Direktor: Prof. Dr. med. </span><span data-contrast="none">Jan Gummert)</span><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":2,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":150}"> </span></li> <li style="text-align: left;"><span data-contrast="none">European Board of Cardiovascular Perfusion (EBCP), Kruidtuinlaan 32; 1000 Brussel, Belgium (Chairman: Prof. Filip De Somer)</span><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":2,"335559685":-20,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":150}"> </span></li> <li style="text-align: left;"><span data-contrast="none">Furtwangen University, Jakob-Kienzle-Straße 17, 78054 Villingen-Schwenningen</span><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":0,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":240}"> </span></li> <li style="text-align: left;"><span data-contrast="none">Stiftung Deutsches Herzzentrum Berlin Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin</span><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":0,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":240}"> </span></li> <li style="text-align: left;"><span data-contrast="none">Fachhochschule Münster, Zentrum für Ergonomie und Medizintechnik, Bürgerkamp 3, 48565 Steinfurt</span><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":0,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":240}"> </span></li> <li style="text-align: left;"><span data-contrast="none"> Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz-, und Gefäßchirurgie (DGTHG)</span><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":0,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":240}"> </span></li> <li style="text-align: left;"><span data-contrast="none">Schüchtermann-Klinik, Ulmenallee 5-11, 49214 Bad Rothenfelde (Direktor: Prof. Dr. med. Nicolas Doll)</span><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":0,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":240}"> </span></li> <li style="text-align: left;"><span data-contrast="none">Universitätsklinikum Erlangen, Kardiotechnik, Loschgestrasse 15, 91054 Erlangen, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU); (Direktor: Prof. Dr. med. Oliver Dewald)</span><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":0,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":240}"> </span></li> <li style="text-align: left;"><span data-contrast="none"> MediClin Herzzentrum Coswig, Fachbereich klinische Perfusion Kardiotechnik, Lerchenfeld 1, 06869 Coswig (Direktor: PD Dr. med. Harald Hausmann)</span><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":0,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":240}"> </span></li> <li style="text-align: left;"><span data-contrast="none"> Mitteldeutsches Herzzentrum; Universitätsklinik und Poliklinik für Herzchirurgie; Universitätsklinikum Halle; Ernst-Grube-Straße 40; 06120 Halle (Saale)</span><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":2,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":150}"> </span></li> <li style="text-align: left;"><span data-contrast="none">Städisches Klinikum Braunschweig, Salzdahlumer Straße 90, 38126 Braunschweig Abteilung Kardiotechnik; (Direktor: PD Dr. med W. Harringer)</span><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":2,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":150}"> </span></li> <li style="text-align: left;"><span data-contrast="none"> Deutsches Herzzentrum der Charité, Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin (Direktor: Prof. F. Falk)</span><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":0,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":240}"> </span></li> <li style="text-align: left;"><span data-contrast="none">Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Standort Gießen; Klinik für Herz-, Kinderherz- und Gefäßchirurgie, Abt. Kardiotechnik Rudolf-Buchheim-Str. 7, 35392 Gießen</span><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":2,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":150}"> </span><span data-contrast="none">(Direktor: Prof. Dr. med. Andreas Böning)</span><span data-ccp-props="{"134233117":false,"134233118":false,"201341983":0,"335559738":0,"335559739":0,"335559740":240}"> </span></li> </ol>
Die aktuellen und zukünftigen Anforderungen an Perfusionist:innen, die in Forschung, Industrie und Kliniken tätig sind, lassen sich nur durch die Anpassung von Studieninhalten bewältigen.  Klinische Perfusion beschränkt sich nicht auf die eigenständige Durchführung der extrakorporalen Zirkulation (EKZ) während einer Herzoperation, sondern stellt eine komplexe medizinische Technologie dar, die sich stetig weiterentwickelt und in einem immer breiteren medizinischen Umfeld an Notwendigkeit und Bedeutung gewinnt. Der Schwerpunkt der Perfusiologie liegt hierbei hauptsächlich in der Herzmedizin. Neben der Herzmedizin bekommt die Anwendung von extrakorporalen Perfusionsverfahren wie der Extrakorporalen Membran Oxygenierung (ECMO) und des Extrakorporalen Life Support Systems (ECLS), insbesondere die Verfahren zur Behandlung von Patient:innen mit ARDS, eine immer höhere Bedeutung. Dies zeigte sich besonders während der Pandemien und Endemien der letzten Zeit, beginnend mit der H1N1-Endemie 2009/2010, der Influenza-Endemie 2018 und der COVID-19 Pandemie 2020–2023. Die Expertise in der Perfusion des menschlichen Körpers wird außerdem für spezielle Behandlungen in der Tumor-, Neuro- und Thoraxchirurgie, bei Organprotektionsverfahren sowie während der Transporte von Patient:innen mit extrakorporaler Unterstützung benötigt. Zunehmend finden sich weitere interdisziplinäre Einsatzorte für Perfusionist:innen in der interventionellen Kardiologie, der Elektrophysiologie und der Schrittmachertherapie. Perfusionist:innen sind außerdem beim Implantieren von Klappen, während intrakorporaler Perfusion mittels Axialpumpen (protected PCI) und bei allen Formen rhythmologischer Therapien (Schrittmachern, Defibrillatoren, Extraktionen) beteiligt.  Neben den klassischen, den EKZ-bezogenen und neuen Anforderungen an die Perfusionist:innen wird das Berufsfeld zunehmend um die Mitwirkung bei der Entwicklung neuer und innovativer Medizinprodukte erweitert.  Diese neuen Anforderungen und benötigten Kompetenzen müssen in den Lehrplänen und Studien- und Prüfungsordnungen der Perfusiologie Berücksichtigung finden, um den Beruf ausreichend für die Zukunft zu rüsten.  Die praxisorientierten Studiengänge der technischen Medizin, Medizintechnik und Biomedizintechnik mit Schwerpunkt Perfusiologie, klinischer Perfusion, Klinischer Perfusionist Kardiotechnik sollten dabei einen Mindestumfang von 60 ECTS-Punkten für den Bereich Perfusiologie und technische Medizin beinhalten. Zukünftige Arbeitgeber und die Ärzteschaft müssen darauf vertrauen können, dass nach dem Studium alle Absolvent:innen die gleichen Grundfähigkeiten hinsichtlich der notwendigen Kenntnisse der Perfusiologie und technischen Medizin mitbringen. Da die Zugangsvoraussetzungen bzw. Einstiegsvoraussetzungen der zukünftigen Perfusionist:innen unterschiedlich sind, sollte der Studienschwerpunkt modular aufgebaut sein. Bereits erworbene Fähigkeiten müssen mit den zu erlernenden Fähigkeiten kombiniert werden können bzw. angemessen anerkannt werden.  Neben den theoretischen Kenntnissen der Perfusiologie sollten in Wahl- bzw. Wahlpflichtfächern weitere klinikrelevante Zusatzqualifikationen, sogenannte Softskills, wie z. B. interkulturelle Kompetenz, Strahlenschutz, Kodier-Richtlinien uvm, vermittelt werden. Die weitere Aktualisierung und Harmonisierung der Studiengänge soll die zukünftigen Perfusionist:innen im multiprofessionellen medizinischen und wissenschaftlichen Umfeld zu kompetenten Experten ausbilden und sie für kommende Aufgaben rüsten. 
Relationship between Low Oxygen Delivery during Extracorporeal Circulation and Postoperative Acute Kidney Injury after Minimally Invasive Cardiac Surgery <span data-contrast="none"> Mayer</span><span data-contrast="none">1,2</span><span data-contrast="none">, F. Fuchs</span><span data-contrast="none">1</span><span data-contrast="none">, G. Hipp</span><span data-contrast="none">1</span><span data-contrast="none">, U. F. W. Franke, M. Kohl</span><span data-contrast="none">3</span><span data-contrast="none">, F. Wenzel</span><span data-contrast="none">3</span><span data-contrast="none">, Ch. Wunder</span><span data-contrast="none">2</span><span data-contrast="none">, M. Rufa</span><span data-contrast="none">1</span> Mayer: 0000-0003-0229-6231, F. Fuchs: 0000-0001-6630-6641, G. Hipp: 0000-0002- 2341-923X, M. Kohl: 0000-0001-9514-8910, C. Wunder: 0000-0002-6768-8300, M. I. Rufa:<span data-contrast="none">0000-0003-0395-9834</span><span data-ccp-props="{"201341983":0,"335559739":0,"335559740":240}"> </span> <span data-contrast="none">1. Robert-Bosch-Krankenhaus Stuttgart – Klinik für Herz und Gefäßchirurgie, Chefarzt Prof. Dr. med. Ulrich F. W. Franke 2. Robert-Bosch-Krankenhaus Stuttgart – Anästhesie und operative Intensivmedizin, Chefarzt Prof. Dr. med. Christian Wunder 3. Hochschule Furtwangen Campus Villingen-Schwenningen</span>
Hintergrund: Die akute Nierenschädigung (englisch: acute kidney injury, AKI) stellt eine schwerwiegende und häufige Komplikation nach herzchirurgischen Eingriffen dar. In retrospektiven Studien konnte gezeigt werden, dass ein niedriges indexiertes Sauerstoffangebot (DO2i) während der extrakorporalen Zirkulation mit einer erhöhten Inzidenz der AKI einhergeht. Bei minimalinvasiven Eingriffen wurde dieser Zusammenhang jedoch noch nicht hinreichend untersucht. Mithilfe einer retrospektiven Datenauswertung sollen daher der DO2i während der extrakorporalen Zirkulation und die Häufigkeit der AKI nach minimalinvasiven Eingriffen an der Mitralklappe untersucht werden.  Methoden: Insgesamt wurden 291 Patient:innen eingeschlossen. Anhand einer univariaten Analyse wurden mögliche Risikofaktoren für AKI ermittelt. Die unabhängigen Risikofaktoren wurden schließlich in einer multivariaten logistischen Regressionsanalyse ermittelt. Zu den sekundären Studienzielen gehörten der Einfluss der AKI auf die Beatmungsdauer, die Dauer des Krankenhaus- und Intensivpflegeaufenthalts und die Bluttransfusionsrate.  Ergebnisse: 37 (12,7 %) Patient:innen entwickelten postoperativ eine AKI. Der Nadir-DO2i über 20 Minuten war bei Patient:innen mit AKI tendenziell niedriger, der Unterschied war jedoch statistisch nicht signifikant (239 ± 51 versus 254 ± 43 ml/min/ m2; p = 0,09). Reoperationen wegen Blutungen, ein höherer Euro-SCORE II, intraoperative Bluttransfusionen waren unabhängige Risikofaktoren für eine AKI. Die Beatmungsdauer sowie der Krankenhaus- und Intensivpflegeaufenthalt waren bei Patient:innen mit AKI signifikant verlängert. Eine Subgruppenanalyse zeigte, dass die Inzidenz der AKI bei Patient:innen, die sich einem Mitralklappenersatz unterzogen, signifikant höher war (28,6 %) als bei Patient:innen mit einer Mitralklappenrekonstruktion (7,0 %).  Schlussfolgerung: Auch wenn der DO2i und DO2-bezogene Parameter nicht als unabhängige Risikofaktoren für AKI nach minimalinvasiven Eingriffen an der Mitralklappe identifiziert werden konnten, kann ein positiver Effekt eines Goal-directed Perfusion (GDP)-Managements nicht ausgeschlossen werden, da in dieser Arbeit der niedrigste DO2i über 20 Minuten durchschnittlich unter dem in der Literatur veröffentlichten kritischen Schwellenwert lag.    Schlüsselwörter  Extrakorporale Zirkulation, minimalinvasive Herzchirurgie, goal-directed Perfusion (GDP), Sauerstoffangebot, akute Nierenschädigung 
2023/4-23
2023/4-23
  • EDITORIAL KARDIOTECHNIK 2023/4
  • Journalclub 04-2023
  • Statistik Teil 8: t-Tests und Alternativen
  • Kinderperfusion in Deutschland
  • Implantation und Nachsorge von Herzschrittmachern
KARDIOTECHNIK 2023/4
EDITORIAL KARDIOTECHNIK 2023/4
Journalclub 04-2023
Statistik Teil 8: t-Tests und Alternativen <div> <p class="s1"><b><span lang="EN-GB">Prof. Dr. Matthias Kohl </span></b></p> </div> <div> <p class="s1"><span lang="EN-GB">Department of Medical and Life Sciences Institute of Precision Medicine Hochschule Furtwangen</span></p> </div> <div> <p class="s1">Jakob-Kienzle-Str. 17,</p> </div> <div> <p class="s1">78054 Villingen-Schwenningen (Germany)</p> </div> <div> <a href="mailto:kohl@hs-furtwangen.de" target="_blank" rel="noopener"><span lang="EN-GB">Phone: +49 (0) 7720 307-4635 · E-Mail: </span></a><a href="http://www.hs-furtwangen.de/" target="_blank" rel="noopener"><span lang="EN-GB">kohl@hs-furtwangen.de </span></a><a href="http://www.life-data-science.org/" target="_blank" rel="noopener"><span lang="EN-GB">www.hs-furtwangen.de · </span></a><a href="http://www.life-data-science.org/" target="_blank" rel="noopener"><span lang="EN-GB">www.life-data-science.org</span></a> <div> <p class="s4">M. Kohl, F. Münch</p> </div> </div>
Kinderperfusion in Deutschland <ol> <li style="font-weight: 400;">Tiedge<sup>2</sup>, C. Klüß<sup>3</sup>, D. Springer<sup>4</sup>, S. Holder<sup>5</sup>, S. Scharlipp<sup>6</sup>, K. Mann<sup>7</sup>, F. Zulauf<sup>8</sup>, F. Münch<sup>1</sup></li> </ol> <p style="font-weight: 400;"></p> <p style="font-weight: 400;">Frank Münch | ORCID-ID: 0000-0002-2790-0418, Christian Klüß | ORCID-ID: 0000-0001-8272-320X Fabio Zulauf | ORCID-ID: 0000-0002-8309-0309, Sebastian Tiedge | ORCID-ID: 0000-0002-4987-3166 Samantha Holder | ORCID-ID: 0000-0002-6152-7784, Daniel Springer | ORCID-ID: 0009-0006-2212-0558</p> <p style="font-weight: 400;"></p> <ol> <li>Kinderherzchirurgische Abteilung Universitätsklinikum Erlangen, Loschgestraße 15, 91054 Erlangen, Universität Erlangen-Nürnberg, (Direktor: Prof. Dr. O. Dewald)</li> <li>Medizinische Hochschule Hannover, Klinik für Herz-, Thorax-, Transplantations- und Gefäßchirurgie, Abteilung Kardiotechnik, Carl-Neuberg-Straße 1, 30625 Hannover, (Direktor: Prof. Dr. A. Ruhparwar; Bereichsleitung Chirurgie angeborener Herzfehler: PD Dr. A. Horke)</li> <li>Klinik für Kinderherzchirurgie und angeborene Herzfehler, Herz- und Diabeteszentrum NRW, Ruhr Universität Bochum, Georgstr. 11, 32545 Bad Oeynhausen, (Direktor: Prof. Univ. (assoc) Dr. E. Sandica)</li> <li>Kinderherzchirurgie am Universitätsklinikum Bonn, Abteilung Kardiotechnik, Venusberg Campus 1, Gebäude 30, 53127 Bonn (Direktor: Prof. Dr. B. Asfour)</li> <li>Klinik für Chirurgie angeborener Herzfehler und Kinderherzchirurgie, Deutsches Herzzentrum München, Abteilung Kardiotechnik, Lazarettstraße 36, 80636 München (Direktor: Prof. Dr. J. Hörer)</li> <li>Herzzentrum Duisburg, Klinik für Herzchirurgie und Kinderherzchirurgie, Abteilung Kardiotechnik, Gerrickstr. 21, 47137 Duisburg (Direktor: Prof. Dr. J. Börgermann; Bereichsleitung Sektion Kinderherzchirurgie und EMAH: Dr. M. Scheid)</li> <li>Herzzentrum Leipzig, Klinik für Herzchirurgie und Kinderherzchirurgie, Abteilung Kardiotechnik, Strümpellstraße 39, 04289 Leipzig, (Direktor: Prof. Michael A. Borger MD PhD; Bereichsleitung Kinderherzchirurgie: Prof. Dr. Kostelka)</li> <li>Universitätsklinik für Herzchirurgie, Universitätsspital Bern, Herz Gefäss Zentrum, Freiburgstraße 18, 3010 Bern, Schweiz (Direktor: Prof. Dr. M. Siepe)</li> </ol> <p style="font-weight: 400;"></p>

Einleitung: Die besondere Herausforderung bei der Perfusion von Säuglingen und Kleinkindern ist die Diskrepanz zwischen dem Blutvolumen des Patienten und der Menge des benötigten Primings. Dieses ungünstige Verhältnis führt zu einer verstärkten Hämodilution während der extrakorporalen Zirkulation (EKZ). Ziel der vorliegenden Arbeit war die Analyse des Ist-Zustandes des EKZ-Primings bei Säuglings- und Kinderherzoperationen.

Material und Methoden: In einer digitalen Umfrage wurden 2021 alle Zentren mit Kinderherzchirurgie in Deutschland sowie eine Schweizer Klinik angefragt (n = 22). Ziel war es, für drei vorgegebene Gewichtsgruppen (<5 kg KG, 5–10 kg KG und 10–25 kg KG) einen Überblick über die verwendeten Primingkomponenten und deren Mengen zu erhalten. Dabei wurde die Abfrage in vier verschiedene Hauptkategorien geteilt: kristalloide Lösungen, kolloidale Lösungen, Blutprodukte und Primingzusätze. Darüber hinaus wurde abgefragt, ob das angewandte Priming zur Verbesserung der Qualität hämofiltriert und/oder vorgewaschene Erythrozytenkonzentrate (EK) eingesetzt werden. Die Auswertung erfolgte mittels Microsoft Excel in tabellarischer und graphischer Form.

Ergebnis: Die Rücklaufquote der Umfrage betrug 100 %. Als kristalloide Lösungen kommen Ringer-Acetat, Jonosteril, Sterofundin, Duosol sowie Plasmalyte A zum Einsatz. Als kolloidale Lösungen werden Gelafundin und Humanalbumin eingesetzt. Als Blutprodukte werden EK sowie gefrorenes Frischplasma angegeben. Weitere Primingzusätze sind Heparin, Mannitol, Calcium, Natriumbicarbonat, Vitamin C, Inzolen, Magnesium, Prednisolon, Cefuroxim sowie Tranexamsäure.

Schlussfolgerung: Durch eine Rücklaufquote von 100 %, konnte eine vollständige Analyse des Ist-Zustands des derzeitig verwendeten EKZ-Primings bei Neugeborenen, Säuglingen und Kindern bis 25 kg Körpergewicht (KG) vorgenommen werden. Die vorliegende Übersichtsarbeit zeigt, dass es keine einheitliche Primingstrategie gibt. Weiter konnte aufgezeigt werden, dass erst durch die Minimierung der EKZ-Systeme die Möglichkeit besteht, auf bestimmte Primingzusätze und Fremdblutprodukte zu verzichten. Diese Übersichtsarbeit bietet eine Diskussionsgrundlage für einen gemeinsamen Konsens einer an den Patienten angepassten Priminglösung.

Highlights

  • Übersicht aktueller Primingstrategien in der Kinder- und Säuglingsperfusion
  • Grundlagen: Primingkomponenten und -zusätze
  • Minimalisierung der EKZ
  • Maßgeschneidertes optimales Priming
Implantation und Nachsorge von Herzschrittmachern A. Siebel, P. Höche, V. Bärsch, H. Niecknig, H. Burger
2023/3-23
2023/3-23
  • Editorial KARDIOTECHNIK 03-2023
  • Journalclub 03-2023
  • Statistik Teil 6: Methodenvergleiche
  • Lager- und Primingdauer offener und geschlossener extrakorporaler Systeme
  • ABO-inkompatible Herztransplantationen bei Kindern – Perfusion mit einer neuen Form der Immunadsorption
Zeitschrift KARDIOTECHNIK 2023/3
Editorial KARDIOTECHNIK 03-2023
Journalclub 03-2023
Statistik Teil 6: Methodenvergleiche <em>M. Kohl, F. Münch</em> <p style="font-weight: 400;"><em>Prof. Dr. Matthias Kohl</em></p> <p style="font-weight: 400;"><em>Department of Medical and Life Sciences Institute of Precision Medicine Hochschule Furtwangen</em></p> <p style="font-weight: 400;"><em>Jakob-Kienzle-Str. 17,</em></p> <p style="font-weight: 400;"><em>78054 Villingen-Schwenningen (Germany)</em></p> <p style="font-weight: 400;"><em>E-Mail: </em><a href="mailto:kohl@hs-furtwangen.de"><em>kohl@hs-furtwangen.de</em></a> <a href="http://www.hs-furtwangen.de/"><em>www.hs-furtwangen.de</em></a></p> <p style="font-weight: 400;"><a href="http://www.life-data-science.org/"><em>www.life-data-science.org</em></a></p>
Lager- und Primingdauer offener und geschlossener extrakorporaler Systeme Teske 1,2, N. Kwapil 1,2, F. Zulauf 3, J. Optenhöfel 4, S. Tiedge 4 <p style="font-weight: 400;">1 Kinderherzchirurgische Abteilung Erlangen – Abteilung Perfusionstechnologie, Loschgestraße 15, 91054 Erlangen (Direktor: Prof. Dr. O. Dewald)</p> <p style="font-weight: 400;">2 WKK Perfusionsservice, Wernher-von-Braun Str. 5, 55128 Mainz-Hechtsheim</p> <p style="font-weight: 400;">3 Universitätsklinik für Herzchirurgie, Universitätsspital Bern, Freiburgstraße 18, 3010 Bern, Schweiz (Direktor: Prof. Dr. M Siepe)</p> <p style="font-weight: 400;">4 Medizinische Hochschule Hannover, Klinik für Herz-, Thorax-, Transplantations- und Gefäßchirurgie, Abteilung Kardiotechnik, Carl-Neuberg-Straße 1, 30625 Hannover (Direktor: Prof. Dr. A. Ruhparwar)</p>

Einleitung: Immer wieder kommt es im klinischen Alltag vor, dass vorbereitete Schlauchsets für extrakorporale Verfahren nicht unmittelbar verwendet werden oder für den zeitkritischen Einsatz bereits aufgebaut vorgehalten werden. Regelmäßig kommt daher die Frage auf: Wie lange können diese Systeme trocken oder geprimt in Bereitstellung verbleiben? Zudem sind Fragen der Gewährleistung von Gasaustauschleistung und Hygiene häufige Diskussionspunkte.

Methode: Über eine PubMed-Datenbankabfrage wurde relevante Literatur identifiziert, die sich mit der Fragestellung der Lagerung aufgebauter und/oder geprimter extrakorporaler Systeme befasst. Aufgeteilt nach offenen und geschlossenen Schlauchsystemen wurde ausgewertet, für welche Zeiträume Sterilitätsgrenzen und Funktionseinschränkungen ermittelt wurden.

Ergebnis: Insgesamt wurden 13 Quellen, publiziert zwischen 1997 und 2022, ausgewertet. Je sechs Quellen befassten sich mit offenen beziehungsweise geschlossenen Systemen, während eine Studie beide Bereiche abdeckte. In allen Studien konnte gezeigt werden, dass die Lagerdauer keinen Einfluss auf die Sterilität der aufgebauten Systeme hat. Einzige Ausnahmen waren absichtliche Kontaminationen. Für offene Systeme lagen die untersuchten Zeiträume geprimter Lagerung im Zeitraum bis zu einer Woche. Für geschlossene und gefüllte Schlauchsysteme konnten Standzeiten bis zu zwei Monaten nachgewiesen werden. Tests zur Gasaustauschleistung zeigten keine relevanten Leistungseinbußen.

Fazit: Es gibt, unter Beachtung der allgemeinen Hygienemaßnahmen, keine Hinweise auf Kontamination offener oder geschlossener Schlauchsysteme in den untersuchten Lagerungszeiträumen. Auch die Funktion der Gasaustauschmembranen unterliegt keinen relevanten Einschränkungen. Offene Fragen bestehen in der Veränderung der mit dem Priming in Kontakt stehenden Oberflächen und der Migration von Weichmachern und Toxinen aus den Kunststoffen.

ABO-inkompatible Herztransplantationen bei Kindern – Perfusion mit einer neuen Form der Immunadsorption Klüß 1, R. Block 1, M. Rudloff 1, A. Koster 2, V. von Dossow 2, E. Sandica 3, S. Schubert 4 <p style="font-weight: 400;">Herz- und Diabeteszentrum NRW, Georgstr. 11, 32545 Bad Oeynhausen, Ärztlicher Direktor des HDZ NRW, Direktor der Klinik für Thorax- und Kardiovaskularchirurgie, Ruhr-Universität Bochum, Univ.-Prof. Dr. med. Jan Gummert</p> <p style="font-weight: 400;">1 Herz- und Diabeteszentrum NRW, Fachbereich für klinische Perfusion, Leitung Markus Rudloff</p> <p style="font-weight: 400;">2 Herz- und Diabeteszentrum NRW, Institut für Anästhesiologie und Schmerztherapie, Ruhr Universität Bochum, Direktorin Univ.-Prof. Dr. med. Vera von Dossow</p> <p style="font-weight: 400;">3 Herz- und Diabeteszentrum NRW, Klinik für Kinderherzchirurgie und angeborene Herzfehler, Klinikdirektor Prof. Univ. (assoc) Dr. Eugen Sandica</p> <p style="font-weight: 400;">4 Herz- und Diabeteszentrum NRW, Klinik für Kinderkardiologie und angeborene Herzfehler, Ruhr Universität Bochum, Klinikdirektor Univ.-Prof. Dr. med. Stephan Schubert</p>

Neugeborene und Säuglinge haben ein unreifes Immun- und Komplementsystem, welches im Vergleich zu älteren Patienten zu viel geringeren Teilen Antikörper gegen die Blutgruppen (BG)-Antigene A und B ausbildet. Die blutgruppengleiche Transplantation (ABOc) ist das etablierte Standardverfahren. Aber auch die blutgruppenungleiche Transplantation (ABOi) hat sich in den letzten Jahrzehnten als Alternative etablieren können (Tab. 1). Die Bildung der BG-Antikörper ist bei Kindern in den ersten 6 Monaten kaum vorhanden und in den ersten 24 Monaten reduziert, daher besteht die Möglichkeit für eine ABOi-Herztransplantation (HTx). Im Jahre 2001 berichten West et al. erstmalig über eine Fallgruppe mit ABOi-HTx aus Toronto [1]. Seitdem hat sich dieses Verfahren weltweit durchgesetzt und weiterentwickelt [2–6]. Zur Durchführung der ABOi-HTx werden ab einem Antikörperspiegel von >1:8 an der Herz-Lungen-Maschine (HLM) ein Plasmaseparator PlasmaFlow OP-05(L) (ASAHI KASEI Medical, Japan) sowie ein Immunadsorber Glycosorb ABO-Säule (Glycorex Transplant AB, Schweden) zur Reduzierung der Antikörperspiegel verwendet. Die Dauer der Therapie richtet sich nach den Antikörperspiegeln und muss präoperativ berechnet werden.

An unserem Zentrum wurden seit Einführung der ABOi-HTx im Jahr 2022 7 Kinder und Säuglinge gelistet. Von diesen wurden bislang drei Patienten erfolgreich ABOi-transplantiert. Der Einsatz der Immunadsorption ist ein einfaches Verfahren zur Reduktion der Antikörperlast und stellt eine deutliche Verbesserung gegenüber dem kompletten Plasmatausch dar.

2023/2-2023
2023/2-2023
  • Editorial KARDIOTECHNIK 02-2023
  • Journalclub 02-2023
  • Statistik Teil 6: Methodenvergleiche
  • Left-ventricular Contraction and Relaxation of Donation after Circulatory Death Hearts Remain Stable During Early Reperfusion after Ex vivo Machine Perfusion with HTK-N but not with Blood
  • Umfrage zum Thema: Präoperative Kriterien und Zielwerte zur Einstellung der „inspiratorischen“ Sauerstofffraktion an der Herz-Lungen-Maschine
Zeitschrift KARDIOTECHNIK 2023/2
Editorial KARDIOTECHNIK 02-2023
Journalclub 02-2023
Statistik Teil 6: Methodenvergleiche <em>M. Kohl, F. Münch</em> <p style="font-weight: 400;"><em>Prof. Dr. Matthias Kohl</em></p> <p style="font-weight: 400;"><em>Department of Medical and Life Sciences Institute of Precision Medicine Hochschule Furtwangen</em></p> <p style="font-weight: 400;"><em>Jakob-Kienzle-Str. 17,</em></p> <p style="font-weight: 400;"><em>78054 Villingen-Schwenningen (Germany)</em></p> <p style="font-weight: 400;"><em>E-Mail: </em><a href="mailto:kohl@hs-furtwangen.de"><em>kohl@hs-furtwangen.de</em></a> <a href="http://www.hs-furtwangen.de/"><em>www.hs-furtwangen.de</em></a></p> <p style="font-weight: 400;"><a href="http://www.life-data-science.org/"><em>www.life-data-science.org</em></a></p>
Left-ventricular Contraction and Relaxation of Donation after Circulatory Death Hearts Remain Stable During Early Reperfusion after Ex vivo Machine Perfusion with HTK-N but not with Blood <em>L. Saemann<sup>1,2</sup>, F. Hoorn<sup>2</sup>, P. Kraft<sup>2</sup>, A. Großkopf<sup>1</sup>, G. Veres<sup>1,2</sup>, F. Wenzel<sup>3</sup>, S. Korkmaz-Icöz<sup>1,2</sup>, M. Karck<sup>2</sup>, A. Simm<sup>1</sup>, G. Szabo<sup>1,2</sup></em> <p style="font-weight: 400;"><em><sup>1</sup></em><em> Department of Cardiac Surgery, University Hospital Halle (Saale), University of Halle, 06120 Halle (Saale), Germany (Director: Prof. Dr. Gábor Szabó)</em></p> <p style="font-weight: 400;"><em><sup>2</sup></em><em> Department of Cardiac Surgery, Heidelberg University Hospital, 69120 Heidelberg, Germany</em></p> <p style="font-weight: 400;"><em><sup>3</sup></em><em> Faculty Medical and Life Sciences, Furtwangen University, 78054 Villingen-Schwenningen, Germany</em></p>

Einleitung: Um die Anzahl an möglichen Herztransplantationen zu erhöhen, werden zunehmend Herzen von sogenannten Donation after Circulatory Death (DCD)-Spendern zur Therapie von Herzversagen im Endstadium transplantiert. In der klinischen Anwendung werden DCD-Herzen mittels Ex-vivo-Maschinenperfusion (EVMP) mit normothermem Blut des Organspenders schlagend transportiert. Nichtsdestotrotz haben wir in einem DCD- Schweinemodell gezeigt, dass EVMP mit hypothermer kristalloider Histidin-Tryptophan-Ketoglutarat-N-Lösung statt Blut die linksventrikuläre Kontraktilität und Relaxation besser konserviert. Es blieb jedoch weiterhin unbekannt, ob sich die linksventrikuläre Kontraktilität und Relaxation von DCD-Herzen während der frühen Reperfusion nach EVMP verändert oder konstant bleibt.

Material und Methoden: Wir haben in einem DCD-Schweinemodell Herzen für die Dauer von 4 Stunden entweder mit normothermer oxygenierter Blutperfusion (BP-Gruppe; n = 6) oder mit hypothermer oxygenierter HTK-N-Perfusion (HTK-N-Gruppe; n = 6) versorgt. Im Anschluss wurden die Herzen beider Gruppen für 2 Stunden mit frischem Blut reperfundiert. Währenddessen wurde nach 30 min, 60 min und 120 min die linksventrikuläre Kontraktilität bei einem linksventrikulären Füllvolumen (LVV) von 10 ml und 20 ml bestimmt.

Ergebnisse: Die maximale Druckanstiegsrate (dp/dtmax) bei 10 ml LVV sank stufenweise von 1442±152 mmHg/s bei 30 min auf 872±180mmHg/s (95 % CI der Mittelwertedifferenz [MWD]: 1242; -103) bei 120 min Reperfusion nach BP und blieb in der HTK-N-Gruppe konstant. Bei 20 ml LVV haben sich bei dp/dtmax in beiden Gruppen keine wesentlichen Unterschiede während der Reperfusionszeit gezeigt. Die maximale Drucksenkungsrate (dp/dtmin) hat sich bei 10 ml LVV nur in der BP-Gruppe von -935±236 mmHg/s nach 30 min auf -522±67 mmHg/s nach 120 min (95 %CI MWD: -347; 1172) Reperfusion verschlechtert und bei 20 ml LVV in beiden Gruppen nur kleine Unterschiede gezeigt.

Fazit: Die linksventrikuläre Kontraktion und Relaxation von DCD-Schweineherzen verschlechtert sich während der Reperfusion (120 min) nach EVMP mit Blut und bleibt nach EVMP mit HTK-N konstant. Nichtsdestotrotz können höhere LVVs die reduzierte Kontraktilität und Relaxation partiell aufheben.

Umfrage zum Thema: Präoperative Kriterien und Zielwerte zur Einstellung der „inspiratorischen“ Sauerstofffraktion an der Herz-Lungen-Maschine <em>J. Turra<sup>1</sup>, F. Wenzel<sup>3</sup>, J. Wojdyla<sup>4</sup>, D. Riesterer<sup>1</sup>, A. Möbius<sup>1</sup>, C. Eisner<sup>2</sup></em> <p style="font-weight: 400;"><em><sup>1</sup></em><em> Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie, Universitätsklinikum Heidelberg</em></p> <p style="font-weight: 400;"><em><sup>2</sup></em><em> Klinik für Anästhesiologie, Universitätsklinikum Heidelberg</em></p> <p style="font-weight: 400;"><em><sup>3</sup></em><em> Fakultät Medical and Life Sciences, Hochschule Furtwangen</em></p> <p style="font-weight: 400;"><em><sup>4</sup></em><em> Sunnyside Medical Center, Clackamas, Oregon</em></p>

Einleitung: Die Sauerstoffzufuhr ist einer der primären Zwecke der Herz-Lungen-Maschine (HLM). Bis zum Zeitpunkt der vorliegenden Arbeit ist der Perfusionsgemeinschaft und in der vorliegenden Literatur kein standardisiertes Schema zur Einstellung einer präoperativen Sauerstofffraktion bekannt, um einen angemessenen Zielwert des arteriellen Sauerstoffpartialdrucks (paO2) für die extrakorporale Oxygenierung zu erreichen. Die folgende Umfrage zu den präoperativen Kriterien und Zielwerten zur Einstellung der „inspiratorischen“ Sauerstofffraktion an der HLM wurde durchgeführt, um den Umgang der Perfusionist:innen mit dem Gasblender in der täglichen Praxis abzubilden.

Material und Methoden: Die deutschlandweite Umfrage bestand aus 10 Fragen, die mit der Software SurveryMonkey entwickelt wurden. Das Design der Fragen bestand entweder aus Ja/Nein-Fragen oder Mehrfachantwortoptionen. Es war auch möglich, jede Frage mit Freitextantworten zu kommentieren. Die Umfrage wurde per E-Mail an alle kardiovaskulären Perfusionsabteilungen in Deutschland versandt, nachdem mit der SurveyMonkey-Software ein nicht rückverfolgbarer QR-Code-Link generiert worden war.

Ergebnisse: Von 27 Herzzentren mit insgesamt 266 Perfusionist:innen wurden 92 Fragebögen (35 %) zurückgesandt und in die Analyse einbezogen.

Diskussion: Diese prospektive Umfrage gibt einen ersten Überblick über die Entscheidungskriterien, die Perfusionist:innen bei der Auswahl der präoperativen inspiratorischen Sauerstofffraktion FiO2 der HLM in Deutschland anwenden. Berufserfahrung der Perfusionist:innen sowie die Leistungsdaten des Oxygenators waren die vorherrschenden Faktoren im Entscheidungsprozess. Für eine repräsentativere Analyse sollte die Berufserfahrung in einer weiteren Befragung nach Abschluss, Berufsstatus, Jahren der Berufserfahrung und Alter der Perfusionist:innen differenziert werden.

2023/1-2023
2023/1-2023
  • Editorial KARDIOTECHNIK 01-2023
  • Journalclub 01-2023
  • Statistik Teil 5: Kontingenzkoeffizienten
  • Ermittlung sicherer Anwendungsbereiche bei der gefilterten und pumpengetriebenen Applikation kristalloider Kardioplegie
  • Die kardiale Resynchronisationstherapie - Ein Überblick
Zeitschrift KARDIOTECHNIK 2023/1
Editorial KARDIOTECHNIK 01-2023
Journalclub 01-2023
Statistik Teil 5: Kontingenzkoeffizienten <em> Kohl, F. Münch</em>
Ermittlung sicherer Anwendungsbereiche bei der gefilterten und pumpengetriebenen Applikation kristalloider Kardioplegie <em>A. Teske<sup>1</sup>,<sup>2</sup>, N. Kwapil<sup>1</sup>,<sup>2</sup>, F. Münch<sup>1</sup></em> <p style="font-weight: 400;"><em><sup>1</sup></em><em> Kinderherzchirurgische Abteilung Erlangen – Abteilung Perfusionstechnologie, Loschgestraße 15, 91054 Erlangen (Leitung Prof. Dr. med. Oliver Dewald)</em></p> <p style="font-weight: 400;"><em><sup>2</sup></em><em> WKK Perfusionsservice, Wernher-von-Braun Str. 5, 55128 Mainz-Hechtsheim</em></p> <p style="font-weight: 400;">Andreas Teske (MHBA) ORCID-ID: 0000-0001-8702-3800</p> <p style="font-weight: 400;">Nicola Kwapil (M.Sc.)</p> <p style="font-weight: 400;">ORCID-ID: 0000-0002-0862-3371</p> <p style="font-weight: 400;">Frank Münch (Dr. rer. biol. hum.) ORCID-ID: 0000-0002-2790-0418</p>

TAKE HOME MESSAGE

Infusionssysteme mit 15 µm Filtern stellen kein Hindernis für die Applikation kristalloider Organprotektionslösungen dar. Bei Flussraten über 250 ml/ min empfiehlt sich die Verwendung von zwei parallel zulaufenden Infusionssystemen.

ZUSAMMENFASSUNG

Einleitung: Bei der Lagerung von Custodiol-Flaschen können sich Silikonpartikel bilden. Das Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) schreibt die Anwendung eines 15 µm Filters zur Applikation der Lösung vor. Untersucht wurde hier die sichere Anwendung der pumpengetriebenen Gabe kristalloider Kardioplegie in der Kinder- und Erwachsenenherzchirurgie.

Material und Methode: An einer Herz-Lungen-Maschine (HLM) wurden gängige Applikationsraten durch verschiedene Silikonschläuche der Größen 1/8", 3/16" und 1/4" vermessen. Für die Zuführung der Kardioplegie wurden hierbei zweierlei Filtersysteme eingesetzt. Die Evaluierung erfolgte für gängige Kardioplegieflüsse der unterschiedlichen Einsatzgebiete. Dazu wurden die entstehenden Druckverhältnisse, sowie die Mikroblasenaktivität gemessen.

Ergebnisse: Mit zunehmender Applikationsrate nimmt der Sog an der Infusionsleitung zu, analog dazu steigen die Drücke vor der Kardioplegielinie an. Die Mikroblasenaktivität steigt bei den Pumpensegmenten 1/8" und 3/16" ab 250 ml/min und bei 1/4" über 500 ml/min deutlich an.

Fazit: Es konnte die sichere Anwendung gefilterter Infusionsleitungen nachgewiesen werden. Für die üblichen Flussbereiche der Kardioplegiegabe in der Kinder- und Erwachsenenherzchirurgie fanden sich in der vorliegenden Untersuchung keine unüberwindbaren Einschränkungen.

Die kardiale Resynchronisationstherapie - Ein Überblick <ol> <li style="font-weight: 400;"><em> Heck<sup>1</sup>;</em> <em>T.</em> <em>Jennert<sup>2</sup>; F. Merkle<sup>3</sup>, V.</em> <em>Falk<sup>1,4</sup>, C. Starck<sup>1,3</sup></em></li> </ol> <p style="font-weight: 400;"><em><sup>1</sup></em><em> </em><em>Klinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie, Deutsches Herzzentrum der Charité, Charité-Universitätsmedizin Berlin</em></p> <p style="font-weight: 400;"><em><sup>2</sup></em><em> </em><em>Klinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie – Abteilung für Kardiotechnik, Deutsches Herzzentrum der Charité,Charité-Universitätsmedizin Berlin</em></p> <p style="font-weight: 400;"><em><sup>3</sup></em><em> </em><em>Steinbeis Hochschule, Steinbeis-Transfer-Institut Kardiotechnik, Berlin</em></p> <p style="font-weight: 400;"><em><sup>4</sup></em><em>Translational Cardiovascular Technologies, Institute of Translational Medicine, Department of Health Sciences and Technology, Swiss Federal Institute of Technology (ETH) Zurich</em></p>

Die kardiale Resynchronisationstherapie (CRT) zählt zu den Eckpfeilern der Therapie für Patient:innen mit schwererHerzinsuffizienz. Patient:innen mit hochgradig reduzierter Ejektionsfraktion, Linksschenkelblock und verbreitertemQRS-Komplex können unter einer CRT eine signifikante Verbesserung ihrer Lebensqualität erreichen. Um das Therapiepotenzial auszuschöpfen, sind eine bestmögliche Platzierung der linksventrikulären Sonde und eine adäquate Programmierung unerlässlich.

Redaktion

Antje-Kristin Mosig

Managing Editor

Ansprechpartner für Autor:innen

Dr. Lars Saemann

Editor in Chief

Mitherausgeber

Maik Foltan M.Sc., Universitätsklinikum Regensburg
Sven Maier M.Sc., Universitätsklinikum Freiburg
Benjamin Haupt M.Sc., Deutsches Herzzentrum Berlin
Marc Wollenschläger B.Sc., Kerckhoff – Klinik GmbH, Bad Nauheim
Dr. Frank Münch, Universitätsklinikum Erlangen

Das Fachwissensquiz Januar ’26 ist online!

Das Fachwissensquiz von Januar ’26 zum Thema „Künstliche Intelligenz in der Perfusiologie (Teil 1)“ ist online!

Jeden ersten Montag im Monat bietet dir die DGPTM die Gelegenheit, dein Fachwissen auf den Prüfstand zu stellen und aufzufrischen.

Für jedes absolvierte Quiz erhältst du einen halben Punkt zur EBCP-Akkreditierung. Mit regelmäßiger Teilnahme kannst du so bis zu sechs Punkte im Jahr erreichen. Achtung: Hierfür musst Du eingeloggt sein! Den Fortbildungsnachweis findest Du im Mitgliederbereich.

Das DGPTM-Fachquiz ist mehr als nur ein Wissenstest – es ist deine spannende Chance zur Fortbildung.

Viel Freude beim Rätseln!

Bitte im Mitgliederbereich einloggen – es gibt Neuigkeiten für euch

Daten aktualisieren

Im geschützten Mitgliederbereich könnt ihr ab sofort eure persönlichen Angaben prüfen und aktualisieren. Bitte schaut nach, ob Adresse, E-Mail und weitere Kontaktdaten noch stimmen und ergänzt bei Bedarf eure akademischen Titel, damit wir euch künftig korrekt ansprechen können.

Gehaltsumfrage

Außerdem läuft weiterhin unsere Gehaltsumfrage. Eure Teilnahme hilft, ein realistisches Bild der beruflichen Situation in unserer Berufsgruppe zu zeichnen und Argumentationsgrundlagen gegenüber Kliniken, Politik und Öffentlichkeit zu stärken. Die Umfrage ist anonym und in sehr kurzer Zeit erledigt.

EFN-Barcodes herunterladen

Auf Wunsch könnt ihr euch im Mitgliederbereich auch eure persönlichen EFN-Barcodes anzeigen lassen und ausdrucken. So habt ihr sie für Fortbildungen und Zertifikate jederzeit griffbereit.

Wir freuen uns, wenn ihr euch kurz einloggt, eure Daten auf den neuesten Stand bringt und die Angebote im Mitgliederbereich nutzt.

Preisträger Jahrestagung 2025 und Jubilare der DGPTM

Herzlichen Glückwunsch an die Jubilare der DGPTM und an alle, die einen Preis erhalten haben. Ein ebenfalls großer Dank richtet sich an die Sponsoren der Preise.

Eine Übersicht zu den Abstracts der prämierten Arbeiten befindet sich am Ende des Artikels.

 

Tagungspreis 2025 der DGPTM (Sponsor: free life medical GmbH)

Preisträger: Nicola Kwapil, Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz

Auf dem Foto sind von links nach rechts: Sebastian Tiedge, Nicola Kwapil, Rigobert Schnur (von free life) und PD Dr. Alexander Horke

 

DGTHG-Preis Fokustagung Herz 2025 (Sponsor: Dr. Franz Köhler Chemie GmbH)

Preisträgerin: Dr. Claudia Arenz, Universitätsklinikum Bonn

Auf dem Foto sind von links nach rechts: Sebastian Tiedge, Dr. Claudia Arenz, PD Dr. Alexander Horke und Dr. Stefan Fritz (von Köhler Chemie)

 

Nachwuchsförderpreis der Jungen Foren (Sponsor: Dr. Franz Köhler Chemie GmbH)

Preisträgerin: Gloria Nulchis, Universitätsklinikum Tübingen

Auf dem Foto sind von links nach rechts: Sebastian Tiedge, Gloria Nulchis, PD Dr. Alexander Horke und Dr. Stefan Fritz (von Köhler Chemie)

 

Innovationspreis (Sponsor: Eurosets GmbH Deutschland)

Preisträger: Nicola Kwapil, Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz

Auf dem Foto sind von links nach rechts: Sebastian Tiedge, Nicola Kwapil, Martin Schmidthöfer (von Eurosets), PD Dr. Frank Münch, PD Dr. Alexander Horke

 

Förderpreise (Sponsor: Terumo Deutschland GmbH)

A: bestbewerteter Originalbeitrag

Preisträger: Simon Mayer, Herzzentrum Klinikum Stuttgart

Auf dem Foto von links nach rechts: Dr. Lars Saemann, Simon Mayer und Tilo Barth (von Terumo)

B: beste Erstveröffentlichung

Preisträger: Lukas Fiebig, Hochschule Furtwangen

Auf dem Foto von links nach rechts: Dr. Lars Saemann, Lukas Fiebig und Tilo Barth (von Terumo)

 

Preisträger zum Josef Güttler Stipendium

Preisträger: Jhonathan Torres Mosquera, Universitätsklinikum Magdeburg

Auf dem Foto mit PD Dr. Frank Münch

 

 

Hier die Jubilare aus diesem Jahr, jeweils mit PD Dr. Frank Münch

50 jähriges: Jürgen Witt

40 jähriges: Stefan Kasseckert, Albert Dick

25 jähriges: Olaf Sillmann (Foto anbei), Holger Schulze Schleithoff, Mathias Opitz (Foto anbei), Joachim Naumann (Foto anbei), Frank-Oliver Große (Foto anbei), Markus Fischer, Andreas Behrendt, Johannes Amberger

 

 

Übersicht zu den Abstracts der prämierten Arbeiten

Tagungspreis 2025 der DGPTM

A-168 Kompakter ECMO-Trolley – ein Transportsystem für alle Materialien Nicola Kwapil
(Universitätsmedizin Mainz) (DGPTM)

 

DGTHG-Preis Fokustagung Herz 2025

A-158 Pulmonalklappendilatation bei frühsymptomatischer Fallot-Tetralogie: Erste palliative Maßnahme und Einfluß ballonbedingter Klappeneinrisse auf die chirurgische Strategie Dr. Claudia Arenz (Universitätsklinikum Bonn) (DGTHG)

 

Nachwuchsförderpreis der Jungen Foren

A-174 Über die allometrischen Interaktionen der fraktalen Eigenschaften des kardiovaskulären Gefäßsystems und dem Hagen-Poiseuille’schen Gesetz. Erkenntnisse aus einem mathematischen Modell und der Simulaiton per Computational Fluid Dynamics für Bypässe. Gloria Nulchis
(Universitätsklinikum Tübingen)

 

Innovationspreis

A-167 Kinder ECMO Fahrtrage 2.0 – eine standardisierte Lösung für Deutschland Nicola Kwapil
(Universitätsmedizin Mainz) (DGPTM)

 

 

Credits der Fotos:

DGPTM/Klindtworth

Der „Maschinist“ im Saal. Die Arbeit von Perfusionist:innen (Zeitungsartikel)

Im Operationssaal gibt es eine Berufsgruppe, die nie direkt am OP-Tisch stehen und doch überlebenswichtig in ihrer Tätigkeit sind: die Perfusionist:innen. Während das Operationsteam am Herzen arbeitet, steuern sie die Herz-Lungen-Maschine, überwachen Blutfluss, Sauerstoffsättigung und zahlreiche Laborwerte und sorgen dafür, dass der Körper des Patienten auch dann optimal versorgt bleibt, wenn Herz und Lunge vorübergehend stillstehen. Ihre Arbeit verbindet hochpräzise Medizin mit komplexer Medizintechnik – entscheidend dafür, dass solche Eingriffe überhaupt möglich sind.

Zeitungsartikel Donaukurier Geschichte aus dem OP Saal

Willkommen zur neuen Webseite

Nach über einem ¾ Jahr der Planung, intensiven Meetings, Codierung und Schreibarbeit ist am 13.01.2025 ist unsere neue Website live gegangen und wir sind stolz, hier ein neues Zuhause für unsere Mitglieder geschaffen zu haben. Zukünftig soll sie zur zentralen Plattform des Austauschs in unserer Community werden. Dafür arbeiten wir im Hintergrund an spannenden Erweiterungen.

Ein Highlight wird ein eigener „News“-Bereich sein, der euch stets über aktuelle Entwicklungen rund um Perfusion und technische Medizin informiert. Schaut regelmäßig vorbei und bringt euch ein – wir freuen uns auf eure Anregungen!

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